Worst Of 5 Konzertmomente, die direkt aus der Hölle kommen

Nach nur einem Song war Schluss: Am Donnerstag musste das Jamiroquai-Konzert in der Münchner Olympiahalle wegen Stimmproblemen von Sänger Jay Kay abgebrochen werden. Aber es geht noch weitaus schlimmer – ein Worst Of der übelsten Konzerterlebnisse.

Von: Malte Borgman

Stand: 17.11.2017

1. Wenn du eigentlich auf ein Konzert wolltest und stattdessen in einem handfesten Krawall landest

Pfiffe gabs, ja. Aber die Olympiahalle wurde nicht verwüstet bei Jamiroquai. Aus der Vergangenheit weiß man: Das kann auch anders laufen. Ältere Semester erinnern sich zum Beispiel an das legendäre Konzert der Rolling Stones in der Berliner Waldbühne 1965. Tausende Menschen stürmten die Bühne, zerlegten die Sitzgarnituren, lieferten sich stundenlange Schlachten mit der Polizei und verursachten insgesamt satte 400.000 Mark Schaden.

Ein Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit mit etwas mehr Lokalkolorit: Der Auftritt der US-Rapcrew Non Phixion im Münchner Backstage-Club 2005. Kurz vor der angesetzten Stage Time der HipHopper machte sich der Veranstalter mit den gesamten Einnahmen des Abends aus dem Staub. Non Phixion weigerten sich daraufhin, aufzutreten – sehr zum Unmut der "angry german kids" im Publikum, die kurzerhand den Laden auseinandernahmen. Bilanz: 40.000 Euro Schaden. (ab 12:36)

2. Wenn der Frontmann der Band ein bisschen zu viel getrunken hat

Hoffentlich hatten die Besucher dieses Konzerts der kalifornischen Punkband Rich Kids On LSD ihre Regenmäntel dabei…

3. Wenn der Star des Abends dich verprügelt

Der Klassiker: Da wird man vom Boss höchstpersönlich auf die Bühne geholt, möchte nur einmal seine teure Designer-Sonnenbrille anfassen und wird umgehend mit einem gezielten Faustschlag auf die Bretter geschickt… So was Blödes aber auch.

Allerdings: Die eigenen Fans verprügeln – das kann nicht nur Kollegah. Einige weitere Beispiele:

4. Wenn du im Rollstuhl sitzt, aber Kanye nicht weiter spielen will, bevor nicht wirklich ALLE aufgestanden sind

12.September 2014, Sidney, Australien. Kanye West unterbricht seine Show – nicht um seiner Bewunderung für Donald Trump Ausdruck zu verleihen, so weit sind wir Gott sei Dank damals noch nicht – nein, es geht Yeezy um etwas anderes: Die Leute sollen aufstehen, bevor er den nächsten Song performt. Und zwar alle. Ausnahmslos. Und Kanye, der Perfektionist, meint es ernst. Als er zwei Fans erspäht, die noch sitzen, stellt er sie höchstpersönlich von der Bühne herab zur Rede. Das Problem: Die zwei Fans sitzen im Rollstuhl. Erst als einer der beiden mit seiner Beinprothese wedelt und ein Security höchstpersönlich überprüft hat, dass es sich nicht um Simulanten handelt, macht Kanye weiter. Ach, Kanye…

5. Wenn dich Beyoncé zum Singen zwingt

Du hast stundenlang vor der Konzerthalle gewartet, um es in die erste Reihe zu schaffen. Endlich wirst du Beyoncé aus nächster Nähe erleben. Und dann ist es soweit – eine strahlende Queen Bey steigt von der Bühne herab, schreitet durch den Bühnengraben, während sie weiter "Halo" singt, als wäre es nuffin. Und dann sieht sie dich. Sie kommt auf dich zu. Du blickst direkt in ihr makelloses Gesicht, in ihre Augen, die Augen einer Göttin in Menschengestalt. Die Zeit bleibt stehen. Du möchtest ihr alles sagen: Wie sehr du sie bewunderst. Dass du unwürdig bist, vor ihr zu stehen. Dass sie dein Leben verändert hat. Und Beyoncé hält dir das Mikrofon entgegen.

Preisfrage: Was tust du jetzt?

Antwort: Auf gar keinen Fall singen. Um Himmels willen, bloß NICHT SINGEN!!!!

Sendung: Filter vom 17.11.2017 ab 15 Uhr