Unterfranken

Vereinter Protest Fränkische Windkraftgegner kämpfen gemeinsam

Die Windkraft in Franken soll künftig stärkeren Gegenwind bekommen. Windkraftgegner aus Unterfranken, Oberfranken, Mittelfranken und der Oberpfalz haben sich am Sonntag (10.02.13) zusammengeschlossen.

Stand: 10.02.2013
Seehofer trifft unterfränkische Windkraftgegner in Salz (Lkr. Rhön-Grabfeld) | Bild: BR-Mainfranken/Norbert Steiche

Um den Zusammenschluss zu besiegeln, haben sich die Windkraftgegner in Mittelfranken getroffen. Das erklärte Katharina Quabius, die Sprecherin des Zusammenschlusses unterfränkischen Windkraftgegner aus Hendungen im Landkreis Rhön-Grabfeld, am Freitag dem Bayerischen Rundfunk.

Kampf gegen Naturzerstörung

Die Windkraftgegner fordern unter anderem einen Abstand von mindestens 3.000 Metern zwischen Windkraftanlagen und Wohnbebauungen. Bislang liegt der Mindestabstand bei 800 Metern. Sie kämpfen nach eigenen Angaben auch gegen Windkraftanlagen an "unrentablen, naturzerstörenden und gesundheitsgefährdenden" Standorten.

Viele Initiativen vereint

In dem Zusammenschluss unterfränkischer Windkraftgegner sind bislang elf Bürgerinitiativen aus Hendungen, Sondheim und Aubstadt im Landkreis Rhön-Grabfeld, aus Rothhausen und Rannungen im Landkreis Bad Kissingen oder aus Buch und Kleinmünster im Landkreis Haßberge vertreten. Weitere Bürgerinitiativen aus Neuses am Sand im Landkreis Kitzingen, aus Karbach und Erlach bei Marktheidenfeld und Enheim bei Würzburg haben sich angeschlossen.

Infraschall und "Kessel"

Die Vertreter der Bürgerinitiative in Hendungen beispielsweise fürchten, dass sie im Norden, Westen und Süden von einem geplanten Windpark mit 27 Windkraftanlagen "eingekesselt" werden. Die Vertreter der Bürgerinitiative von Kleinmünster wollen zehn geplante Windkraftanlagen auf einer Linie in einem Waldgebiet zwischen Sailershausen und Kleinmünster verhindern. Diese würden Natur und Mensch beispielsweise durch bislang nicht erforschte Auswirkungen von Infraschall stark beeinflussen, so die Initiative.


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4 Kommentare

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frmann, Freitag, 03.Mai, 14:33 Uhr

4. Sankt Florians Prinzip

Atomkraft will keiner mehr, wohin mit dem Atommüll wissen wir noch immer nicht. Wollen wir die Energiewende schaffen, brauchen wir einfach auch Windkraft. Die vorgebrachten Argumente sind doch scheinheilig, Letztendlich geht es wenigen Anwohnern nur darum, dass sich um ihren Wohnort herum nichts ändert. Wer lesen kann (und ehrlich ist) muss zugeben, dass sich Windräder auch in Bayern an vielen Standorten rentabel betreiben lassen (bayr. Windatlas, TÜV Gutachten) und das Infraschall von Windrädern keine relevante Beeinträchtigung ist (Umweltbundesamt). Ein paar Nörgler gibt es immer, die nach dem Sankt-Florians-Prinzip handeln.

Markert Matthias, Dienstag, 05.März, 10:38 Uhr

3. Windpark

Hallo zusammen, wir kommen hier aus dem kleinen Binsbach und haben letzte Woche auch eine Bürgerinitiative gegründet. Wir fordern auch größere Abstände kann uns jemand Infos geben.

neeser, Mittwoch, 13.Februar, 08:36 Uhr

2. Landschaftverschandler

so wie die Planung für Windräder jetzt läuft,kanns nicht weitergehen,keine Rücksicht auf das Landschaftsbild-das ist unerträglich.!! Es gibt angeblich kein Recht auf einen
optischen Landschaftsgenuß, das muß sich ändern und ebenso dieses Geblinke in der Nacht.
In diesem Jahr sind Wahlen ,wählt diese Grünen und schwarz-roten Befürworter doch einfach ab!!