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Stress mit Mitbewohnern Die fünf größten Fehler im WG-Leben

Wer in der WG nie Ärger mit den Mitbewohnern hat, hat entweder keine oder ist friedliebender als Jesus. Dabei braucht es neben Empathie und psychologischem Gespür lediglich diese fünf simplen Tricks, um WG-Zoff zu vermeiden.

Stand: 27.05.2014

Fehler 1 - die Best Friends Forever-WG

Dass ihr schon im ersten Moment eurer Begegnung Seelenverwandte ward, ist wirklich zauberhaft – wieso aber eine so tiefe Freundschaft mit Diskussionen über Haare im Ausguss, Bremsspuren im Klo oder dem unsympatischen neuen Typ belasten? Ihre Katastrophen-Beziehung hast du davor gerne mit genügend Sicherheitsabstand gecoacht – jetzt aber bist du sieben Tage die Woche Teil ihres On-Off-Spektakels. Die beste Freundin soll doch die beste Freundin bleiben oder? Also: move out.

Fehler 2 - die Nachteulen-Frühaufsteher-WG

Auch wenn das Gerücht umgeht, dass Azubis und Studenten statt zu faulenzen täglich den Stress eines Schichtarbeiters ertragen müssen - es lohnt sich, Leute fürs Zusammenleben zu casten, die einen annähernd ähnlichen Lebensrhythmus haben. Arbeitssuchende vertragen sich nicht mit Karrieristen, Naturburschen nicht mit Dauer-Ravern! Ein ähnlicher Tag-Nacht-Rhythmus vermeidet Ärger.

Fehler 3 - die Turteltäubchen-WG

Du bist Single und ziehst mit einem Pärchen zusammen. Egal, wie harmonisch dieses Paar ist, egal wie wenig Pärchen-mäßig es sich gibt: In dem Moment, in dem du glaubst, wie schafft es ein Paar nur, so gar nicht zu streiten, wird die Frage, ob man ins Nudelwasser nur Salz oder auch Öl kippt, eure dampfige Küche vorrübergehend auf Gefrierpunkt abkühlen. Und in dem Moment, in dem du dich ungebunden und frei in die Laken rollst, ist nebenan Kuschel-Abend mit Chipstonne und fummlen unter der Fernsehdecke.

Fehler 4 - die Peepshow-WG

Sex ist in WG's mit geschlechtsreifen Menschen nicht zu vermeiden. Dünne Rigips-Wände, ein hellhöriger Altbau, extrovertierte Sexpartner – auch wenn es sich missgünstig anhört: Mitbewohnern beim Sex zuhören zu müssen ist eine Zumutung. Also lieber die eigenen Peep-Show-Ambitionen etwas runterfahren und den Stöhn-Level dämpfen.

Fehler 5 - die Putzverweigerer-WG

Putzpläne, Putzuhren, entnervte Zettelkommunikation, heiße Tränen. Bei der Vorstellung von Sauberkeit stoßen Welten aufeinander. Welten. Ein konstruktiver Versuch wäre dynamisches Putzen, also alle müssen mitmachen, wenn es einer mal geschafft hat, den Staubsauger zu mobilisieren. Oder die Einführung des Putznazis – die Lösung für alle Harmoniesüchtigen: Einer ist laut Putzplan dran, ein anderer ist der verantwortliche Putz-Nazi, der darüber wacht, ob auch geputzt wird. Damit er den anderen nicht ermahnen muss, zieht er einfach nur stillschweigend die Putz-Nazi-Binde an. Am besten ist aber wie in allen anderen Punkten auch: viel Empathie und miteinander reden, bevor der Ofen aus ist.


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