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Gewerkschaften und Arbeitgeber uneins Streit um Zeitarbeit für Flüchtlinge

Arbeitgeber und Gewerkschaften wollen Asylbewerber bei der Integration in den Arbeitsmarkt unterstützen. Nur die Zeitarbeit ist und bleibt ein Zankapfel. In dieser Branche ist in bestimmten Fällen die Beschäftigung von Flüchtlingen 15 Monate lang tabu.

Von: Klaus Boffo

Stand: 17.06.2016

Der 26-jährige Asylbewerber Hamza Ahmed aus Somalia beim Schweißen | Bild: picture-alliance/dpa/Ingo Wagner

Mit dieser Beschränkung wäre Schluss, wenn die Pläne von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles Realität würden.

Vorrangprüfung drei Jahre aussetzen

Bei der Jobsuche sollen Deutsche und ihnen gleichgestellte EU-Bürger Vorrang haben vor Zuwanderern aus Drittländern, darunter auch Flüchtlingen. In der Praxis aber spielt die sogenannte Vorrangprüfung kaum eine Rolle, weil Tätigkeiten, für die Flüchtlinge sich bewerben, oft von anderen Arbeitslosen gar nicht angestrebt werden. Nahles plant nun, die bürokratische Hürde der Vorrangprüfung für drei Jahre auszusetzen; damit wäre automatisch auch das Beschäftigungsverbot für Flüchtlinge in der Zeitarbeit außer Kraft.

Peter Clever von der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände befürwortet diesen Schritt. Er tritt dafür ein, …

"…dass wir diese Flüchtlinge auch in der Zeitarbeit einsetzen können, weil uns die Erfahrung zeigt, dass die Zeitarbeit eine schwierige Klientel am Arbeitsmarkt überproportional in Erwerbsarbeit integriert hat. Das wollen wir auch für Flüchtlinge möglich machen…"

Peter Clever, BDA

Aber das sieht Annelie Buntenbach vom DGB-Bundesvorstand ganz anders:

"Den Weg für Flüchtlinge in die Zeitarbeit zu öffnen halten wir für problematisch, weil Zeitarbeit vielfach nicht der Weg in den ersten Arbeitsmarkt ist; die Hälfte der Arbeitsverhältnisse dauert nicht länger als drei Monate, und das ist nicht unser Interesse."

Annelie Buntenbach, DGB

Der Dissens ist umso auffallender, als Arbeitgeber und Gewerkschaften mehr denn je an einem Strang ziehen, wenn es um Arbeitsmarktpolitik geht. Der dreijährige Verzicht auf die Vorrangprüfung ist Teil des geplanten Integrationsgesetzes. Zu entscheiden hat darüber der Deutsche Bundestag.


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Steffen Mutter, Freitag, 17.Juni, 14:14 Uhr

2. Deutschland geht es gut?

Bei der geistigen Gesundheit bei unseren Volksvertretern wage ich das zu bezweifeln. Die 'Flüchtlinge' hätten günstig in den Anrainerstaaten versorgt werden können. Statt dessen wollen sie nach Deutschland und bringen ihre kulturellen Probleme mit und es kommen immer mehr. Der Arbeitsmarkt ist für normale Arbeiter schon schwierig, Zeitarbeit ist das moderne Sklaventum und nun wird die deutsche Wirtschaft künftig tatkräftig durch illegale Einwanderer unterstützt, zum Wohle des Bruttosozialprodukts und des Geldadels doch zum Schaden der hier geborenen einheimischen in der Produktion arbeitenden Bevölkerung.

Dafür fehlt mir jedes Verständnis.

Freitag, Freitag, 17.Juni, 12:55 Uhr

1.

Wie schauts da anschließend mit der QUALITÄT der ARBEIT aus , ich möchte nicht von solchen mein KFZ zur Inspektion geben .
Acht Tage angelernt, das reicht . Passt schon.

  • Antwort von Franz, Freitag, 17.Juni, 18:27 Uhr

    Ach ja, wo bringen Sie denn Ihr Kfz zur Inspektion ? Glauben Sie, dort macht das jemand eigenständig, der nur 8 Tage angelernt wurde ? Oder wollten Sie nur mal gegen "Solche" hetzen ?

  • Antwort von Wolf, Freitag, 17.Juni, 18:41 Uhr

    Na, ihren billigen Spargel kaufen sie doch auch, gestochen vom "ungebildeten " Rumänen, oder soll das für sie vielleicht ein Tiefbauingenieur erledigen....manmanman...