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Wegen FPÖ-Beteiligung Wiener Großdemo gegen neue Regierung

In Wien wird wieder demonstriert: Mehrere tausend Menschen wollen gegen die Regierungskoalition aus ÖVP und FPÖ auf die Straße gehen. Unterdessen bemüht sich Kanzler Kurz, die Bedenken zu zerstreuen.

Stand: 13.01.2018

Wiener Demonstration am Tag der Regierungsvereidigung im Dezember | Bild: dpa/picture-alliance/Sport Moments

Knapp einen Monat nach Amtsantritt der neuen schwarz-blauen Regierung in Österreich hat ein breites Bündnis zu einer Großdemonstration in Wien aufgerufen. Die Initiatoren hoffen auf eine deutlich größere Beteiligung als am 18. Dezember. Damals, am Tag der Vereidigung der neuen Regierung, waren in der österreichischen Hauptstadt nur rund 5000 Menschen auf die Straße gegangen. Offiziell werden für den heutigen Nachmittag mehrere tausend Teilnehmer erwartet.

Sorgen wegen rechtskonservativer Regierungskoalition

Die Koalition aus konservativer ÖVP und rechter FPÖ hat nicht nur innerhalb Österreichs für Bedenken gesorgt. Diese versucht Bundeskanzler Sebastian Kurz seither zu zerstreuen: Seine erste Amtsreise führte ihn nach Brüssel, wo er den pro-europäischen Kurs seiner Regierung bekräftigte. Gestern kam Kurz dann in Paris mit Frankreichs Präsident Macron zusammen, wo er erneut an die EU appellierte: Man solle die österreichische Koalition an ihren Taten messen.

Am kommenden Mittwoch wird Kurz in Berlin erwartet. Regierungssprecher Seibert sagte dazu, Kanzlerin Merkel sehe dem Besuch mit Freude entgegen - und werde mit Kurz "auf Basis der Werte, die in Europa gelten" verhandeln.


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