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Urheberrecht Vodafone muss Kinox.to blockieren

Ein Teil der Vodafone-Kunden kann seit einigen Tagen nicht mehr die umstrittene Streaming-Plattform Kinox.to. ansurfen. Die Internetwirtschaft sieht die Maßnahme kritisch.

Von: Christian Schiffer

Stand: 13.02.2018

Kinox.to | Bild: picture-alliance/dpa

Um Kinox.to war es eigentlich ruhig geworden in den letzten Jahren, früher galt das Streaming-Portal als berüchtigt. Zum einen, weil man auf dem Portal illegal Filme und Serien streamen konnte, zum anderen aber auch deswegen, weil man dazu vorher erst einmal den Bildschirm in mühevoller Klick-Arbeit von Porno-Bannern befreien musste. Dank legaler Streaming Konkurrenz spielt Kinox.to mittlerweile keine so große Rolle mehr wie früher, aber der Filmindustrie ist das Portal immer noch ein Dorn im Auge.

"Nicht verhältnismäßig"

Die Constantin Film AG hat deswegen per eine einstweiliger Verfügung Vodafone dazu gezwungen, Kinox.de zu blockieren. Betroffen von der Netzsperre sind allerdings nur die Kunden, die über das TV-Kabelnetz mit dem Internet verbunden sind. Laut dem Portal Netzpolitik.org sieht die Internetwirtschaft die getroffenen Maßnahme skeptisch, solche Sperren seien leicht zu umgehen und zudem nicht verhältnismäßig.

Droht eine Abmahnwelle?

Neben der Sperrung von Kinox.to wurde Vodafone dazu verdonnert, die Verbindugnsdaten von Kunden nicht zu löschen, die eine bestimmte Tauschbörse angesurft haben. Um welche Tauschbörse es sich dabei handelt, ist bislang nicht bekannt. Den Nutzern könnte in den nächsten Monaten aber möglicherweise Abmahnungen ins Haus flattern.


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