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Bossy Love aus Glasgow machen ziemlich starken Elektropop, der hoffentlich dafür sorgen sollte, dass Sängerin Amandah nicht mehr lange als Wissenschaftlerin im Bereich Mechanik arbeiten muss.

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Alternativen zu WhatsApp Messenger mit mehr Potential

Immer wieder hat WhatsApp mit Sicherheitslücken für Schlagzeilen gesorgt. Mit dem Kauf durch Facebook ist der Messenger für viele Nutzer endgültig auf der dunklen Seite der Macht angelangt. Zeit, die Alternativen zu checken.

Von: Mira-Sophie Potten, Hardy Funk

Stand: 08.04.2014

Whatsapp Alternativen: Fallschirmspringer verlassen ein Flugzeug mit WhatsApp-Logo. | Bild: colourbox.com; Montage: BR

Irgendwie war WhatsApp vielen der rund 450 Millionen Nutzer nie ganz geheuer: Der 19-Milliarden-Dollar-Deal mit Facebook ist für viele jetzt der Anlass, dem Messenger tatsächlich Goodbye zu sagen. An Alternativen mangelt es nicht - ganz im Gegenteil.

Omlet - das Uniprojekt

Omlet wurde an der Stanford-Universität enwickelt und erst im März 2014 beim South-by-Southwest-Festival vorgestellt. Das Programm verspricht absolute Macht über die eigenen Daten, die dezentral abgespeichert werden. Der Nutzer entscheidet selbst, in welcher Cloud er seine Nachrichten und Bilder ablegt - Dropbox oder Box.net zum Beispiel. Chatgruppen funktionieren nicht nur über die Freundesliste, sondern auch über Ortszugehörigkeiten (z.B. Chatgruppe "WG-Party Julia"). Neben Fotos lassen sich über die App auch GIFs und Sticker erstellen.

Wermutstropfen:
Noch steckt Omlet in den Kinderschuhen. Ist also völlig unklar, ob sich der Dienst wirklich durchsetzt. Immerhin: Beim neuen Asus-Smartphone in Taiwan ist der Dienst schon vorinstalliert.

Threema - der Sichere

Threema erobert sukzessive die Spitzenplätze der App-Stores. Kein Wunder. Das Unternehmen macht sich die große Schwäche von WhatsApp zu Nutzen: Threema setzt auf Sicherheit. Wie bei WhatsApp kann man Gruppen-Chats führen, Bilder verschicken und Links teilen. Und zwar sicher: Dank asymmetrischer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, bei der die Nachricht nur vom Sender und vom Empfänger entschlüsselt werden kann.

Wermutstropfen:
Noch hat Threema keine mit Whatsapp vergleichbaren Nutzerzahlen: Es kann also sein, dass man zunächst nur im kleinen Kreis mit Freunden Nachrichten austauschen kann. Das gilt allerdings für alle WhatsApp-Alternativen - und könnte sich bald ändern.

Line - der Socialiser

Line ist eine beliebte App in Japan und will mehr als ein Instant-Messenger sein. Neben kostenlosem Chat und Telefonieren gibt es eine Timeline, Spiele, eine Kamerafunktion und ein Forum. Außerdem kann man, ähnlich wie bei Facebook, den Aktivitäten anderer User folgen. Dabei kann man sich aussuchen, ob Line das Telefonbuch nach anderen Line-Usern durchforsten soll, oder ob man Freunde lieber manuell per Nutzernamen sucht.

Wermutstropfen:
In Tests war die Soundqualität beim Telefonieren nicht immer einwandfrei - wer ohne Unterbrechungen sprechen möchte, sollte also eine WLAN-Verbindung nutzen.

MySMS - der Geräte-Verknüpfer

Mit MySMS kann man im Gegensatz zu WhatsApp für acht Cent auch Nachrichten an Leute schicken, die die App nicht auf ihrem Smartphone installiert haben (bei einer SMS-Flatrate entfallen diese Kosten). Der Empfänger bekommt die Nachricht also als normale SMS. Möglich ist auch die Kommunikation zwischen Smartphone, PC und Mac. Wer keine SMS löschen möchte, kann seine Nachrichten bei MySMS mit dem PC oder Tablet synchronisieren und speichern.

Wermutstropfen:
Bei älteren App-Versionen hat MySMS noch alle Nachrichten und Adressbucheinträge der User auf seinem Server gespeichert. Aber: Ab iOS6 und bei Android geht das nur mit Zustimmung des Nutzers.

Skunkit - der Gute

Skunkit nennt sich selbst "Messenger mit Werten". Die App verzichtet auf das Erheben und den Handel mit Daten. Finanziert wird die kostenlose und werbefreie App ausschließlich über Spenden und Sponsoren. Bei der Registrierung muss nur ein Nutzername gewählt werden, dann funktioniert die Anmeldung geräteorientiert. Man braucht also kein Passwort, der Skunkit-Server erkennt bei jeder Anmeldung den Benutzernamen in Kombination mit dem jeweiligen Smartphone.

Wermutstropfen:
Skunkit befindet sich noch in der Entwicklungsphase - und im Moment gibt es die App nur für iOS-Geräte. Bald sollen weitere Plattformen nachfolgen.

Skype - der Klassiker

Wie am PC lässt sich mit der Skype-App chatten, telefonieren und videotelefonieren. Von Skype zu Skype ist das umsonst, bei Anrufen auf Festnetz und Mobiltelefone entstehen Gebühren. Hier wird nicht direkt das Adressbuch nach möglichen Skype-Nutzern durchforstet. Das ist gut, weil Skype im Gegensatz zu vielen anderen Apps nicht den Zugriff auf diese persönlichen Daten verlangt.

