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Zuhälterei, Körperverletzung, Steuerhinterziehung Schwesta Ewa drohen zehn Jahre Haft

Schwesta Ewa, die seit November in Untersuchungshaft sitzt, drohen jetzt bis zu zehn Jahre Gefängnis. Die Staatsanwaltschaft wirft der Rapperin unter anderem ausbeuterische Zuhälterei und Steuerhinterziehung vor.

Stand: 18.04.2017

Schwesta Ewa. Bürgerlich Ewa Mueller - die polnische Rapperin bei einem Konzert in Hamburg, Festplatz Nord.  | Bild: picture-alliance/dpa

Schwesta Ewa hat zehn Jahre lang in Frankfurt als Prostituierte gearbeitet, bevor sie dank Xatar zur erfolgreichen Rapperin wurde. In ihrer Musik war die Prostitution immer wieder Thema - seit November sitzt sie allerdings in U-Haft. Wie die Frankfurter Rundschau berichtet, ist jetzt von der Staatsanwaltschaft Anklage gegen die Rapperin erhoben worden. Damit drohen Schwesta Ewa bis zu zehn Jahre Gefängnis wegen ausbeuterischer Zuhälterei, Menschenhandel und Körperverletzung. Außerdem wirft ihr die Staatsanwaltschaft vor, ihre Einkünfte aus der Zuhälterei zum Teil dem Finanzamt verschwiegen zu haben.

Durch psychischen Druck und körperliche Gewalt soll Schwesta Ewa mehrere junge Frauen zwischen 17 und 19 zur Prostitution gezwungen haben. Sie soll ihnen, wie die BILD im November berichtet hat, Klamotten, Miete, Kosmetik und Benzin bezahlt haben. So hatte sie die Frauen nach und nach finanziell von sich abhängig gemacht und sie schließlich gezwungen, ihre Schulden durch Prostitution abzuarbeiten.

Sendung: Plattenbau, 18.04.2017 ab 19 Uhr


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