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Wetter-Ausblick Jetzt kommt der Schnee!

Schnee, Sturm und Frost: Tief "Emma" bringt den Winter nach Bayern. Am Wochenende soll es vor allem am Alpenrand schneien. Was Wintersportler freut, könnte für Bahnfahrer zur Belastung werden.

Von: Antonia Berneike

Stand: 15.01.2016

Winter Bayerischer Wald: Langlaufzentrum Rusel | Bild: BR/Harald Mitterer

Die bisher kälteste Nacht des Winters wurde in Bayern gemessen: Auf Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze, fiel die Temperatur auf Minus 17 Grad. Am Alpenrand und im Bayerischen Wald schneite es.

Schnee und Sturm am Alpenrand

Woher kommt der Kälteeinbruch? Das Tief "Emma" schaufelt in den nächsten Tagen maritime Polarluft in Richtung Bayern. Das verheißt Schneefälle und Dauerfrost - selbst in niederen Lagen. Die Temperaturen fallen vor allem in der Nacht weit unter den Gefrierpunkt. Für die Alpen warnt der Deutsche Wetterdienst DWD oberhalb von 1.000 Metern Höhe sogar vor starkem Sturm.

Achtung im Allgäu

Unwetterwarnung für Schwaben

Der Deutsche Wetterdienst DWD warnt vor Schneefall und Sturmböen von bis zu 85 Stundenkilometern im Allgäu. Oberhalb von 800 Metern kann es zu starken Schneeverwehungen kommen. Autofahrer müssen mit glatten Straßen und Verkehrsbehinderungen rechnen.

Im Allgäu sowie im Werdenfelser Land und im Berchtesgadener Land steigt die Lawinengefahr. Vorsicht ist vor allem oberhalb der Baumgrenze geboten. Hier ist die Gefahr erheblich. In den bayerischen Voralpen sowie in den Chiemgauer Alpen ist die Lawinengefahr mäßig.

Kälteeinbruch behindert Zugverkehr

"Runter vom Gas", heißt es in den nächsten Tagen nicht nur für Autofahrer: Weil sich während der Fahrt Schnee und Eis am Unterboden der Züge ansammeln können, hat die Deutsche Bahn ein Tempolimit angeordnet. Maximal 200 Stundenkilometer fahren etwa die ICE-Züge auf der Strecke zwischen Hannover und Würzburg. Die Fahrtzeit verlängert sich dadurch um bis zu 35 Minuten.

Lifte und Loipen im Bayerischen Wald öffnen

Im Bayerischen Wald freuen sich Lift- und Loipenbetreiber derweil über die bis zu 20 Zentimeter Neuschnee. Am Großen Arber fährt seit Donnerstag die Gondelbahn. Bis zu minus sechs Grad Celsius wurden dort in der bisher kältesten Nacht dieses Winters in Bayern gemessen. Und auch die Loipen am Langlaufzentrum Rusen sind nach den Schneefällen der vergangenen Tage erstmals gespurt. Die Rusel gleich hinter Deggendorf ist der Hausberg vieler Niederbayern. Am Wochenende wird hier der erste große Ansturm der Skifahrer erwartet.


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Wolfgang Huber, Freitag, 15.Januar, 13:52 Uhr

1. Winter befürchtet Bahneinbruch....

Leute, entspannt euch, es ist Winter. Das weiß die Bahn aber auch, seit genau 175 Jahren ;-)

  • Antwort von hirnbeiss, Freitag, 15.Januar, 19:36 Uhr

    Aber dass mit dem Sommer wissen sie noch nicht so lange - erst seit es Sparwut und unterdimensionierte Klimaanlagen gibt.