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Nach Sturm in Nordsee Ölplattform wieder sicher

Bei Stürmen in der Nordsee hat eine Riesenwelle vor Norwegen eine Bohrplattform getroffen, die inzwischen aber wieder gesichert ist. Doch ein Mann kam bei dem Vorfall ums Leben. Indes gibt es im hochwassergeplagten Großbritannien nur leichte Entspannung.

Stand: 31.12.2015

Hohe Wellen vor der Küste Norwegens hatten Arbeiter auf mehreren Ölplattformen zeitweise in Gefahr gebracht. Mehrere davon mussten vorübergehend evakuiert werden. Der getötete Mann war 53 Jahre alt. Er sei in der Nacht zum Donnerstag durch eine Riesenwelle im Ölfeld "Troll", westlich von Bergen, ums Leben gekommen, teilte die Betreiberfirma Statoil mit. Zwei weitere Menschen seien verletzt worden. Die schwimmende Plattform wurde geräumt und konnte mit eigenem Antrieb zum Festland fahren. Statoil hatte die sogenannte Halbtaucherbohrinsel angemietet. Zum Zeitpunkt des Unglücks war die Förderung den Angaben zufolge wegen schlechten Wetters eingestellt.

Hunderte Menschen werden ausgeflogen

Beim Ölfeld "Valhall" vor der norwegischen Küste mussten etwa 380 Menschen von mehreren Plattformen in Sicherheit gebracht werden, weil ein losgerissener Lastkahn auf sie zutrieb. BP Norway zufolge wurden mehr als 230 Menschen von diesen Plattformen zu nahe gelegenen Ölfeldern geflogen. Die Firma ConocoPhilips teilte zudem mit, dass sicherheitshalber 145 Mitarbeiter vom Eldfisk-Feld nördlich von "Valhall" ausgeflogen wurden.

Lastkahn driftet knapp an Plattform vorbei

Laut der Schiffsbesitzerfirma Eide Marine ist der 110 Meter lange unbemannte Kahn inzwischen wieder befestigt und befindet sich auf dem Weg nach Norwegen. Der Lastkahn hatte das Valhall-Ölfeld zuvor mit einem Kilometer Abstand passiert. Auch der Sprecher von BP Norway gab Entwarnung. Die Ölfirmen wollen nun ihre Arbeit fortsetzen.

Nur leichte Entspannung in Großbritannien

Derweil hat sich die Lage in den britischen Hochwassergebieten etwas entspannt. In einigen Gebieten Nordenglands sind die Wasserstände bereits zurückgegangen. Allerdings waren in Schottland nach wie vor etwa 3000 Häuser ohne Strom, wie BBC berichtet. Dr Nordatlantik-Sturm "Frank" hat Schottland am stärksten getroffen. In Ayrshire mussten Soldaten ein Dutzend Passagiere teilweise mit Hubschrauber aus einem Bus befreien, der in den Wassermassen gestrandet war. Sturm «Frank» war die dritte Flutwelle innerhalb eines Monats in Großbritannien.


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