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Silverpush belauscht TV-Zuschauer US-Verbraucherschützer verwarnen Android-Entwickler

Die US-Verbraucherschutzbehörde Federal Trade Commission hat zwölf namentlich nicht genannte Android-Entwickler abgemahnt. Sie haben das vom gleichnamigen indischen Unternehmen entwickelte Siverpush-System in ihre Apps eingebaut. Silverpush lauscht, welches Fernsehprogramm ein Smartphone-Besitzer sieht.

Von: Achim Killer

Stand: 20.03.2016

Eine Frau spielt im Wohnzimmer ein bewegungsgesteuertes Spiel via TV. Viele Spiele lassen sich via Smartphone oder Tablet steuern. Wenn sie Zugriff aufs Mikrophon verlangen, kann das Probleme geben mit dem Datenschutz. | Bild: pa/dpa/Oliver Berg

Fernsehsender, die mit Silverpush kooperieren, senden für das menschliche Ohr nicht wahrnehmbare hohe Töne. Eine App mit integrierter Lauschfunktion aber kann sie hören.

Verdächtige Apps fordern Zugriff aufs Mikro

Dadurch wird es möglich, ein umfassendes Profil des Medienkonsumenten zu erstellen. Von Cross-Device-Tracking spricht man in solchen Fällen.

Die FTC hat die bemängelten Apps in Google’s App-Shop Play entdeckt. Sie kritisiert unter anderem, dass die Nutzer nicht darüber informiert werden, warum die Apps bei der Installation Zugriff auf das Smartphone-Mikrofon verlangen.

Vorsicht während der Installation schützt Privatsphäre

Die Firma Siverpush bestreitet, dass US-Stationen derzeit die fraglichen hochfrequenten Töne senden. Zum Schutz der Privatsphäre empfiehlt es sich, bei der Installation einer App kritisch zu überprüfen, warum sie bestimmte Rechte verlangt. Besonders der Zugriff aufs Mikro sollte nur gestattet werden, wenn es einen plausiblen Grund dafür gibt.


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NSA Fan, Montag, 21.März, 07:38 Uhr

1. Irgendwann krabbelt die NSA aus dem Lautsprecher...

...oder irgendwelche Datenabsauger.

Solange ich das LAN Kabel noch abklemmen kann ist es noch freiwillig. Wer weiß, irgendwann werden wir mit IoT zwangsläufig ständig mit dem Netz verbunden sein.
Dann ist tschüß mit privacy...