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Oberallgäu Familie per Hubschrauber aus Tiefschnee gerettet

Stand: 23.02.2012

Per Hubschrauber ist eine im Allgäu vermisste dreiköpfige Familie nach stundenlangem Ausharren aus dem Tiefschnee gerettet worden. Alle drei Familienmitglieder kamen mit leichten Unterkühlungen ins Krankenhaus, sie sind jedoch inzwischen wieder entlassen worden und wohlauf.

Wie die Polizei mitteilte, hatte sich der 43-jährige Vater aus dem württembergischen Bruchsal mit seiner zehnjährigen Tochter und dem achtjährigen Sohn im Wintersportgebiet Eschach bei Buchenberg (Landkreis Oberallgäu) gegen 17.00 Uhr zum Rodeln aufgemacht. Das Trio verlief sich aber in der Nähe der "Jägerhütte" und blieb im Tiefschnee stecken.

Notruf, bevor das Handy ausfällt

Aufgespürt: Die Infrarot-Kamera des Such-Hubschraubers zeigt die Vermissten.

Kurz bevor der Handyakku des Vaters komplett leer war, konnte dieser Mann noch seine Frau anrufen, die an den Skiliften gewartet hatte und die Einsatzkräfte verständigte. Eine Suche von Bergwacht und Alpinpolizei mit 25 Einsatzkräften, einem Quad und einer Pistenraupe blieb zunächst erfolglos. Daraufhin suchte ein Polizeihubschrauber in der Dunkelheit mit Scheinwerfern und einer Infrarotkamera nach den Vermissten. Gegen 22.00 Uhr entdeckten die Einsatzkräfte die Familie.

Bergwacht muss sich zu Vermissten durchkämpfen

Die Bergung gestaltete sich schwierig, da der Hubschrauber im tiefen Schnee nicht landen konnte. Er musste in etwa 350 Metern Entfernung aufsetzen. Von dort kämpften sich Retter von Bergwacht und Alpinpolizei durch den hüfthohen Tiefschnee zu der Familie durch.

Sprit droht auszugehen

Da der Hubschrauber wegen des langen Suchfluges kaum mehr Sprit im Tank hatte, liefen zwei Einsatzkräfte mit Schneeschuhen zu Fuß vom Landeplatz ins Tal zurück.