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Innenminister informiert Mehr günstige Wohnungen für anerkannte Flüchtlinge

Der Wohnraum in Bayern ist knapp. Ein Problem, das durch Flüchtlinge und Asylbewerber noch größer wird. Innenminister Herrmann verspricht nun mehr staatliche Förderung und Zuschüsse für private Investoren.

Von: Jochen Eichner

Stand: 10.08.2015

Der "rasante Anstieg" der Asylbewerber, von denen ein Drittel dauerhaft in Deutschland bleiben werde, verschärfe die ohnehin angespannte Situation auf dem Wohnungsmarkt, sagte Herrmann am Montag auf einer Pressekonferenz. Deshalb müsse sich der Bund mit jährlich mindestens zwei Milliarden Euro an der Förderung preisgünstigen Wohnraums beteiligen. Der Freistaat Bayern werde seine für 2015 und 2016 eingeplanten Fördermittel für Wohnraum in Höhe von jeweils 242,5 Millionen Euro um weitere 100 Millionen aufstocken. Investoren sollen Hermann zufolge Zuschüsse von bis zu 300 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche bekommen, wenn sie den auf diese Weise geförderten Wohnraum mindestens sieben Jahre lang anerkannten Flüchtlingen vermieten. Positiv hob der Minister das Engagement der Kirchen hervor, die über kirchliche Wohnungsbau-Unternehmen eigene Grundstücke bereitstellten.

Pro Jahr werden in Bayern mindestens 5.000 neue Wohnungen benötigt, glaubt der Nürnberger Oberbürgermeister Ulrich Maly - und das allein für Flüchtlinge und Asylbewerber mit Bleiberecht. Derzeit stehen jährlich aber nur 4.000 staatlich geförderte Wohnungen zur Verfügung, sagt der Präsident des bayerischen Städtetags.

"Dabei darf es aber nicht zur Konkurrenz zwischen sozialhilfebedürftigen Familien, alleinerziehenden, Rentnern und Obdachlosen mit Flüchtlingen kommen."

Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly

Mehr Geld für Wohnraum

Die Staatsregierung hat die Wohnraumfördermittel für 2015 von bisher 50 auf 270 Millionen Euro erhöht. Der Wohnungsmangel in den bayerischen Städten wird auch durch die fortschreitende Landflucht weiter verschärft. Der Städtetag warnte erst vor kurzem in einer Resolution, dass bezahlbarer Wohnraum in den bayerischen Ballungsgebieten immer knapper werde. Einig sind sich Staatsregierung und kommunale Spitzenverbände darin, dass auch der Bund wieder stärker in den Wohnungsbau einsteigen müsse.

Anerkannte Flüchtlinge brauchen eine Bleibe

Im ersten Halbjahr 2015 sind 36.000 neue Asylbewerber nach Bayern gekommen. Rund ein Drittel der Antragssteller werden vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge als asylberechtigte Flüchtlinge anerkannt. Sie müssen wie jeder andere Wohnungssuchende auf dem Wohnungsmarkt eine Bleibe finden:

"Das stellt alle Beteiligten vor große Herausforderungen."

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann


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Inge, Mittwoch, 12.August, 07:59 Uhr

33. Mehr Schlaraffenland für SPDler

Träumt weiter!

Titanisch, Dienstag, 11.August, 18:30 Uhr

32. günstige Wohnungen...............für

Unsere“ weitdenkenden“ Politiker müssen das alles tun, wenn nicht, werden sie von den Medien verunglimpft, genauso wie Pegida. Und die Medien spielen fleißig mit.
Im Grunde freuen die sich klammheimlich über die Situation in Deutschland.
Diese Herrschaften haben ja persönlich in ihrem Umfeld, ihrem Häuschen oder ihrer Villa mit Garten nichts mit den Asylbewerbern oder Flüchtlingen zu tun. Das darf das gemeine Volk
ausbaden. In deren Umfeld geht noch viel.
Nur, irgendwann, und das wird nicht mehr lange dauern, wird auch dem geduldigsten deutschen Michel die Augen aufgehen und zu viel werden. Dazu werden wir keine Kristallkugel brauchen.
Dann liebe Leute, wird Pegida ein laues Lüftchen sein.

  • Antwort von Gemeiner Deutscher, Mittwoch, 12.August, 03:14 Uhr

    Ja, notfalls ist ja noch im Reichstag oder anderen politischen Tempeln Platz, die werden das schon verstehen, auf gute Nachbarschaft, versteht sich doch von alleine!!

  • Antwort von Bösnickel, Mittwoch, 12.August, 09:44 Uhr

    @Gemeiner Deutscher Den Scherz mit dem Reichstag hab ich schon kapiert.

Münchnerin, Dienstag, 11.August, 10:31 Uhr

31. Flüchtlingspolitik

Den zahlreichen Kommentaren ist nichts hinzuzufügen. Die Politik und Presse sollte endlich zur Kenntnis nehmen, dass die Stimmung gegenüber der hilf- und konzeptlosen Zuwanderungspolitik gelinde gesagt gereizt ist. Dass dieses Thema vom BR nahezu nicht mehr kommentierbar ist ändert daran gar nichts! Es gibt viele sachlich begründbare Vorbehalte gegen den stattfindenden unbegrenzten Zustrom, die nicht einfach als rassistische Nazihetze abgetan werden können.

