6

Nach der Rekord-Dürre 2015 Waldbericht sieht leichte Erholung

Die Trockenheit des vorletzten Jahres hat dem Wald zu schaffen gemacht. Jetzt geht es ihm wieder besser - sagt der neue Waldbericht, den Forstminister Brunner am Vormittag im Landtag vorgestellt hat. Zwei Baumarten allerdings bleiben Sorgenkinder.

Von: Lorenz Storch

Stand: 08.11.2017

Herbstliche Buchen | Bild: colourbox.com

Ihnen geht es besser: die Buchen haben sich im Vergleich zum vergangenen Jahr merklich erholt, aber auch die Tannen und die Fichten. Sorgen macht den bayerischen Forstleuten dagegen die Kiefer: Obwohl sie eigentlich als Baum für trockenere Standorte galt, sehen viele Kiefern in den bayerischen Wäldern noch immer traurig aus, so Forstminister Helmut Brunner:

"Ich bitte da auch unsere Fachleute, möglichst rasch die Gründe herauszufinden, weil ansonsten müssten wir die Kiefer noch sorgfältiger beobachten und künftig vielleicht mit Alternativen arbeiten."

Helmut Brunner, CSU

Die Eschen leiden fatal unter einem eingeschleppten Pilz aus Asien, dem Eschentriebsterben, flächendeckend sind bereits zwei Drittel der Bäume befallen. Um gegenzusteuern, will Bayern die Forste zu stabilen Mischwäldern umbauen – kommt dabei aber nicht so schnell voran wie ursprünglich geplant.

Grund ist Personalmangel beim Forst, kritisiert die Opposition. Horst Arnold (SPD) etwa forderte, die Staatsforsten müssten mehr von ihrem Gewinn wieder in den Wald stecken.

"Es reicht nicht, die Schönheiten des bayerischen Waldes zu betonen, und dabei die Köpfe und Hände zu vernachlässigen, die ihn pflegen sollen"

Horst Arnold, SPD

Der Forstminister hingegen begründet den bisher langsamen Waldumbau mit der Zögerlichkeit privater Waldbesitzer, und verweist auf die "Waldumbauoffensive 2030": Als neue Zielmarke gelten jetzt 200.000 zu Mischwald umgebaute Hektar bis 2030. Das hatte das Kabinett beschlossen und auch 200 zusätzliche Stellen für die Forstverwaltung genehmigt.


6