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Höchste Warnstufe Große Waldbrandgefahr in Bayern

Hitze, Trockenheit, und keine Änderung in Sicht, denn es bleibt auch in den kommenden Tagen heiß. Dadurch steigt die Waldbrandgefahr. Vor allem Nordbayern ist betroffen. Hier gilt die höchste Warnstufe.

Von: Simon Emmerlich

Stand: 20.06.2017

Einsatzkräfte der Feuerwehr stehen am 29.03.2017 in der Nähe von Geretsried (Bayern) auf einer Straße in einem Waldstück. | Bild: dpa/picture-alliance/Sven Hoppe

Auch heute werden wieder die Maschinen der bayerische Luftrettung zu Beobachtungflügen ausschwärmen. Vor allem in Unterfranken sind die Wälder knochentrocken, sagt Peter Aichmüller, der Waldbrandbeauftragte der Regierung:

"Heute sind die Waldbrandgefahren sehr hoch, also bis Stufe fünf geht’s da, und das ist tatsächlich die höchste Stufe."

Peter Aichmüller, Waldbrandbeauftragter

Betroffen sind auch Oberfranken, die Oberpfalz, Teile Mittelfrankens sowie vereinzelt  Niederbayern und das nördliche Oberbayern. Gefährdet sind vor allem Standorte mit Nadelhölzern, sagt Förster Peter Aichmüller.

Am Osser im Bayerischen Wald ist es schon passiert: Eine strohtrockene Wiese hat plötzlich Feuer gefangen, über 200 Einsatzkräfte waren am vergangenen Wochenende im Einsatz. Ein Brand wie dieser könnte sich bei den derzeit hohen Temperaturen in Ostbayern wiederholen, warnen Fachleute.

"Die Kiefer ist eine Nadelbaumart, die lässt sehr viel Licht auf den Boden und auch sehr viel Wärme in den Bestand. Damit kann sich auch der Boden erwärmen und alles, was auf dem Boden liegt, wird dann relativ rasch trocken. Da kann schon mal ein Funke genügen, um dann ein Feuer zu entzünden."

Peter Aichmüller

Waldbrandgefahr in Bayern

Experten rechnen mit häufigeren Hitzeperioden

Vorsichtiges Verhalten im Wald

Bei Waldspaziergängen oder Holzarbeiten mahnt der Waldbrandexperte zu erhöhter Aufmerksamkeit. Niemand solle Streichhölzer oder Zigarettenkippen im Wald wegwerfen, und natürlich erst recht kein Feuer anzünden.

Durch den Klimawandel könnten in Zukunft Hitzeperioden immer häufiger werden. Die Förster wollen die Wälder deshalb langfristig mit mehr mit Laubbäumen durchmischen, denn die senken das Waldbrandrisiko.


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Kommentare

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Nadine, Mittwoch, 21.Juni, 04:35 Uhr

5. Waldbrandgefahr0

Einmal mehr sollte der Verkauf von Zigaretten europaweit verboten werden, denn Raucher werfen trotz Trockenheit im Wald oder Explosionsgefahr an Tankstellen einfach den Müll auf den Boden. Dass dadurch jedoch die Heimat etlicher Tiere und Pflanzen in Gefahr ist, dies wird billigend in Kauf genommen. Man würde ja " Steuern zahlen" gefolgt von anderen braunen Sprüchen. Man kann nur hoffen, dass die Wälder heile bleiben bzw. es bald wieder viel regnet.

  • Antwort von Nicht, Donnerstag, 22.Juni, 14:02 Uhr

    Ebenso Alkohol- und Glasflaschenverkauf sollte verboten werden. Denn Flüssigkeitenkonsumenten werfen trotz Trockenheit ihre Flaschen im Wald oder auf den Wanderwegen einfach auf den Boden.

EU-Fan, Dienstag, 20.Juni, 23:37 Uhr

4. Sinnvoller Vorschlag für die EU-Kommission...

...den Aufbau einer europäischen Luftfeuerwehr, die allen Mitgliedsländern zur Verfügung steht.

Portugal, Griechenland, Italien, Spanien und auch Deutschland werden das wohl in Zukunft vermehrt benötigen.
Dafür zahle ich gerne Steuern!

Sabine, Dienstag, 20.Juni, 21:27 Uhr

3. Waldbrandgefahr

Monokulturen halten kein Feuer auf, sagte gestern der Nachrichtensprecher wegen der Waldbrände in Bayern. Totholz liegen lassen, Mischwald, Büsche - dann trocknet es auch nicht so aus. Der Mensch ist so blöd, und dann immer das Gejammer. Die meisten Probleme sind doch menschegemacht. Aufwachen!!!

  • Antwort von Marianne, Dienstag, 20.Juni, 23:25 Uhr

    Einen Waldbrand aufhalten werden auch Laubbäume und Sträucher nicht, vielleicht mal etwas verzögern. An der A92 hat heute ein Mittelstreifen gebrannt - das war frisches Laubholz bzw Büsche.

Loeschsysteme, Dienstag, 20.Juni, 16:39 Uhr

2. Löschsysteme und Transportflugzeuge in der BRD und der EU

Warum hat die BRD und die EU keine "Modular Airborne FireFighting Systeme" für C-160 Transall und Lockheed C-130 Herkules Transportflugzeuge wie die USA?

Mit diesem System können 11000 Liter Löschwasser in einer Feuerregion mit einem Standard Transportflugzeug abgeworfen werden.

Vielleicht sollte sich Deutschland oder einige Bundesländer endlich für einige Millionen Euro neun dieser Systeme kaufen.

Die katastrophalen Feuer in Portugal waren ein weiterer Beweis für den Bedarf solcher Technik.

  • Antwort von Cosi , Dienstag, 20.Juni, 21:40 Uhr

    @Löschsysteme
    Wenn doch Geld genug da ist. könnte man das ja auch anschaffen. Das wäre sinnvoll.

  • Antwort von Wolfgang Thäter, Dienstag, 20.Juni, 21:55 Uhr

    Hatte die Bundeswehr schon vor gefühlten 30 Jahren für die Transall. Ob es die noch gibt? Ausgebildete Crews? Keine Ahnung, vermutlich nicht mehr.

Margit, Dienstag, 20.Juni, 08:55 Uhr

1. Waldbrandgefahr

Ich möchte bitten es doch mal eindringlich zu sagen vor allen dingen den jungen autofahrern und raucher ihre kippen nicht aus dem auto zu werfen!
schon mehrfach gesehen
danke margit

  • Antwort von Oliver S, Dienstag, 20.Juni, 09:06 Uhr

    Es sind nicht nur die jungen sondern alle Raucher die rücksichtslos ihre Kippen wegwerfen !
    Mir ist schon mal eine ins Cabrio geflogen.
    Wir von der Feuerwehr dürfen dann die durch rücksichtslose Raucher entstandenen Brände löschen.

  • Antwort von Thomas, Dienstag, 20.Juni, 12:10 Uhr

    Leider nicht nur die jungen
    am liebsten würd ich denen die Kippen, wenn sie an der Ampel oder sonst wo neben mir stehn, wieder zurück ins Auto werfen
    Aber heutzutage traut man sich so was nicht mehr...