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Dieselaffäre VW-Manager in den USA zu sieben Jahren Haft verurteilt

Wegen Vertuschung der Abgasmanipulationen bei Volkswagen ist ein Manager des Konzerns in den USA zu einer siebenjährigen Haftstrafe verurteilt worden.

Stand: 06.12.2017

Eine US-Flagge spiegelt sich in einem VW-Logo. | Bild: picture-alliance/dpa

Wie ein Sprecher des Bundesgerichts in Detroit am Mittwoch mitteilte, wurde gegen Oliver S. außerdem eine Geldstrafe von 400.000 Dollar verhängt. S. hatte sich schuldig bekannt, sonst hätte ihm womöglich eine noch härtere Strafe gedroht. Das ist die bislang härteste Strafe in der Diesel-Affäre.

Harte Strafe

Damit zeigte Richter Cox maximale Härte - das Strafgesetzbuch sieht für die Schmidt zur Last gelegten Verbrechen bis zu sieben Jahre Haft und eine Geldstrafe zwischen 40.000 und 400.000 Dollar vor. Schmidts Anwalt David DuMouchel hatte auf eine Gefängnisstrafe von drei Jahren und vier Monaten und eine Geldstrafe von 100.000 Dollar plädiert.

Volkswagen hatte im September 2015 nach Vorwürfen der US-Umweltbehörden eingeräumt, mit einer speziellen Software in großem Stil bei Abgastests getrickst zu haben. Die rechtlichen Konsequenzen auf Konzernebene sind durch Vergleiche mit Klägern in Nordamerika, für die VW inzwischen mehr als 25 Milliarden Euro an Kosten für Strafen und Entschädigungen verbucht hat, weitgehend abgeschlossen.


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