Abiturprüfungen 3,7 Prozent der Prüflinge sind durchgefallen
36.000 Gymnasiasten sind heuer zu den Abiturprüfungen in Bayern angetreten, aber nicht alle waren erfolgreich: 3,7 Prozent fielen durch - etwas mehr als 2011. Kultusminister Ludwig Spaenle zeigte sich dennoch zufrieden.
Im vergangenen Jahr hatten knapp drei Prozent der Prüflinge das Abitur nicht bestanden. Für Bayerns Kultusminister liegt die aktuelle Quote trotzdem im "erwarteten Korridor", so Ludwig Spaenle in der Kabinettssitzung in München. Dabei kritisierte er - ohne ihn namentlich zu nennen - den Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) und dessen "düstere Prognosen": Dieser hatte in der vergangenen Woche von einer Durchfallquote von mehr als zehn Prozent gesprochen. Diese "Falschmeldungen" seien grund- und haltlos gewesen, so Spaenle.
Tatsächlich hatten heuer 16 Prozent der Abiturienten an den zusätzlichen mündlichen Prüfungen teilgenommen - so viele wie im vergangenen Jahr auch. Die Hälfte davon absolvierte die mündlichen Prüfungen freiwillig, die andere Hälfte musste in die Nachprüfung. Der BLLV griff die Schulpolitik Spaenles erneut an. "Solange sich Kultusminister Spaenle hartnäckig verweigert, das achtjährige Gymnasium grundlegend zu reformieren, wird diese Schulart nicht zur Ruhe kommen", kritisierte BLLV-Präsident Klaus Wenzel.

Wetter
