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Kommentar zu #koelnhbf Das Mitgefühl der Rechten brauchen wir nicht!

Unglaublich - eine große Feier, auf der eine Gruppe Männer dich sexuell belästigt und ausraubt. Mindestens 60 Frauen ist das in der Silvesternacht in Köln passiert. Im Netz ist die Aufregung darüber groß. Um die Opfer geht es dabei aber kaum.

Von: Felicitas Wilke

Stand: 05.01.2016

Abwehrende Hand | Bild: BR

Wenn Frauen Angst vor sexuellen Übergriffen haben müssen, ist das eine Schande. Das Netz, Politiker und Bürger toben - zurecht. Aber warum drehen gerade jetzt alle durch? Das dürfte bei vielen, die sich im Netz aufregen auch mit der Herkunft der Täter zu tun haben. Wie Zeugen berichten, sollen sie dem Aussehen nach Nordafrikaner oder Araber gewesen sein. Eine Steilvorlage für "besorgte Bürger“: Für sie steht sowieso fest, dass diese Muslime Frauen verachten - und dass unsere Kanzlerin viel zu viele von dieser Spezies in unser Land gelassen hat.

Einige werfen gleich noch deutschen Feministinnen vor, die Vorfälle an Silvester zu verharmlosen. Als es vor drei Jahren um anzügliche Äußerungen von Rainer Brüderle ging, da sei der Aufschrei und die gleichnamige Netzbewegung groß gewesen. Jetzt, wo anscheinend die "falschen Täter" am Werk gewesen seien, da blieben alle still. Die linksversifften Gutmenschinnen mal wieder. Wenn es politisch inkorrekt werden könnte, dann kuschen sie.

Fakt ist: Täter aus der ganzen Welt begehen sexuelle Übergriffe auf Frauen - in Deutschland übrigens vor allem Deutsche. Ich gehe jedes Jahr auf die Wiesn. Eigentlich gerne. Doch es gibt kein Jahr, in dem ich nicht von besoffenen Deutschen, Italienern, Australiern und sonst wem begrapscht werde. Und jedes Jahr gibt es noch viel schlimmere Übergriffe. 2015 wurde eine betrunkene, wehrlose Frau am sogenannten "Kotzhügel" sexuell missbraucht. Solche Taten sind schäbiger, ekliger Alltag auf deutschen Großfeiern.

Die Übergriffe von Köln sind das Allerletzte. Aber: In der aktuellen Debatte geht es kaum um die Opfer. Vielmehr entfachen die Schreihälse im Netz einen Kulturkampf. Denen, die sich gerade als große Frauenrechtler hinstellen, geht’s nicht um Gleichberechtigung. Es geht ihnen darum, dass "die Nordafrikaner" oder "die Araber" unsere Werte mit Füßen treten. Man bezeichnet das als Femonationalismus, wenn pseudo-feministische Aussagen als Futter für fremdenfeindliche Argumente genutzt werden.

Sexismus ist alltäglich. Er schwelt in schlechten Witzen. Und wird mit jeder Promille bei Großveranstaltungen sichtbarer und widerlicher. Das muss sich endlich ändern. Das Mitgefühl der Rechten brauchen wir Frauen dafür allerdings nicht.

Schlagworte:
gesellschaft
migration
politik
soziales

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Roland REITER, Montag, 11.Januar, 14:15 Uhr

4. Köln, Hamburg, Dortmund, Düsseldorf, Stuttgart

Ich denke ein Mitgefühl von dieser Damen werden Sie nicht bekommen, oder wie geht es Ihnen mit solchen Aussagen?

Ich zitiere: "Es erscheint im Moment ja wie eine so derart verachtenswerte Tat, dass man Frauen begrabschd um sie quasi ja abzulenken und gleichzeitig dann zu berauben."
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Roland REITER, Donnerstag, 07.Januar, 10:08 Uhr

3. #koelnhbf

Sehr geehrte Frau Felicitas Wilke,
danke, dass Sie die Vorgänge in Köln thematisieren und damit in die Öffentlichkeit bringen. Hierzu noch folgende Fragen:
Wieviele Männer, von denen Sie am Oktoberfest belästigt wurden, haben Sie mit Ihrem Handy fotografiert und danach einem Polizisten gemeldet, um dem Treiben Einhalt zu gebieten?
Wie Sie richtig anmerkten werden in Deutschland Frauen hauptsächlich von Deutschen vergewaltigt. Wie hoch ist der Anteil an Männern mit Deutscher Staatsbürgerschaft in Deutschland?
Wieviele Deutsche Männer wurden in Köln verletzt und verprügelt, als Sie Frauen helfen wollten?
Haben Sie schonmal folgenden Ausdruck "Schweden 55" bei google oder youtube eingegeben?

Grüße
Roland REITER

Traunsteinerin, Mittwoch, 06.Januar, 16:49 Uhr

2. Relativieren verhöhnt die Opfer

Ihr Kommentar ist ein Faustschlag ins Gesicht der Opfer. Sie schreiben "sollen sie dem Aussehen nach Nordafrikaner oder Araber gewesen sein". Wenn zig Frauen und Männer unabhängig voneinander dieses Aussehen bestätigen, dann ist es einfach so, akzeptieren Sie das bitte einfach. Ansonsten nehmen Sie ja auch jede Wortmeldung, die irgendeinem "Rechten" zugeschrieben wird, als harten Fakt und fallen drüber her.
Weiter schreiben Sie: "Fakt ist: Täter aus der ganzen Welt begehen sexuelle Übergriffe auf Frauen - in Deutschland übrigens vor allem Deutsche."
Ach was...und in USA dann vermutlich Amerikaner, in Italien Italiener und in China Chinesen. Sowas aber auch...das sind ja mal richtig interessante Fakten.
Ein hilfreicher Fakt ist übrigens, dass die häusliche Gewalt in muslimischen Familien deutlich höher ist als in christlichen. Lesen Sie hierzu gerne auch die Studie des Kriminologischen Forschungsinstitutes Niedersachsens.

Eve, Dienstag, 05.Januar, 22:20 Uhr

1. Mitgefühl der Rechten brauchen wir nicht

Was mich wirklich wundert, viele Deutsche fahren ins Ausland in Urlaub. Gebräuche oder sonstiges werden ignoriert, nicht von allen, aber von vielen. An Stränden in moslimischen Staaten wird alles gezeigt ohne Rücksicht auf deren Kultur. Einheimische Frauen werden angemacht als wären sie Freiwild. ............

Nun haben wir Menschen in Deutschland die das erlebt haben und die denken so macht man das in Deutschland. Wen soll ich verurteilen den Nachahmer, er hat es ja so gesehen, oder denjenigen der meinte die Welt gehöre nur ihm und alle Frauen seien dazu da ihm hörig zu sein?

Liebe Männer, die ihr euch nun so aufregt, packt euch endlich mal an der eigenen Nase, haltet euer Maul und schämt euch. Und auch wir Frauen sollten uns schämen weil wir Gepflogenheiten in anderen Ländern nie beachtet haben.

Es wird ein langer Weg für uns alle, für Toleranz und Verständnis.