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Prozess in Schweinfurt Versicherungsbetrüger sollen 3,5 Millionen Euro ergaunert haben

3,5 Millionen Euro sollen vier Versicherungsvermittler ergaunert haben. Dafür müssen sich die Männer im Alter von 42 bis 68 Jahren vor dem Landgericht Schweinfurt verantworten. Jetzt haben Staatsanwaltschaft und Gericht einen Deal abgeschlossen.

Stand: 14.11.2017

Versicherungsschein Lebensversicherung | Bild: picture-alliance/dpa/Schoening Berlin

Die Staatsanwaltschaft hat für die vier angeklagten sogenannten Versicherungsvermittler im Alter von 42, 58, 58 und 68 Jahren in ihrem Plädoyer Bewährungsstrafen zwischen einem Jahr fünf Monaten und zwei Jahren gefordert.

"Deal" mit Staatsanwaltschaft

Die Männer hatten gestanden, Versicherungsgesellschaften innerhalb von drei Jahren über 1.000 getürkte Verträge untergejubelt zu haben. Mit den Kunden sollen sie vereinbart haben, dass sie die Beiträge für einen bestimmten Zeitraum übernehmen und die Versicherungsnehmer die Verträge dann wieder kündigen. Dafür haben die Angeklagten hohe Provisionen eingestrichen: insgesamt rund 3,5 Millionen Euro.

Zwischen der Staatsanwaltschaft und dem Gericht war es laut einem Sprecher des Landgerichts Schweinfurt zu einer Art "Deal" gekommen, denn bei der Beweisaufnahme aller Fälle hätten rund 100 Zeugen geladen werden müssen. Zudem hätte sich das gesamte Verfahren vermutlich Monate hingezogen. Das Urteil soll am Montag fallen.


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