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Gedenken in Schweinfurt 18-jährige schwangere Polin von Gestapo erschossen

Die "Initiative gegen das Vergessen" erinnert heute in Schweinfurt mit Schülern und Lehrern des Bayernkollegs an den Mord an der polnischen Zwangsarbeiterin Zofia Malczyk. Sie war kurz vor Kriegsende ermordet worden.

Stand: 21.03.2017

Schulflur Bayernkolleg | Bild: Bayerischer Rundfunk

Die 18-jährige schwangere Frau war vor 72 Jahren, am 21.03.1945, nahe des Schweinfurter Leopoldina-Krankenhauses von einem Gestapo-Mann erschossen worden. Die junge Frau war wegen angeblicher Plünderungen auf der Wache der Kriminalpolizei im heutigen Harmonie-Gebäude inhaftiert. Nach einem Gang entlang der Bahnlinie und durch ehemalige Gärten erschoss der Gestapo-Mann die Frau.

Täter gingen straffrei aus

Der Gestapo-Mann wurde von einem zweiten Polizisten begleitet. Die Behörden erklärten die beiden 1955 wegen Totschlags schuldig. Sie gingen aber straffrei aus. Heute um 16.30 Uhr wird an einem vor mehreren Jahren gesetzten Gedenkstein nahe des Leopoldina-Krankenhauses der jungen Frau gedacht.

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Mann, Dienstag, 21.März, 08:36 Uhr

2. Erinnern

Und der Gestapo-Mann hat keinen Namen ?

Truderinger, Dienstag, 21.März, 08:00 Uhr

1.

In Zeiten wieder aufkeimenden Rechtsextremismus in Europa kann man nicht oft genug an solche Gräueltaten erinnern!