Arkells Private School 00:00 min

Die kanadische Band Arkells ist von Vorbildern und Kollegen wie Fleetwood Mac, Phoenix und Spoon inspiriert. "Private School" befindet sich auf ihrem vierten Album "Morning Report" (2016)

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Tracks der Woche #28/15 Leon Bridges, lilly among clouds, Nod One's Head, Skero

Wenn 60er Jahre Soulsänger viral bekannt werden, das DJ-Dasein auf den Kopf gestellt wird und österreichischer Rap nach Hawaii klingt, dann sind das unsere Tracks der Woche.

Von: Dominik Haider

Stand: 07.07.2015

Tracks der Woche 28 | Bild: BR

Nod One's Head – Lava

Unseren Kollegen vom Rolling Stone  haben Nod One’s Head verraten, dass sie  "vom einsamen Mann an den Plattentellern" "gelangweilt" sind - stattdessen zählt für sie "Whiskey und ein gepflegter Stagedive". Obwohl man den Sound des Duos aus Berlin wohl eher im Club verorten würde als auf der runtergerockten Festivalbühne. Seit 2012 sind Charlotte und Moritz eine Band und seitdem nicht nur in Berlin sondern auch europaweit mit ihrer Musik unterwegs. Der Titeltrack des kommenden Albums "Lava" ist ein feines Stück Electro-Pop, versehen mit fetten housigen Bässen und hochgradig infektiöser Hook. Die Platte erscheint im August und anschließend geht’s auf Deutschlandtour. Mehr erfahren könnt ihr ab dem 26. Juli, wenn wir die zwei mit der Startrampe eine Woche begleiten.

Leon Bridges - Better Man

Das ist der American Dream: 26-jähriger Tellerwäscher aus Texas bringt sich selbst das Gitarrespielen bei, um sich bei Open-Mic Gigs ein paar Dollar dazuzuverdienen. Wenig später laufen seine Songs weltweit im Radio. Wie das geht? Leons Bridges‘ Sprungbrett war trotz Retro-Sound das Internet. Als sein Song "Coming Home" in den Spotify Top 10 der Most Viral Tracks steil ging, war der Andrang der Plattenfirmen groß. Für sich gewinnen konnte ihn Columbia Records (Daft Punk, Adele, Jack White), eines der größten und ältesten Major Labels in USA. Der Song "Better Man" handelt von der zweiten Chance in der Liebe. Mit seinem Retro-Soul schafft er es den Sound der Sechziger Jahre so perfekt zu imitieren, dass man echt denkt, dass da ein dicker Staubfilm über der Platte liegt. In Bayern habt ihr 15.09.2015 im Technikum München die Gelegenheit ihn live zu sehen.

lilly among clouds – Blood & History

Man hat das Gefühl diese Stimme schon ewig zu kennen. Dabei ist lilly among clouds absoluter Newcomer und gerade für ihre erste EP im Studio, die am 3. September kommt. Geholfen hat der jungen Würzburgerin unter anderem Produzent Udo Rinklin (u.a. Tonbandgerät, Philipp Poisel). In "Blood & History" flasht uns Lilly vor allem mit ihrer gefühlvollen Stimme, die voller Kraft und gleichzeitig verletzlich klingt. Ihr Klang erinnert auf merkwürdige Weise an Goldkehlchen wie Norah Jones, Alanis Morisette oder Rihanna. Dazu kombiniert sie Beats, Gitarren und Piano. Das Ergebnis klingt frisch und hat sehr viel Potential! Das haben auch die Macher vom Reeperbahnfestival erkannt, dort spielt sie dieses Jahr einen Gig.

Tunde Olaniran - Namesake

Boah! Was für ein Ritt! Dieser impulsive Track von Tunde Olaniran hält für 4:30 Minuten durchgehend die Spannung - und das trotz der vielen Brüche: Trap trifft auf RnB, Rap und Pop. In einem Interview erklärt Tunde, dass "Namesake" dafür steht, wie er sich entschieden hat, auf dieser Welt zu leben zu wollen. Er hat nigerianische Wurzeln, ist in London aufgewachsen, hat mal in Deutschland gelebt und ist neben der Musik als Autor und Choreograph unterwegs. Aber damit nicht genug: Er ist Teil der queeren Community seiner Heimatstadt, in Flint,  Michigan und engagiert sich bei Planned Parenthood, einer gemeinnützigen Organisation, die unter anderem Tests für sexuell übertragbare Krankheiten anbietet. Tunde Olaniran ist definitiv einer der spannendsten Typen und Musiker, die uns in letzter Zeit unter gekommen sind.

Skero – Des gring ma scho hin

Der große Österreicher rappt wieder. Gerade wollten wir schon wieder wehmütig Skeros Baile-Funk-Sommer-Hymne Kabinenparty aus dem Jahr 2010 auspacken, da versorgt er uns endlich mit neuem Stuff. "Der Riese im Glashaus" heißt sein zweites Soloalbum. Darauf findet sich erneut ein Hit für die heiße Zeit des Jahres. "Des gring ma scho hin" verströmt mit einem Sample von dem Song "La Madrague" von Brigitte Bardot aus dem Jahr 1963 hawaiianisches Strandfeeling. Dazu spricht uns Skero gut zu und holt mit entspanntem Flow zum weltpolitischen Rundumschlag aus. Perfekt um bei heißen Sommertagen, jede Bewegung zu vermeiden und sich treiben zu lassen.

Abstimmung

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Diese Abstimmung ist beendet.

Nod One's Head - Lava (Radio Edit)

2,9 %

Leon Briges - Better Man

2,9 %

Lilly Among Clouds - Blood & History

90,5 %

Tunde Olaniran - Namesake

2,9 %

Skero - Des gring ma scho hin

0,8 %

Diese Abstimmung ist keine repräsentative Umfrage. Das Ergebnis ist ein Stimmungsbild der Nutzerinnen und Nutzer von BR.de, die sich an der Abstimmung beteiligt haben.

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