Nürnberg.Pop 2017 Fünf Acts, die ihr auf dem Schirm haben solltet

Ob in der Kirche oder im Klamottenladen: Am 28. Oktober übernimmt das Nürnberg.Pop-Festival wieder die Innenstadt. Neben den 1A-Locations ist auch das Line-Up traditionell großartig: Diese fünf Acts solltet ihr nicht verpassen.

Stand: 10.10.2017 | Archiv

Nürnberg Pop | Bild: BR

1. Gurr

Der Hype um die Indie-Rockband Gurr geht ungebremst weiter. Die beiden Sängerinnen Andreya Casablanca und Laura Lee haben sich im Studium in Berlin kennen gelernt und machen seit 2012 zusammen Musik. Mit ihrem ersten Album "In My Head" haben die beiden es im Frühjahr sogar schon für eine Live-Session im berühmten Studio 4 zur BBC nach London geschafft. Diese Band muss man einfach abfeiern. Und wer es noch nicht getan hat: Beim Nürnberg.Pop gibt es die perfekte Gelegenheit dafür.

2. J. Bernardt

Ein Neuling im Musik-Business ist J. Bernardt eigentlich nicht. Hinter dem Namen verbirgt sich Jinte Deprez, einer der beiden Sänger der belgischen Indie-Rock-Band Balthazar. Als J. Bernardt macht Deprez jetzt auch allein Musik. Und die klingt erstmal ziemlich chillig: dumpfe, eingängige Beats, relaxter Gesang und immer wieder ein gekonnter Einsatz von Bläsern und anderen Klangelementen. Ein bisschen R’n’B, ein bisschen Elektro-Pop. Und alles passt wunderbar zusammen.

3. Lilly Among Clouds

2017 war bisher das Jahr für die Würzburger Sängerin und Pianistin Lilly Among Clouds. Im März ist sie beim SXSW-Festival in Austin, Texas aufgetreten und im August hat sie ihr Debütalbum "Aerial Perspective" veröffentlicht. Was sie einzigartig macht, ist ihre Stimme: Die bewegt, klingt mal zart und leise, dann wieder klar und kräftig. Gepaart mit ihren sehr eigenen Klaviermelodien, ergibt das einen unverwechselbaren Sound, der mittlerweile auch international immer mehr Menschen begeistert.

4. Klangstof

Die vier Jungs von Klangstof aus Amsterdam beehren das Nürnberg.Pop mit ihrem Mix aus Elektro-Pop und Indie-Rock: melodisch, melancholisch, hin und wieder fast ein bisschen mystisch. 2016 ist  mit "Close Eyes to Exit" das erste Album der holländisch-norwegischen Kombo erschienen und hat der Band schon den einen oder anderen Vergleich mit Helden wie Radiohead eingebracht.  

5. AVEC

AVECs Album "What if we never forget" ist ein ziemlich beeindruckendes Debüt. Das liegt vor allem an ihrer Stimme: AVECs Vocals klingen beinahe gehaucht - verträumt, sanft und ein bisschen traurig. Während die Gitarre sehr prominent in den Songs ist, werden Schlagzeug und Bass oft vorsichtig und minimalistisch eingesetzt – so, als wolle sie da bloß nichts am zarten Klangbild kaputt machen. Die junge Songwriterin aus Vöcklabruck ist schon wieder einer dieser neuen Acts aus Österreich, die wir alle uns dringend merken sollten .

Sendung: Plattenbau, 9.10.2017 - ab 19 Uhr

Schlagworte:
Elektronik
HipHop
Indie
Pop