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Brutaler Angriff auf Polizisten "Reichsbürger" zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt

Das Amtsgericht Schweinfurt hat einen 68-Jährigen "Reichsbürger" wegen Urkundenfälschung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und Beleidigung verurteilt. Der Mann erhielt eine Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren.

Stand: 15.11.2016

Richter, Gesetzbuch | Bild: picture-alliance/dpa

Bereits vor der Verurteilung war der 68-Jährige unter anderem wegen Volksverhetzung und Verwendung von verfassungswidrigen Organisationen vorbestraft. Er war laut Medienberichten Anfang Juni mit seiner 53-jährigen Lebensgefährtin mit seinem Auto unterwegs, als es zur Auseinandersetzung mit der Polizei kam.

Fahrzeugkontrolle eskaliert

Am Wagen soll nur ein Fantasiekennzeichen angebracht gewesen sein. Auf dem Kennzeichen soll "Preußische Legion Königsberg" gestanden haben und das TÜV-Ablaufzeichen soll gefälscht gewesen sein. Eine Polizeistreife wollte das Paar bei Machtilshausen im Landkreis Bad Kissingen kontrollieren und forderte kurz darauf Verstärkung an. Die Fahrzeugpapiere zeigte der Mann nicht vor. Das Paar stieg nicht aus, als es von den Polizisten dazu aufgefordert worden war.

Polizeibeamte angegriffen

Als einer der Polizeibeamten den Zündschlüssel abziehen wollte, um eine Flucht zu verhindern, schlug der Mann nach ihm. Der Beamte wurde an der Stirn verletzt. Als die Polizisten den Mann dann unter Zwang aus dem Wagen holten wollten, griff dieser nach einem Metallrohr und schlug in Richtung Kopf eines Beamten. Der konnte sich nur mit einer Hand über dem Kopf gegen den Schlag schützen. Als der 68-Jährige gefesselt war, soll er die Beamten unter anderem als "Stasi-Penner", "SS" und "Merkel-Gestapo" bezeichnet haben.


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