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Besserer Gewässerschutz im Freistaat Brunner und Scharf unterzeichnen Wasserpakt

Ein breites Bündnis von Wasserversorgern, Landwirten und Verbänden unterzeichnet heute in München den neuen Wasserpakt Bayern. Das Ziel: Weniger Bodenerosion und geringere Nitratbelastungen von Bächen, Seen und Grundwasser.

Von: Rudolf Erhard

Stand: 21.03.2017

Landauf, landab ist er zu riechen, der teilweise scharfe Geruch der Gülle. Die wird derzeit von den Bauern auf die Felder gespritzt. Das in der Gülle enthaltene Nitrat ist Dünger für Pflanzenwachstum, kann aber auch Gewässer und Grundwasser belasten.

Zu hohe Nitratbelastung

Rund ein Viertel der bayerischen Grundwasserquellen erfüllt derzeit nicht die Vorgaben der EU. Wenn nichts passiert, befürchtet das bayerische Landesamt für Umwelt bis 2021 sogar eine zu hohe Nitratbelastung von 38 Prozent der Grundwasserquellen. Ausgehend von einer Überschreitung des natürlichen Nitratgehalts von 10 mg pro Liter.

Gemeindetag warnt vor freiwilligen Verpflichtungen

Wasser läuft aus einem Hahn in ein Glas | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Nitratwerte Bund Naturschutz für Gesetz statt Freiwilligkeit

Der neue "Wasserpakt" geht dem Bund Naturschutz nicht weit genug: An vielen Messstellen in Bayern würden die Grenzwerte für Nitrat überschritten – besonders häufig in Mittelfranken. Von Inga Pflug [mehr]

Der Bauerverband kommuniziert dagegen ganz andere Zahlen. Demnach würden 91 Prozent der Messstellen den strengen Nitrat-Schwellenwert von 50 mg pro Liter unterschreiten. Der heute vorgestellte neue Wasserpakt stößt bei den meisten Naturschutzverbänden auf Ablehnung, nur der Landesfischereiverband ist mit im Boot. Vom Bayerischen Gemeindetag kommt deshalb auch die Mahnung, die Zeit freiwilliger Verpflichtungen, wie beim Wasserpakt, sei vorbei, Bayern brauche ein stärkere Reduzierung des Nitrateintrags aus der Landwirtschaft. Das gehe nur mit der strikten Durchsetzung und Einhaltung rechtlicher Vorgaben.


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Kommentare

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Kritikwürdig , Dienstag, 21.März, 20:39 Uhr

10. CSU vs. Bauernverband

Eine CSU legt sich niemals mit dem Bauernverband an!
Ob Forst- oder Landwirtschaft, in Bayern geht es dabei immer um massiven Lobbyismusverdacht!
Ich habe einige Jahre beruflich mit Gewässerschutz und Kläranlagenbau zu tun gehabt und ich trinke freiwillig garantiert kein Wasser aus einer "Trinkwasser"- Leitung.
Ich bin davon überzeugt, dass selbst die echten oder selbst ernannten Experten keinen Schimmer davon haben, was alles im Grundwasser ist, insbesondere deshalb, weil es messtechnisch nicht erfassbar ist. Besonders die vielen Wechselwirkung werden überhaupt nicht erforscht und s.g. Grenzwerte werden nach wirtschaftlichen Nutzen für die Industrie und Landwirtschaft und nicht nach Gesundheitsaspekten festgelegt.
Alles könnte sich schnell ändern, wenn der Verbraucher an einer solche Vetänderung Interesse hätte. Anstatt einmal in der Woche top Fleisch zu nutzen, wird täglich Billigfleisch genutzt.
Es wird keine Lösung geben, solange die Eigengier den Menschen antreibt!

websaurier, Dienstag, 21.März, 10:53 Uhr

9. Lachen oder Weinen ?


Zwei CSU-Nullen paktieren....
Was für eine Heldentat !

Nachdem die "Freiwilligkeit" seit über 20 Jahren nicht ansatzweise funktioniert, ist so ein Pakt natürlich DIE Lösung!

Bernhard, Dienstag, 21.März, 09:27 Uhr

8. Brunner und Scharf unterzeichnen Wasserpakt

Was soll dabei rauskommen?
CSU Minister macht mit einem CSU Minister einen erneuten Wasserpakt.
Ich denke, wie oben beschrieben, die Menge macht's.
Wenn die restlichen Bauern immer mehr Kühe halten, dazu aber nicht die Felder haben, kann es auf Dauer nicht besser werden.
Und seit vielen Jahren wird doch die Belastung wie oben genannt, von der Landwirtschaft und seinem Ministerium bestritten.
Und ich erlebe das auch, was Frau Angela unter Beitrag zwei schreibt.

  • Antwort von RobertH, Dienstag, 21.März, 12:36 Uhr

    Wie ich auch Frau Angela schon geschrieben habe, wenn Sie das auch erleben, warum bringen Sie eventuelle Misstände nicht zur Anzeige? Handeln, wenn Misstände da sind. (Nicht nur bei diesem Thema) .....Stammtischparolen raushauen ist immer einfach! Oder sind es auch nur "gefühlte Misstände"?

