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Skatehalle für Regensburg Wie ein Zoogeschäft zum Skate-Paradies wird

Wer in Bayern im Winter skaten will, hatte bisher oft Pech. Skatehalle? Fehlanzeige. Aber bald eröffnet in Regensburg eine neue Skatehalle und bietet Skateboardern und BMXern ein Dach über'm Kopf.

Von: Claudia Gerauer

Stand: 07.07.2016 | Archiv

Skatehalle Regensburg | Bild: Jochen Bauer

Was für Pro-Skateboarder, wie für die Street League Stars bei MUNICH MASH einfach mal schnell hingezaubert wird, ist für den Normalo-Skateboarder keine Selbstverständlichkeit: Überdachte Skatemöglichkeiten gibt's nicht so viele in Bayern. Bis jetzt, denn da tut sich was.

Pro-Setup goes Regensburg

In Regensburg entsteht momentan eine riesige Skatehalle – das Ergebnis von über sechs Jahren Arbeit, Spenden sammeln und Klinkenputzen des Vereins Spot e.V. Die Mitglieder haben lange dafür gekämpft, letztes Jahr endlich eine passende Halle gefunden und Suppport von der Stadt bekommen, die die Hallemiete in großen Teilen übernimmt. Da die Halle aber früher ein Zoogeschäft war, musste auch noch jede Menge Arbeit reingesteckt werden – von den Vereinsmitgliederin und freiwilligen Helfern. Mittlerweile ist die Halle so umgebaut, dass man sie auch als Skatehalle erkennt, sagt Jochen Bauer, der die Halle mit initiiert hat.

Jochen Bauer

"Es gibt eine schöne Miniramp, die ist 13 bis 15 Meter, mit Extensions, Bank und vielen Spielerein. Und den alten MUNICH MASH Parcours, vom letzten Jahr, den bekommen wir auch. Aber wir müssen und wollen ihn natürlich modifizieren, damit er bestmöglich in die Halle und zu unseren Bedürfnissen passt." (Jochen Bauer, Vorsitzender von Spot e.V. und Chefredakteur vom Playboard-Magazin)

Insgesamt vier LKW-Ladungen an Rampen, Obstacles und Holz sind mittlerweile in der Halle verbaut – und Ende August ist es dann wirklich soweit: der Testbetrieb kann starten. Wenn's den Skateboardern taugt und keine größere Korrekturen am Setup mehr nötig sind, geht's Anfang September los und Skateboarder und BMXer haben dann endlich ein Dach über dem Kopf, pünktlich zum Herbst.

"Gute Sachen gibt's nicht umsonst"

Wie viel der Eintritt für die Skate- und BMX-Halle kostet, steht noch nicht fest. Jochen Bauer von Spot e.V. ist aber wichtig, dass es für jeden bezahlbar ist. Momentan sind fünf bis acht Euro pro Tag angedacht, damit der Verein einen Teil der Miete sowie Strom, Wasser und Heizkosten abdecken kann.

"Unser Credo ist: Je günstiger, desto besser! Aber dadurch, dass die Halle über 800 Quadratmeter hat, sind die Nebenkosten natürlich erheblich. Und auch die Rampen, Ostacles & Co. müssen wir zahlen. Das müssen die Leute verstehen, denn gute Sachen gibt's nicht umsonst." (Jochen Bauer, Vorsitzender von Spot e.V. und Chefredakteur vom Playboard-Magazin)

Aber: Spot e.V. ist ein gemeinnütziger Verein und deswegen geht es nicht darum Gewinn zu machen, sondern die Kosten zu decken. Und so ist die Skatehalle das, was sie sein muss: ein fairer Deal für alle.

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