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Volksbegehren zu Studiengebühren Wo sind all die Gebühren hin?

Bis zu 500 Euro müssen bayerische Studenten momentan für ein Semester auf den Tisch legen. Damit ist vielleicht bald Schluss - per Volksbegehren. Grund genug, noch einmal genau auf die Studiengebühren zu schauen.

Von: Florian Meyer-Hawranek, Florian Nöhbauer Stand: 15.01.2013

Wie viel Bayerns Studenten wo zahlen

Aktuell schaut es so aus, als würden die Studiengebühren bald gekippt werden. Zwei Drittel der Bayern sind gegen die Gebühr. Und auch die Opposition lehnt das Bezahlstudium geschlossen ab. Unterstützt werden die Parteien von den Gewerkschaften, den Kirchen und natürlich den Studenten. Zusammen trommeln alle so laut gegen die Gebühren, dass sogar CSU-Chef Horst Seehofer, dessen Partei die Gebühren überhaupt erst eingeführt hat, sie am liebsten wieder abschaffen würde. Nur der Koalitionspartner FDP sagt: Gute Lehre kostet. Und damit Bayern vorne dran bleibt, muss man halt zahlen, wenn man hier studieren will.

LMU München | Bild: BR / Gabriele Pfaffenberger zum Audio Volksbegehren zur Studiengebühr Sinnvoll oder nicht?

500 Euro pro Semester - dafür kann man schon was erwarten von der Uni. Zum Beispiel Vertiefungskurse und längere Bibliotheksöffnungszeiten. Oder versickern die Gebühren am Ende doch nur irgendwo? Ein Blick auf die TU München. [mehr]

Die Gegner kritisieren, dass die Gebühren sozial ungerecht und viel zu hoch sind. Tausend Euro im Jahr plus Unterkunft und Arbeitsmaterialien - das kann sich eben nicht jeder leisten. Die Befürworter sagen hingegen, dass die Gebühren ein voller Erfolg waren. Insgesamt werden in Bayern mehr als 180 Millionen Euro im Jahr eingesammelt und wieder ausgegeben: zum Beispiel, um neue Stellen zu finanzieren. Klar ist, dass die Hochschulen das Geld benötigen.

Für was wurden die Studiengebühren eigentlich verwendet?

Quelle: Bayerisches Wissenschaftsministerium

Der Großteil der Studien- gebühren, nämlich 52,3 Prozent, wurden im Jahr 2011 zur Verbesserung der Lehre eingesetzt. Konkret bedeutet das: Knapp 97 Millionen Euro standen den bayerischen Unis zur Verfügung, um zusätzliche Professoren, wissenschaftliche Mitarbeiter oder Gastdozenten einzustellen. Außerdem konnten von dem Geld Tutoren, Hilfskräfte, Studienprojekte und Exkursionen bezahlt werden.

Insgesamt 59,5 Millionen Euro wurden für die Verbesserung der Infrastruktur ausgegeben. Dabei wurden Bibliotheken und Sprachzentren ausgebaut, kleine Baumaßnahmen durchgeführt oder zusätzliche Räume angemietet. Auch die Anschaffung von DV-Geräten und der damit verbundene IT-Service gehört dazu.

Mit 10,2 Prozent der Mittel oder insgesamt 19 Millionen Euro wurde der Studentenservice verbessert. Darunter fallen Studienberatung, Prüfungsangelegenheiten, Career Service, akademisches Auslandsamt, soziale Betreuung und studentische Projekte. 6,8 Millionen Euro wurden für die Verwaltung der Studienbeiträge benutzt. Die restlichen 1,8 Prozent wanderten in einen Sicherungsfonds, der den Studenten das Darlehen für die Studiengebühren gewährleisten soll.

Wer hat überhaupt Studiengebühren gezahlt?

Quelle: Bayerisches Wissenschaftsministerium

Es gab für eine Vielzahl von Studierenden die Möglichkeit, sich von den Studiengebühren befreien zu lassen. Insgesamt mussten so 31,5 Prozent oder 94.523 Studenten in Bayern die Gebühr nicht bezahlen.
6,9 Prozent der bayerischen Studenten waren gesetzlich von der Zahlung befreit. Denn bei Beurlaubung, praktischem Jahr, Praxissemester, Promotionsstudium oder der Teilnahme an einem Studienkolleg gilt keine Studienbeitragspflicht.

Fast ein Viertel aller Studenten, nämlich 23,8 Prozent oder 71.258 Studierende wurden auf Antrag von der Beitragspflicht befreit. Möglich ist das, wenn eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist: die Studierenden erziehen eigene Kinder, stammen aus kinderreichen Familien, haben Geschwister, die bereits Studienbeiträge entrichten oder fallen unter allgemeine Härtefallregelungen. Außerdem gab es für die besten Studenten die Möglichkeit, sich über die Leistungsquote von den Studiengebühren zu befreien.

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der max, Mittwoch, 23.Januar, 16:39 Uhr

7. Kommentar zum Kommentar

Lieber Hans Georg bei 4.,

mein Studium wird nicht von der Allgemeinheit finanziert, sondern netterweise von meinen Eltern gestemmt. Meine Ferien- und Nebenjobs kommen wohl auch eher der Allgemeinheit zugute, als dass sie eine Belastung wären. Meine Eltern können mit dieser finanziellen Belastung relativ gut leben, aber es gibt Familien, bei denen das anders aussieht. Studiengebühren machen hunderprozentig Sinn, aber für die einen sind 500€ eben mehr Geld als für die anderen. Und genau deswegen bin ich für die Abschaffung der Studiengebühren.

