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Weinlese 2017 Frankens Winzer ziehen Bilanz

Vor gut einem Monat hat in Franken die Weinlese begonnen – so früh wie noch nie. Nun sind die Trauben eingefahren. Zeit für eine Bilanz in einem Jahr, das vor allem von Wetterkapriolen geprägt wurde.

Stand: 12.10.2017

Heute ziehen der Fränkische Weinbauverband, die Landesanstalt für Weinbau und die Fachberatung für Kellerwirtschaft beim Bezirk Unterfranken gemeinsam Bilanz. "Das war die schwierigste Weinlese, die ich je erlebt habe - wir sind am Ende wirklich auf dem Zahnfleisch gegangen", sagte Artur Steinmann, Winzer und Präsident des Fränkischen Weinbauverbandes dem BR.

Erst Spätfrost, dann Wachstum, dann zu viel Regen

Denn für die Winzer war 2017 ein Jahr voller Kapriolen: Erst gab es Spätfröste, dann begann in den Weinbergen eine Turbo-Vegetation – das Laub an den Rebstöcken wuchs förmlich in den Himmel. Im Juli gab es örtlich Hagelschauer, die schwere Schäden verursacht haben. Und dann kam im August und September viel zu viel Regen. Die Trauben quollen auf, wurden schnell reif und es bildete sich Fäulnis.

Während der Lese, mit der manche Winzer bereits am 8. September begannen, war viel Handarbeit gefordert. Denn die faulen Trauben mussten herausgeschnitten werden, um gesundes Lesegut in die Keller zu bringen.

"Die Witterung mit Regen, Gott sei Dank kühlen Nächten jetzt im September, hat uns sowas von angetrieben, damit wir schnell ernten. Damit wir die Trauben schnell rein bekommen. Wir sagen: Gesundheit vor Reife. Das wird den Jahrgang 2017 auch geschmacklich etwas prägen."

Artur Steinmann, Präsident des Fränkischen Weinbauverbandes

"Wir haben doppelt so lange wie üblich gebraucht und mussten ein Viertel der Trauben wegschneiden", so Winzer Andreas Weigand aus Iphofen. Er  hat seine acht Hektar komplett von Hand gelesen. Doch nun steht Weigand wie Weinbaupräsident Artur Steinmann im Keller und ist mit dem Ergebnis rundum zufrieden.

"Der 17er ist für mich – was ich bisher probiert habe, das dürften so 500 bis 600 Weine sein – ein Wein, den man sich vorstellen kann wie eine schöne Bergkapelle: kristallklar, sehr zart. Eben keine Kathedrale, kein Dom und deshalb sind die 2017er Weine eine wunderbare Ergänzung zu den sehr mächtigen, massiven Weinen aus 2015 oder den sehr fruchtbetonten des Jahrgangs 2016."

Weinfachberater Hermann Mengler


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Op Marken, Freitag, 13.Oktober, 09:04 Uhr

3. Subventionen

Es darf gefragt werden, warum der Steuerzahler die unterfränkische Weinwirtschaft durch eine Abteilung "Fachberatung Kellerwirtschaft und Kellertechnik“ beim Bezirk Unterfranken subventionieren muss.
"Man sagt heute, dass Alkohol mehr als 200 Krankheiten oder Symptome auslösen kann – oder Krankheiten, die bereits bestehen, verschlechtern", sagt Seitz. Schon geringe Mengen können Darm- und Brustkrebs auslösen. Ein viertel Liter Wein am Tag erhöht zum Beispiel das Risiko für Brustkrebs um 25 Prozent. Für den Professor ist die wissenschaftliche Datenlage eindeutig. Umso mehr wundert sich Seitz darüber, dass es immer wieder Studien gibt, die das Gegenteil behaupten. Je mehr Menschen eingeredet wird, dass Alkohol gesund ist, desto höher der Umsatz."

„Etwa 40 Menschen sterben in Deutschland an den Folgen von Alkohol. Jeden Tag. Es ist klar, wie gefährlich Alkohol ist..... Doch die Alkoholindustrie tut alles, um schärfere Regeln zu verhindern."

Op Marken, Freitag, 13.Oktober, 08:49 Uhr

2. Leiter Fachberatung beim Bezirk Unterfranken

Irgendwelche Qualififaktionen muss ein „Leiter Fachberatung Kellerwirtschaft und Kellertechnik“ beim Bezirk Unterfranken doch vorweisen! Die Fähigkeit zu sinnfreiem Geblubbere qualifiziert doch allemal und allerorten für leitende Positionen!

websaurier, Donnerstag, 12.Oktober, 13:52 Uhr

1. Sinnfreies Geblubbere....


... "Der 17er ist für mich – was ich bisher probiert habe, das dürften so 500 bis 600 Weine sein – ein Wein, den man sich vorstellen kann wie eine schöne Bergkapelle: kristallklar, sehr zart."...

Seit wann sind Bergkapellen kristallklar und zart ?
Wohl doch zu viele Weinproben besucht...