Andreas, Dienstag, 21.März, 09:21 Uhr

7. Neue Konzepte

...für das "Güllemanagement" müssen her. Das geht bei der produzierten Menge los und hört bei der Verwertung und Entsorgung auf.
Was heute unterzeichnet wird, ist nur Augenwischerei, allenfalls wenige unverbindliche Lippenbekenntnisse. Die Landwirte sollen nicht weiter
belastet werden, Umwelt/Gewässerschutz bleibt nachrangig. So kann und darf es aber nicht weitergehen. Hier hoffe ich, dass es der EU gelingt,
Normen durchzusetzen, die nachhaltig dem Umweltschutz dienen.

websaurier, Dienstag, 21.März, 09:18 Uhr

6. Dreckige Zukunft !


Das ist nur Blendwerk !
Tatsache ist:
Atrazin im Grundwasser seit Jahren...Wer? Landwirte!
Glyphosat im Trinkwasser...Wer? Landwirte!
Zuviel Phosphat in Gewässern... Wer? Landwirte!
Viel zuviel Nitrat überall... Wer? Landwirte!

Noch Fragen???

  • Antwort von RobertH, Dienstag, 21.März, 11:44 Uhr

    Ja ich hätte noch eine Frage...was wollen Sie mit ihrer Aufzählung hier sagen...Lösungen wären angebracht, nicht nur Probleme zu benennen! ...na ja und die von Ihnen beschriebenen "Tatsachen" ...da machen Sie es sich viel zu einfach...mit der Materie auseinandergesetzt haben Sie sich definitiv nicht, denn sonst käme kein solcher Kommentar. Na ja die Saurier sind ja auch schon lange ausgestorben ;-)

  • Antwort von websaurier, Dienstag, 21.März, 13:11 Uhr


    @RobertH:

    Was will ich damit sagen? Ganz einfach:
    Bei dieser Faktenlage ist ein Wasserpakt mit "freiwilligen Verpflichtungen" ein Witz !!
    Allein der Terminus "Freiwillige Verpflichtung" ist schon der Kracher....

  • Antwort von highwayfloh, Dienstag, 21.März, 21:25 Uhr

    @websaurier: Ich hoffe Sie haben dann aber inzwischen alle Altbestände ordnungsgemäß entsorgt, was "private Pflanzenschutzmittel" anbelangt und ich spreche NICHT von "Roundup" sondern von dessen Vorgängern, welche sich heutzutage immer noch in so manchen "Altlagern" in Privathand befinden. Diese Mittel waren zum Teil noch schlimmer als "Roundup", aber gegen die Bauern wird gewettert.... schöne Scheinheiligkeit! Hautptsache der das Rasengitter in der Hofeinfahrt ist absolut "Unkrautfrei" nicht wahr? Im Übrigen: Nur weil wir Menschen unsere Ausscheidungen mittels Kanal ins Klärwerk weiterleiten, gelangen auch diese letztendlich ins Wasser und damit auch ins Grundwasser! Ausscheidungen sind Ausscheidungen egal ob von Mensch oder Tier, also bitte selbst Zurückhaltung üben, was entsprechende Ausscheidungen anbelangt! Sie Schützen damit ihr eigenes Grundwasser!

  • Antwort von websaurier, Mittwoch, 22.März, 11:54 Uhr


    Und was ist mit den Altbeständen der Landwirte ??
    Schon tonnenweise auf den Flächen entsorgt oder noch im Schuppen?

  • Antwort von highwayfloh, Mittwoch, 22.März, 19:22 Uhr

    Wenn die Argumente ausgehen, wird bekanntermaßen mit einer Gegenfrage geantwortet.

  • Antwort von websaurier, Donnerstag, 23.März, 08:56 Uhr


    Eine Antwort gebe ich Ihnen gerne:
    Die "Altbestände" werden mittels Problemstoffsammlung zusammengeführt und thermisch entsorgt.
    Landwirte habe ich bei diesen Sammelaktionen noch nie gesehen...
    Aber deren Entsorgungspraxis habe ich ja oben schon angeführt !

  • Antwort von highwayfloh, Donnerstag, 23.März, 20:46 Uhr

    @Websaurier: Das ist eine Vermutung von Ihnen, nichts weiter. Kein Landwirt ist verpflichtet mit Bulldog und Anhänger zum Wertstoffhof zu fahren um entsprechendes Material zu entsorgen, damit Sie es wohlwollend zur Kenntnis nehmen können.

  • Antwort von websaurier, Freitag, 24.März, 10:07 Uhr


    ...eine Vermutung, die sich mit Laboranalysen belegen lässt...
    Die Verpflichtung gibt es leider nicht, deshalb landet das Drecks-Zeugs ja dann dank unserer "umweltbewussten" Landwirte auf den Fluren und später im Grundwasser !

  • Antwort von highwayfloh, Freitag, 24.März, 19:57 Uhr

    @websaurier: Auf die Laboranlayse bin ich mal gespannt, aus der hervorgeht, dass genau ein spezielles µ einer chemischen Zusammensetzung speziell von einem "Landwirt" kommt. Im übrigen sollten Sie eines NICHT vergessen: Alles was sie an Nahrung konsumieren, muss irgendwo erzeugt werden und das REAL! Oder wollen Sie in Zukunft "Nahrung" aus dem 3-D-Drucker zu sich nehmen, was ja schon erforscht wird und das Zeugs ist rein chemisch basiert? Hmh?