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Fastnacht in Franken Quotenrenner im Bayerischen Fernsehen

Fast jeder zweite Zuschauer in Bayern verfolgte die Jubiläumssendung von „Fastnacht in Franken“

Stand: 11.02.2012
Nach ihren bravourösen Auftritten der vergangenen Jahre verbündet sich auch diesmal die Oberpfälzer "Altneihauser Feierwehrkapell'n" mit den Franken: "Aufgrund der permanenten Geringschätzung der Oberpfalz aus Richtung München", erklärt der Kommandant Norbert Neugirg. | Bild: BR / Bernhard Wiemann

11 Februar

Samstag, 11. Februar 2012

Pressekontakt: Pressestelle@br.de

Seit 25 Jahren begeistert die TV-Prunksitzung aus Veitshöchheim die Zuschauer. Die Jubiläums-Ausgabe von gestern Abend erreichte einen sensationellen Marktanteil von 46,5 Prozent in Bayern, was „Fastnacht in Franken“ allen Erwartungen nach auch 2012 zur erfolgreichsten Sendung des Bayerischen Fernsehens machen wird. Im Vergleich aller „Fastnacht in Franken“-Sendungen seit 1991 liegt die gestrige Jubiläums-Ausgabe auf Rang zwei - nach der bisherigen Rekordsendung aus dem Jahr 2010, die in Bayern einen Marktanteil von 47,4 Prozent erreichen konnte.

Das hochkarätige Live-Programm voller Witz, Klamauk, anspruchsvollem Humor und erstklassigen Gardetänzen verfolgten durchschnittlich 3,64 Mio. Zuschauer – 2,23 Mio. aus Bayern und nochmals rund 1,41 Mio. Zuschauer außerhalb des Freistaats. Die Quote ist vergleichbar mit sportlichen Großereignissen wie die Übertragungen von Weltmeisterschaftsspielen der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Absolute Spitzenwerte erzielte die Sendung gegen 22.15 Uhr, als sich über 4,6 Mio. Zuschauer beim großen Finale von „Fastnacht in Franken“ amüsierten. Auch beim jüngeren Publikum kam die Liveübertragung der Prunksitzung aus Veitshöchheim sehr gut an: 24,2 Marktanteil wurde bei den 14- bis 49-Jährigen erzielt.

"Ich freue mich sehr, dass ‚Fastnacht in Franken‘ so viele Zuschauer in Bayern und weit darüber hinaus begeistert. Die hervorragenden Einschaltquoten sind ein großes Kompliment an die Akteure der fränkischen Fastnacht. Die hochkarätigen Komiker und Kabarettisten, die Höchstleistungen der Meistergarden und die Stimmung in den Mainfrankensälen machen ‚Fastnacht in Franken‘ zu einem ganz besonderen Fernseherlebnis. Ich bedanke mich vor allem bei unserem Partner, dem Fastnachts-Verband Franken, unserem Studio Franken und bei allen Kolleginnen und Kollegen, die zu dieser erfolgreichen Jubiläumssendung beigetragen haben."

Der Intendant des Bayerischen Rundfunks, Ulrich Wilhelm

25 Jahre Fastnacht in Franken: Live aus Veitshöchheim

Über drei Stunden lang führte Sitzungspräsident Bernd Händel durch das Jubiläums-Programm, das vor Ort in den Mainfrankensälen von der bayerischen Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Kirche verfolgt wurde. Den Großen und Mächtigen im Land wurde der Spiegel vorgehalten und mit Witz und Humor die Weltlage kommentiert. Und zwar original fränkisch mit dem „Dreggsagg“ Michl Müller, den Comedy-Stars Volker Heißmann und Martin Rassau, dem Meister des „geschliffenen Worts“ Peter Kuhn, den Parodis mit ihren fetzigen Musikparodien, dem Wortakrobaten Oliver Tissot und auch diesmal wieder mit Besuch aus der „befreundeten“ Oberpfalz – der Altneihauser Feierwehrkapell’n.

1987 hieß es zum ersten Mal „Franken Helau“ im Bayerischen Fernsehen. Damals sendete der BR noch aus dem oberfränkischen Lichtenfels. Eigentlich sollte die Sendung turnusgemäß durch Franken ziehen, aber Logistik und Organisation in Veitshöchheim überzeugten die Organisatoren nachhaltig. Die vom Fastnachts-Verband Franken und dem BR geplante Sendung fand somit in der Nähe von Würzburg ihre feste Bleibe.    

Die Veitshöchheimer Fastnachtssitzung besticht vor allem durch Lokalkolorit. Komiker, Kabarettisten und Gruppen aus der fränkischen Brauchtumsszene treten in der Livesendung auf. Politisch geprägte Wortbeiträge statt Büttenreden, tanzakrobatische Höchstleistungen von Meistergarden statt Schautänze.

