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Bayern 2: radioWelt-Interview Erler erleichtert über Verhandlungsergebnis in Minsk

Gernot Erler, der Russlandbeauftragte der Bundesregierung, hat sich über das Verhandlungsergebnis von Minsk erleichtert gezeigt. Im Bayerischen Rundfunk (Bayern 2, radioWelt am Morgen) sagte der SPD-Politiker: "Es hat uns ein bisschen aus der Kriegslogik herausgeführt, die in den letzten Wochen im Vordergrund stand."

Stand: 13.02.2015

radioWelt - P | Politik | Bild: Bayern 2

Minsk habe die Blickrichtung geändert und nach den Spekulationen über Waffenlieferungen wieder der Politik Priorität eingeräumt. Dies sei besonders wichtig. Erler machte dabei einen "Unterschied zwischen Minsk I und Minsk II" aus: "Ich sehe, dass in diesem Fall deutlich konkretere Verabredungen getroffen worden sind." Zudem stehe hinter dem 13-Punkte-Programm die "Autorität der drei Präsidenten und der Bundeskanzlerin".

Den angestrebten Waffenstillstand hält der SPD-Politiker dennoch für gefährdet: "Die Gefahr ist ganz bestimmt, dass in den Stunden bis zum Beginn des Waffenstillstands noch versucht wird, dem anderen Verluste beizubringen und dass die Verbitterung darüber dann so groß ist, dass die Bereitschaft, tatsächlich die Waffen schweigen zu lassen, dann zu gering ist, um das auch umzusetzen morgen Nacht."

Zu Putins Rolle bei den Verhandlungen in Minsk sagte Erler, dieser habe hart verhandelt. "Er hat aus einer Position der Stärke verhandelt, die natürlich durch Situation auf dem Boden im militärischen Bereich begründet war, und er hat auch gezeigt, dass wenn es klemmt - und es hat einmal geklemmt mit den Separatisten - er auch in der Lage ist, auf diese erheblichen Einfluss auszuüben." Der Kanzlerin zollte Erler großen Respekt. Merkel sei trotz der schwierigen Lage "pragmatisch und nüchtern" geblieben und habe "Führungskraft" bewiesen.

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