Wermutstropfen:
Es kann schwer werden, eine bestimmte Person zu finden, wenn man den Skype-Nutzernamen nicht zur Hand hat.

ProxToMe - der Datenvermittler

Auch ProxToMe ist noch relativ unbekannt, die App wurde Ende Februar 2013 gelauncht. Sie ermöglicht das Teilen von Fotos, Dateien und Videos mit anderen App-Nutzern. Dazu verknüpft sie sich mit der Dropbox des Users. Chatten geht natürlich auch. Außerdem kann man per Bluetooth-Radar Facebook-Profile von ProxToMe-Usern in der Nähe finden und mit ihnen in Kontakt treten.

Wermutstropfen:
Die Anmeldung ist nur mit einem Facebook-Account möglich.

Joyn - der Verlässliche

Seit August 2012 schon für Android verfügbar, gibt es die App für Telekom- und Vodafone-Kunden jetzt auch für iOS. Chatten, Fotos und Videos schicken funktioniert wie bei WhatsApp. Mit Joyn kann man aber auch telefonieren und, genau wie bei Skype, videotelefonieren. Bonus für Telekom-Kunden: Die App funktioniert auch mit voller Brandbeite, wenn das Datenvolumen für den jeweiligen Monat bereits verbraucht ist. Man muss also nicht auf die Suche nach einer WLAN-Verbindung gehen.

Wermutstropfen:
Wer seinen Vertrag nicht bei der Telekom oder Vodafone hat, kann Joyn im Moment noch nicht nutzen. Und auch dann wird der Dienst ohne SMS- oder Datenflat sehr schnell ziemlich teuer.

myENIGMA - das Schweizer Taschenmesser

Den Messenger gibt es für drei Betriebssysteme (Android, iPhone und Blackberry). myEnigma, der in der Schweiz entwickelt wurde, fahndet im persönlichen Adressbuch nach anderen Nutzern. Chatten, SMS und Videos oder Bilder verschicken geht wie bei WhatsApp, doch die Dateien werden chiffriert ausgetauscht. Der Empfänger erhält einen Schlüssel, mit dem er die Nachrichten decodieren kann - und der wird alle dreieinhalb Tage erneuert.

Wermutstropfen:
Für Windows gibt es den Messenger bislang nicht. Der Gruppen-Chat ist auf 30 Teilnehmer begrenzt - und Emojis sucht man bei myENIGMA vergeblich.

Telegram - der Nachrichten-Zerstörer

Eine Entwicklung der Gebrüder Durov, die mit "VK" 2006 auch das inzwischen größte soziale Online-Netzwerk Russlands gelauncht haben. Mit dem Telegram-Messenger kann man Dateien teilen, unter anderem Videos bis zu einer Größe von 1GB. Die Nachrichten werden in der Cloud gelagert - doch wer auf Nummer sicher gehen will, aktiviert die Funktion "Secret Chats". Die bietet eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, die Nachrichten können nicht weitergeleitet werden und landen nicht in der Cloud. Außerdem kann man einstellen, dass sich das Geschriebene nach einer gewissen Zeit selbst zerstört. Wie bei SnapChat.

Wermutstropfen:
Nicht für Windows erhältlich. Es gibt keine "Text kopieren"-Funktion wie bei WhatsApp.

Schlagworte:
datenschutz
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Thomas, Donnerstag, 02.Oktober, 10:01 Uhr

21. Alternativen haben es schwer

Das Interesse an den Alternativen war defintiv da, was man auch auf http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2014-02/29543374-internationaler-boom-fuer-whatsapp-alternativen-threema-und-telegram-016.htm nachlesen konnte. Jedoch sind viele Nutzer zwischenzeitlich wieder zu Whatsapp zurückgekehrt, zumindest habe ich diese Erfahrung in meinem eigenen Freundeskreis gemacht, so dass es für die Messenger auf Dauer doch sehr schwierig wird, sich gegen Whatsapp durchzusetzen.

Marco, Freitag, 02.Mai, 13:05 Uhr

20.

ganz klar textsecure....vielfach empfohlen

MaElNu, Donnerstag, 27.Februar, 12:50 Uhr

19. Surespot

Ich habe mir "Surespot" installiert.
Eine wirklich gute Open Source Alternative mit sehr guter Verschlüsselung.

Bei Threema kann man sich sehr sicher sein, dass dieses Programm nächstes Jahr von z.B. Google für 10 Milliarden geschluckt wird :-)
Und dann...?

Dirk, Dienstag, 25.Februar, 19:14 Uhr

18. Übersicht

Hier eine tabellarische Übersicht:
http://dirkmertens.de/wp/2014/02/24/welcher-messenger-statt-whatsapp-eine-vergleich-der-alternativen/

Double2, Dienstag, 25.Februar, 09:38 Uhr

17. Kostenlose Variante aus Mitteldeutschland

Es gibt sogar eine kostenlose Lösung für verschlüsselte IP Telefonie und Messaging direkt aus Deutschland.

http://www.mz-web.de/mitteldeutschland/app-entwickler-hallenser-macht-handys-abhoersicher,20641266,26046980.html

Ich finde es klasse. Wer es testen möchte hier der Link zur Seite: get.chiffry.de