Unterfranken

Metallindustrie Mainfranken Arbeitgeber rechnen mit Stellenabbau

Die aktuelle Konjunkturumfrage des Verbands bayerischer Metall- und Elektroarbeitgeber verheißt für Mainfranken wenig Gutes: Die Unternehmen in der Region rechnen mit einem Abbau von Arbeitsplätzen. Kritik kommt von der IG Metall.

Stand: 16.01.2013
Produktion bei SKF in Schweinfurt | Bild: picture-alliance/dpa

"Die Beschäftigungspläne sind mit einem Saldo von zehn Prozent negativ" - so steht es einigermaßen verklausuliert in einer Mitteilung der Metall- und Elektroarbeitgeber über die aktuellen Konjunkturaussichten der unterfränkischen Unternehmen. Konkrete Zahlen nennt der Verband nicht, aber eines scheint klar: Die wirtschaftliche Lage in der Branche hat sich merklich abgekühlt.

Seitwärts statt Vorwärts

Manfred E. Neubert vom Arbeitgeberverband in der Region Main und Rhön äußerte am Mittwoch (16.01.13) im Bayerischen Rundfunk eine ernüchternde Prognose: "2012 und 2013 erleben wir zwei schwache Jahre in der unterfränkischen Metall- und Elektroindustrie." Verantwortlich seien die mäßigen Entwicklungen der Weltkonjunktur, die Rezession in der Eurozone sowie die Investitionsschwäche im Inland. Für die erste Jahreshälfte 2013 erwarten die Arbeitgeber daher eine weitere Verschlechterung des Konjunkturklimas. Über das gesamte Jahr 2013 gesehen sei "maximal mit einer Seitwärtsbewegung zu rechnen", so Neubert. Man müsse deshalb "zu einer vernünftigen Lohnpolitik" zurückkehren.

IG Metall mit anderen Prognosen

Kritik an diesen Aussagen kommt von der Gewerkschaft. Der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Würzburg, Walther Mann, hat im Bayerischen Rundfunk die Prognosen von Manfred E. Neubert als "reine Taktik im Tarifstreit" kritisiert. Ihm seien andere Konjunkturprognosen bekannt, so Mann. Er selbst rechne im zweiten Halbjahr 2013 mit einem deutlichen Aufschwung. Mit den schlechten Voraussagen wollten die Arbeitgeber "Druck auf die Beschäftigten ausüben", so der Gewerkschafter. Derzeit arbeiten in der mainfränkischen Metall- und Elektroinstrie etwa 76.000 Menschen.


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