Studiengebühren sollten dynamischer sein. Für den einen nur 50€ pro Semester, für einen Millionärssohn 1000€ oder mehr. Gerechter und flexibler eben, aber das sind sie momentan nicht, also gehören sie sich abgeschafft, um den Weg frei zu machen für Neues.

Außerdem habe ich den Vergleich mit anderen Ländern ziemlich satt.
Und wenn im Takkatukkaland für jedes Semester Hunderttausend Euro fällig wären, es ändert doch nichts an der Ungerechtigkeit oder der finanziellen Belastung für den Einzelnen hierzulande. Bildung sollte schließlich gerecht und für jedermann gleichermaßen zugänglich sein. Je höher die Studiengebühren sind, umso mehr entfernt man sich aber von dieser Chancengleichheit.

Und leider muss man es einmal so sagen: Der Berliner Flughafen, der Transrapid oder eine Elbphilharmonie usw.; es ist schön, dass für solche Projekte Geld in die Hand genommen wird, aber wenn für solche Projekte, dann bitte auch für die Bildung. Bayern- und deutschlandweit.

Katrin, Dienstag, 22.Januar, 08:41 Uhr

6. Vergleich zu Meistprüfung

Der Vergleich zu den Meisterprüfungen kann man nicht so leicht ziehen. Man darf nicht vergessen, dass eine qualitativ hochwertige Ausbildung der Studenten für alle Bürger sehr wichtig ist - z.B. der Ärzte, Techniker etc. Und entgegen der allgemeinen Meinung, langweilen sich die meisten Studenten nicht, sondern kämpfen hart mit einem sehr zeitintensiven Studium. Wir begannen unsere Vorlesungen teilweise um 7:30h und dann ging es 10Std ohne Mittagspause durch. Gelernt wurde auch am intensiv am WE. Zusätzlich musste natürlich das Geld für die extrem teuren Bücher (Stk um die 100 Euro) und den Unterhalt verdient werden. Nach 5Jahren Regelstudienzeit (Tiermedizin) kamen 2 Jahre selbstfinanzierte Doktorarbeit und dann eine Assitenzzeit mit einem Anfangsgehalt von 1800 Euro bei 50/StdWoche. Das ist der große Unterschied zu den englischsprachigen Ländern mit den hohen Studiengebühren. Hier verdient der Berufsanfänger genug um damit seine Kredite zurückzuzahklen.
Nein, der Durchschnittsstudent liegt der Allgemeinheit nicht auf der Tasche, sonder leistet einen großen Beitrag dazu, dass die Gesellschaft funktioniert - und auch der Hamster nachts eine ordentliche Behandlung bekommt.
Wenn es nur noch Studenten gibt, die es sich leisten können, dann wird der so wichtige Idealismus sicherlich untergehen.

nik kozsar, Montag, 21.Januar, 10:51 Uhr

5. studiengebueren in bayern! spotbillig

Indicative undergraduate program fees for Australian students
Below is a table showing approximate annual fees based on an average full-time enrolment of 16 units (#16) (two full-time semesters), using 2013 fee rates. A student's actual annual fee may vary in accordance with his or her choice of major and electives. The University reviews fees annually.
Bachelor degree
(unless otherwise stated)
Duration
(years)
Average annual 2013 fee (AUD$) CSP
Agribusiness
3
$9,056
Agricultural Science
4
$8,415
Applied Science
3
$8,386
Applied Science(Honours)
1
$8,668
Architectural Design
3
$8,345
Architectural Design (Honours)
1
$8,363
Arts (Diploma)
1
$5,952
Arts (Ipswich)
3
$5,868
Arts (St Lucia)
3
$6,120
Arts(Honours)
1
$5,874
Behavioural Studies(Honours)
1
$5,868
Biomedical Science
4
$8,013
Biotechnology
4
$8,389
Business Management
3
$9,728
Business Management (Honours)
1
$9,792
Commerce
3
$9,767
Commerce (Honours)
1
$9,792
Communication
3
$6,302
Communication (Honours)
1
$5,868
Creative Arts
3
$5,868
Creative Arts (Honours)
1
$5,868
Dental Science
5
$9,455
Dental Studies
1
$9,792
Economics
3
$9,714
Economics (Honours)
1
$9,792
Education (Middle Years of Schooling)
4
$5,900
Education (Primary)
4
$5,868
Education(Honours)
1
$5,868
Engineering
4
$8,363
Environmental Management (St Lucia)
4
$8,324
Environmental Science
4
$8,363
Exercise and Nutrition Sciences
3
$7,794
Exercise and Nutrition Sciences (Honours)
1
$5,868
Exercise and Sport Sciences
4
$7,702
Food Technology
4
$8,190
Global Issues (Diploma)
1
$6,700
Health Sciences
3
$7,855
Health Sciences (Honours)
1
$8,363
Health, Sport and Physical Education
4
$7,638
Human Services
3Science
5
$9,094
Notes