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Lonely Surfspots in Europa Fünf Strände, an denen ihr noch in Ruhe surfen könnt

Immer das Gleiche: Kaum ist der Swell gut, sind die bekannten Surfspots total überlaufen! Deswegen haben wir euch Spots rausgesucht, an denen ihr auch dann noch ungestört surfen könnt, wenn's anderswo schon Stau im Line-Up gibt.

Von: Nina Pietschmann

Stand: 19.08.2016 | Archiv

Strandhill (Irland)

Irland bietet unendlich viel Potenzial für perfekte Wellen, von klein bis groß. Und in Strandhill, im Nordwesten des Landes, habt ihr die Wellen oft für euch allein. Es gibt eine große halbmondförmige Bucht, die an jeder Ecke Swell auffängt. Die Wellen sind schulterhoch und brechen ohne Wind sauber nach links und rechts gleichzeitig. Das Wasser ist dank des Golfstroms auch nie total kalt – im Sommer und Herbst kommt man gut mit einem drei bis vier Millimeter dicken Neoprenanzug aus. Neben netten Pubs und gutem Bier gibt's, passend zum Meer, Algenchips.

Paul do Mar (Madeira)

Paul Do Mar braucht viel Swell, damit es läuft – etwa anderthalb bis zwei Meter. Ein- und Ausstieg sind relativ schwierig, weil es über Felsen geht, aber der Spot bietet dafür perfekte Wellen, die nach rechts brechen. Außerdem erinnert die Gegend an Hawaii, ist aber zum Glück noch kein klassischer Touri-Spot. Hier surfen noch viele Einheimische, mit denen ihr auch Spaß im Line-Up haben könnt.

Bore (Norwegen)

Am Strand Bore mit seinem großen Beach Break gibt's oft traumhafte Wellen. Keine drei Meter hohen Riesen-Barrels, dafür gemütliche kleine Wellen, die mit dem Longboard echt Spaß machen. Das Wasser ist im Norden klirrend kalt. Deswegen solltet ihr unbedingt einen sechs Millimeter dicken Neoprenanzug, Haube, Handschuhe und Booties dabei haben. Surfen kann man das ganze Jahr über, im Sommer sind die Wellen allerdings relativ klein und unbeständig. Noch ein dickes Plus: die coolen Norweger und die unglaubliche Natur.

La Palue (Frankreich)

La Palue ist dagegen ein guter Spot für den Sommer. Wenn das Wasser in Europa sonst um diese Zeit eher flach ist, könnt ihr hier guten Swell finden. Der Spot taugt für Anfänger genauso wie für Profis. Auch hier ist das Wasser kalt, aber ihr habt dafür viel Platz im Line-Up und am Strand. Außerdem ist die Bretagne landschaftlich wahnsinnig schön, sehr ländlich geprägt, mit kleinen Dörfern und Folk Festivals.

San Vicente de la Barquera (Spanien)

Na gut, San Vicente de la Barquera wird immer beliebter und voller. Trotzdem solltet ihr dort mal zum Surfen hinfahren. Die Sicht vom Wasser aus ist der Hammer – die grünen Felder, die Hügel und dahinter die Gipfel der Picos de Europa. Das Gebirge ist nicht einmal zwei Stunden entfernt. Und wenn es euch also doch am Strand oder im Line-Up mal zu voll wird, ist die Gegend perfekt für alle möglichen anderen Outdoor-Sportarten: Mountainbiken, Klettern, Kajak und und und.

Meer-Inspiration

Die Tipps haben wir uns von Alexandra Gossink und Lars Jacobsen geholt. Alexandra hat den Surf-Reiseführer "I Love the Seaside" geschrieben. Darin beschreibt sie die schönsten Surfspots in Frankreich, Spanien und Portugal. Zudem bekommt ihr darin Infos, was man außer Surfen sonst noch unternehmen kann. Ihr lernt die heimische Küche kennen und erfahrt, wo ihr den besten Kaffee und besten Campingplatz findet.
Lars Jacobsen ist Chefredakteur des Prime Surfing Magazine und hat mit "Der Wellenreit-Guide" sein erstes Buch geschrieben. Er widmet sich darin der Surf-Theorie – wichtig für Anfänger und alle, die ihr Wissen rund ums Brett auffrischen wollen. Außerdem stellt er für jeden Monat im Jahr den besten Surfspot vor.


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