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Was ist schön? Schönheitsideale im Check

Cremes auftragen, Joggen gehen, Haare färben: Für den perfekten Look tun wir so einiges. Aber warum finden wir den einen hässlich, die andere attraktiv? Ein Blick auf die Gesetze und Kuriositäten der Beautywelt.

Von: Franziska Felber, Hardy Funk

Stand: 11.11.2013

Schönheit und Schönheitsideale: Die Themengrafik zeigt eine Frau in einer Muschel | Bild: Lukas Westner/ BR

Manchmal reicht ein flüchtiger Blick auf der Straße oder in der Bar: Und plötzlich hat uns irgendjemand Fremdes in seinem Bann und am Liebsten möchten wir ihn sofort kennenlernen. Mindestens. Ob heißer Typ oder süße Schnecke: Schönheit besitzt - auch in unserer durch und durch rationalen Welt - noch immer eine schwer beschreibbare Kraft. Und doch ist schön nicht gleich schön.

Die Herrschaft des Skalpells

Denn Geschmäcker sind verschieden: Erst recht weltweit: Was in Europa en vogue ist, muss in Indien nicht unbedingt gefallen. Andererseits versuchen Frauen in vielen Ländern, dem westlichen Look und den Physiognomien zu entsprechen. Hollywood und die Werbeindustrie haben westliche Schönheitsideale in die ganze Welt getragen. Und so kann es schon sein, dass sich eine Südkoreanerin unters Messer legt, um eine europäische Augenfalte zu bekommen. Denn das Skalpell wird weltweit gerne angesetzt.

Kampf der Perfektion

Die Berliner Model-Agentur Misfit Models hingegen hat mit Schönheitsidealen gar nichts am Hut. Was hier zählt, ist gerade das Unperfekte und Kantige. Im Portfolio gibt's jede Menge schiefe Zähne, krumme Nasen, dicke Bäuche und tätowierte Arme. Vor allem aber eins: echte Typen. Denn Ausstrahlung und Zufriedenheit mit dem eigenen Körper sind unerlässlich für die Außenseiter-Models. Agentur-Gründer Del Keens ist selbst so einer und erklärt, warum die sonst so glatte Werbewelt manchmal auch das Raue und Unschöne sucht.

Heute kurvig, morgen knochig

Der eine oder die andere zieht die Charakterköpfe von Del Keens vielleicht sogar den makellosen und oft austauschbaren 08/15-Models vor. Der Geschmack in Sachen Körper und Gesicht variiert aber nicht nur von Mensch zu Mensch und Land zu Land. Er hat sich auch in der Geschichte immer wieder gewandelt.

Schönheit aus wissenschaftlicher Perspektive


Was ist eigentlich schön? Für die Errechnung von Operations-Ergebnissen hat sich der Mathematiker Peter Deuflhard mit den Antworten etlicher Disziplinen beschäftigt. Dann hat er eine überraschende Schlussfolgerung getroffen.

Je verrückter, desto schöner


Vogelkacke als Hautcreme, Kekse für größere Brüste, Schmetterlingsklammern für eine schmalere Nase – klingt komisch. Aber es gibt Menschen, die für die Schönheit alles machen, auch sich selbst zum Affen machen. PULS Autorin Claudia Gerauer hat die verrücktesten Beautytrends aus aller Welt zusammengetragen.

Irgendwann reicht's dann halt auch


Abermillionen Fotos mit #me suchen Bestätigung - und bemühen dazu Photoshop, Retro-Filter oder abgedroschene Posen. Schade! Denn man könnte im Netz auch sehr gut gegen den Beauty-Wahn protestieren.


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