  • Antwort von Münchner1977, Dienstag, 11.August, 13:32 Uhr

    Ich kann hier auch keine Nazihetze sehen, nur besorgte Bürger. Man muss sich schon etwas verarscht vorkommen. 20 Jahre lang ist kein Geld da, bezahlbare Wohnungen für die Bevölkerung/den Arbieter zu schaffen. Für alle die nach TV-V, TV-N oder wie auch immer "abgespeist" werden, in den unteren Lohngruppen. "Man will ja der Immobilienbranche die Geschäfte nicht kaputt machen..." Schon klar, der Arbeiter zahlt schon. Urplötzlich werden Programme herbeigezaubert, Unsummen aus dem Ärmel geschüttelt. Für Menschen, Flüchtlinge aus Kriegsgebieten hin oder her, die niemals auch nur einen cent in unser System eingezahlt haben und auch niemals werden.
    Millionen werden noch kommen die nächsten Jahre, keiner wird das aufhalten. Aber ich weiß wer´s bezahlen wird, die 43 Mio. Bundesbürger, die noch schaffem gehen....

  • Antwort von Holger Sobek, Dienstag, 11.August, 17:34 Uhr

    Danke, Sie sprechen genau meine Gedanken aus. Warum machen sich unsere P...... darüber keine Gedanken!

Westfale, Dienstag, 11.August, 07:48 Uhr

30. So etwas kann nur ein ... fordern

Womit denn? Ein vernünftiges Haus für vier Personen kostet mindestens 400.000 Euro. Macht 200 Milliarden im Jahr. Ist doch kompletter Bockmist.

  • Antwort von David Ehrgart, Dienstag, 11.August, 14:10 Uhr

    Was für ein Käse...

    1) ist Ihr Taschenrechner kaputt. (Rechnen Sie das nochmal nach.)
    2) stimmt Ihr Grundpreis nicht.

    Also, 5000 neue Wohnungen. Ich nehme mal einen Baupreis von 100 000 Euro pro Wohnung an. Der Gesamtpreis beträgt also 500 Millionen Euro.

  • Antwort von Oberbayer, Dienstag, 11.August, 18:48 Uhr

    @David Ehrgart Also im Raum Oberbayern stimmt das. "Wohnungen" für 100.000 Euro bekommen Sie in München schon lange nicht mehr, wenigstens nicht für eine vier-bis fünfköpfige orientalische Großfamilie. 5000 Wohnungen für 500000, 600000, 700000 Asylbewerber erscheinen mir doch etwas wenig. Sie haben wohl einen "Schaltfehler" in ihrem Rechner! Auf dem Land kommen Sie mit Wohnungen ohnehin nicht weit, weil dort bestenfalls Doppelhaushälften zugelassen werden. Informieren Sie sich erst mal, bevor Sie schlau reden!

  • Antwort von Gustl, Dienstag, 11.August, 19:02 Uhr

    @Ehrgart Wo leben Sie in der DDR?

  • Antwort von Rolf, Dienstag, 11.August, 19:08 Uhr

    @Ehrgart Wenn schon an einem Tag 5000 Asylanten in Niederbayern aufgegriffen werden, was will man dann mit 5000 Wohnungen? Ihr Argument ist nicht nur lächerlich, es ist unglaublich realitätsblind.

  • Antwort von David Ehrgart, Mittwoch, 12.August, 05:43 Uhr

    Ganz ruhig die Herren.

    Im Gegensatz zu Ihnen habe ich den Artikel gelesen.

    "Pro Jahr werden in Bayern mindestens 5.000 neue Wohnungen benötigt, glaubt der Nürnberger Oberbürgermeister Ulrich Maly".

    Und die werden selbstverständlich NICHT alle in Schwabing gebaut, sondern bayernweit. Ein durchschnittlicher Baupreis von 100 000 Euro erscheint mir für Sozialwohnungen realistisch. Meinetwegen auch 150 000 (Größe ist ja nicht angegeben), dann sind wir immer noch unter einer Milliarde und LICHTJAHRE von den Gruselzahlen entfernt, die Westfale "errechnet" hat.

  • Antwort von Realist, Mittwoch, 12.August, 08:13 Uhr

    @David Ehrgart Ich glaube, Sie haben von Bayern keine Ahnung. Das ist eben nicht realistisch, da 5.000 "Wohnungen" nicht ausreichen, schon gar nicht für Großfamilien. Wenn in einer Woche 4.700 Flüchtlinge allein in Niederbayern aufgegriffen werden, sind 5.000 Wohnungen einfach lächerlich wenig. Die mieseste Lage (Lofthaus) ist in München für wenigstens 160.000 Euro zu haben (31 Quadratmeter, 1 Zimmer!). Auf dem Land sieht es auch nicht viel besser aus. Ich bezweifle, dass Sie überhaupt begriffen haben, worum es hier geht.

    Träumen Sie weiter!

  • Antwort von Karlo, Mittwoch, 12.August, 09:43 Uhr

    @Ehrgart Wenn die Medien nicht konsequqnet zwischen Wirtschaftsflüchtlingen, Asylbewerbern und anerkannten Flüchtlingen unterscheiden, sind Sie selbst schuld. Man kann es den Leuten nicht übel nehmen, wenn sie nicht differenzieren.

Wanda, Dienstag, 11.August, 00:53 Uhr

29. Günstiger Wohnraum für wen bitte ?

- gibt´s auch günstige Wohnungen für anerkannte deutsche Ansässige ? Oder sind die sowieso schon raus aus dem Rennen, Herr Innenminister ?
Haben Sie sich eigentlich schon jemals für die diesbezüglich bedürftigen "Landeskinder" interessiert ? Kann mich nicht erinnern...