"Anspruchsvolle Unterhaltung – das ist Fastnacht in Franken seit nunmehr 25 Jahren. Was klein angefangen hat, ist heute ein Hit im Bayerischen Fernsehen und beim Publikum über Bayern hinaus. In Zusammenarbeit mit unserem Partner Bernhard Schlereth, Präsident des fränkischen Fastnacht-Verbandes, entsteht alle Jahre wieder ein Programm, durch das Sitzungspräsident Bernd Händel mit Witz und Augenzwinkern führt. Mein Dank gilt dem Studio Franken und allen Mitwirkenden in Redaktion und Produktion, die es mit großem Engagement und großer Begeisterung immer wieder schaffen, das Publikum mit fränkischem Humor bestens zu unterhalten."

Fernsehdirektor Prof. Dr. Gerhard Fuchs

Bayerische Polit-Größen mit kreativer Verkleidung

Der in Veitshöchheim traditionell perfekt verkleidete Günther Beckstein steckte in einem märchenhaften Fellkleid als „böser Wolf“, begleitet von seiner Frau Marga als Rotkäppchen. Der Bayerische Finanzminister Markus Söder sparte ebenfalls nicht an Kreativität und kam mit Gummi-Glatze und roter Irokesen-Frisur als perfekter Punker zur Prunksitzung. Auch „Sissy und Franz“ wurden in den Mainfrankensälen gesichtet: die bayerische Landtagspräsidentin Barbara Stamm versteckte sich in einem Kostüm samt Bart als „Kaiserin Barbara Franz-Joseph Stamm der Ersten von Würzburg“, eingerahmt von ihren Töchtern Sissy und Claudia. Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer kam direkt aus Berlin nach Franken und trug eine leuchtend-lila Krawatte samt Blumenschmuck auf seinem Jacket. Joachim Herrmann, der Bayerische Staatsminister des Inneren, sah zum wiederholten Male als schwarzer Scheriff nach dem Rechten in Veithöchheim, sein Amtskollege auf Bundesebene, Hans-Peter Friedrich, hatte sich für ein Indianer-Kostüm entschieden. Münchens OB Christian Ude kam mit Markus Rinderspacher, Natascha Kohnen und Florian Pronold als Musketiere und Hubert Aiwanger als Euro-Schutzschild auf zwei Beinen mit „AAA-Status“. Der bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil war hinter seinem mächtigen Bart und in seiner Wikinger-Verkleidung fast nicht wiederzuerkennen.

Erster Auftritt des „Supernarren“

Neben bekannten und beliebten Künstlern war in diesem Jahr auch ein echter „Fastnachts-Neuling“ dabei: Frankens erster „Supernarr“, Jochen Schaible aus Ehingen in Mittelfranken, meisterte seinen ersten Auftritt in Veitshöchheim. Der Musical-Darsteller wurde am 2. Februar in der neuen Fastnachts-Talentschau des Bayerischen Fernsehens „Franken sucht den Supernarr“ von einer fachkundigen Jury zum Sieger gewählt und durfte gestern Abend sein Talent vor einem Millionenpublikum unter Beweis stellen.

"Die fränkische Fastnacht macht einfach Freude – und uns freut es natürlich besonders, dass wieder so viele mit uns gelacht haben. Das macht uns im Jubiläumsjahr auch ein bisschen stolz – vor allem aber gilt mein Dank all' denen, die diesen Erfolg möglich machen: Vom Fastnacht-Verband Franken über die Organisatoren vor Ort bis hin zu den Kolleginnen und Kollegen von Redaktion und Produktion – das ist mittlerweile eine richtige 'Fastnacht-Familie', zu der auch die Politiker gehören, die uns seit Jahren die Treue halten, obwohl - oder gerade weil - wir sie vor versammelter Mannschaft 'hochnehmen'."

Martin Wagner, Leiter des Studio Franken

Erfolgreichste Sendung in Bayern

Keine andere Sendung hatte gestern so viele Zuschauer wie „Fastnacht in Franken“ im Bayerischen Fernsehen. In der Hitliste der meistgesehenen Sendungen Bayerns liegt die „Fastnacht in Franken“ mit Abstand auf Platz 1. Auf den Plätzen 2 bis 4 finden sich mit dem „Rundschau-Magazin“, „Grünwald Freitagscomedy“ und der „Rundschau“-Hauptausgabe drei weitere Aushängeschilder des Bayerischen Fernsehens. Die Zuschauerresonanz wirkte sich auch auf den gestrigen Tagesmarktanteil aus: Mit 25,8 % in Bayern hatte das Bayerische Fernsehen am Freitag insgesamt die Nase vorn: Das Erste auf dem zweiten Platz kam auf 11,8% Tagesmarktanteil, Sat.1 auf 10,8%, alle anderen Sender blieben im einstelligen Bereich.

Wiederholungen von „Fastnacht in Franken“ im Bayerischen Fernsehen:

Samstag, den 11.02.12, ab 20.15 Uhr
und
Faschingsdienstag, den 21.02.12, ab 12.05 Uhr