Angebot aus der Staatskanzlei Seehofer lädt Windkraftgegner ein
Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat am Samstag (26.01.13) in Salz (Lkr. Rhön-Grabfeld) Vertretern von unterfränkischen Bürgerinitiativen gegen Windkraft zugesagt, sie im Februar zu einem Gespräch einzuladen. Die Aktivisten sind gegen den Bau von Windanlagen in Ortsnähe.
Die Windkraftgegner forderten einen Abstand von mindestens 3.000 Metern zwischen Windkraftanlagen und Wohnbebauungen. Bürgerinitiativen aus Hendungen, Sondheim und Aubstadt im Landkreis Rhön-Grabfeld, aus Rothhausen und Rannungen im Landkreis Bad Kissingen oder aus Buch und Kleinmünster im Landkreis Hassberge waren am Samstag nach Salz gekommen. Seehofer unterbreitete den Aktivisten folgendes Gesprächsangebot: "Der größte Schatz den wir haben, das sind neben den Menschen unsere Landschaft und unsere Natur. Deshalb würde ich den Vorschlag machen, dass wir uns bei mir in der Staatskanzlei einmal treffen, um diesen Zielkonflikt so aufzulösen, dass wir etwas finden, womit ihr gut leben könnt." Seehofer lud die Windkraftgegner gemeinsam mit Rhön-Grabfeld Landrat Thomas Habermann (CSU) im Laufe des Februars zu einem Gespräch in die Staatskanzlei ein.
Bürgerinitiativen fürchten um Lebensqualität
Die Mitglieder der Bürgerinitiative aus Hendungen fürchten etwa, dass sie im Norden, Westen und Süden von einem geplanten Windpark mit 27 Windkraftanlagen regelrecht eingekesselt werden. "Wer will hier leben?", heißt es auf einem Flyer. Die Vertreter der Bürgerinitiative von Kleinmünster wollen zehn geplante Windkraftanlagen auf einer Linie in einem Waldgebiet zwischen Sailershausen und Kleinmünster verhindern. Diese würden unter anderem die Landschaft, Natur und die Menschen beispielsweise durch bislang nicht erforschte Auswirkungen durch Infraschall stark beeinflussen, argumentieren die Aktivisten. In der Allianz der Bürgerinitiativen "Gegenwind Unterfranken" sind auch Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen unter anderem aus Neuses am Sand, aus Karbach und Erlach bei Marktheidenfeld und Enheim bei Würzburg vertreten.

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Volker, Montag, 28.Januar, 19:18 Uhr
2. Windkraft im Wald
Leider hat es unsere Regierung sehr eilig, die WEA auch an nicht windhöffigen Standorten schnell aufzustellen. Wirtschaftlich gesehen sehr großer Schwachsinn. Und als Flächen bieten sich die Wälder an. Lasst uns unser größtes Naturgut - ja Herr Seehofer - doch so ganz schnell zerstören. Und die Räder werden dann nichtmal genug Wind für einen großen Gewinn haben. Schade, alles umsonst.
Jutta Eckardt, Montag, 28.Januar, 10:16 Uhr
1. Windkraftanlagen in Rhön-Grabfeld
Schon den ganzen Vormittag höre ich in Bayern 1 in den Regionalnachrichten die Kurzbeiträge zum Besuch des Ministerpräsidenten in Salz bei Bad Neustadt. Die BI Gegenwind Franken hatte dort Gelegenheit, dem Ministerpräsidenten ihre Sichtweise darzustellen. Nun berichten Sie stündlich unter anderem von Windkraftanlagen in der Rhön. In der (bayerischen) Rhön ist kein einziges Windrad geplant., obwohl die Windausbeute dort viel effizienter wäre. Die Windkraftanlagen sollen im Landkreis Rhön-Grabfeld ausschließlich im Grabfeld stehen. Die Rhön wird nicht "verschandelt" ( O-Ton des Bürgermeisters von Bad Bocklet).Es ist also ein Problem der Grabfeld-Gemeinden, deren reizvolle Kulturlandschaft sicher nicht so bekannt ist wie die Rhön, und für die sich viele Menschen trotz Jahrzehnte langer Nachteile durch die Nähe der Zonengrenze als Lebensmittelpunkt entschieden haben. Vielleicht können Sie das bei Ihrer Berichterstattung korrigieren. Herzliche Grüße aus dem Grabfeld - Jutta Eckardt