200 Jahre Oktoberfest Pferderennen wie anno 1810
Eigentlich war die Wiesn ein Hochzeitsfest für Münchens Bürger. Der Höhepunkt war das Pferderennen. 200 Jahre nach der bayerisch-sächsischen Hochzeit wandeln die Münchner auf den Spuren ihrer Ahnen auf der historischen Wiesn.
Unsterblich hat sich der Lohnkutscher Franz Baumgartner gemacht, zumindest in München. Da ist eine Straße nach ihm benannt, in Sendling, ganz in der Nähe von der Theresienwiese. Denn Franz Baumgartner hatte die Idee zu dem Pferderennen anläßlich der Hochzeit von Kronprinz Ludwig und Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen.
"Scharlachrennen" und Machtpolitik
Baumgartners Vorgesetzter, der Kavallerie-Major Andreas von Dall'Armi, unterbreitete König Max I. die Idee - und dem gefiel die patriotische Aktion als Begleitprogramm zu der machtpolitisch inspirierten Hochzeit. Vorbild waren die "Scharlachrennen" aus dem späten Mittelalter, bei dem der Sieger ein rotes Tuch gewann.
Am 12. Oktober 1810 rannten 30 Pferde um die drei Kilometer lange Bahn, 40.000 Münchner schauten zu. Sagenhafte drei Kreuzer und drei Pfennig hat das Wiesnbier seinerzeit gekostet. Getrunken wurde allerdings noch an kleinen Bretterbuden oben auf der Schwanthaler Höhe. Die Münchner hat's gefreut.

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