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Erforschung von Blutplättchen Uniklinik Würzburg erhält knapp 400.000 Euro Förderung

Transfusionsmediziner des Uniklinikums Würzburg bekommen fast 400.000 Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für die Thrombozytenforschung. Durch diese Forschung wird versucht, die Entstehung von Autoimmunerkrankungen zu bekämpfen.

Stand: 13.10.2017

Die Biochemikerin Dr. Anna Kobsar, Prof. Dr. Markus Böck, der Direktor des Instituts für Klinische Transfusionsmedizin und Hämotherapie des Uniklinikums Würzburg, die Technische Assistentin Katja Weber und der Transfusionsmediziner Dr. Jürgen Kößler. | Bild: Anja Haas/ Uniklinikum Würzburg

Das Institut für Klinische Transfusionsmedizin und Hämotherapie des Uniklinikums Würzburg erhält knapp 400.000 Euro. Diese Förderung  der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) soll die Erforschung von Thrombozyten, also Bluttplättchen, finanzieren. So sollen künftig Autoimmunerkrankungen verhindert werden. Thrombozyten sind ein wichtiger Bestandteil des Immunsystems, erklärt Dr. Jürgen Kößler vom Institut für Klinische Transfusionsmedizin und Hämotherapie des Uniklinikums Würzburg.

"Thrombozyten sind nicht nur für die Blutstillung und Blutgerinnung von Bedeutung, sondern wirken auch als Bestandteil des Immunsystems. Sie sind in der Lage, mit verschiedenen Immunzellen zu interagieren. Dabei können sie zur Entstehung von Autoimmunerkrankungen beitragen"

Jürgen Kößler, Institut für Klinische Transfusionsmedizin und Hämotherapie des Uniklinikums Würzburg

Realisierung von Forschungsplänen

Mit der Förderungssumme kann die Arbeitsgruppe von Dr. Anna Kobsar und Dr. Jürgen Kößler ihr dreijähriges Forschungsvorhaben realisieren. Ihre Grundlagenforschung zur Biochemie von Thrombozyten zielt letztlich darauf ab, das Auftreten von Transfusionsreaktionen und die Entstehung von Autoimmunerkrankungen zu vermeiden. Ziel des Projekts sei es, zu verstehen, wie die Toll-like-Rezeptorfunktion, die die Aktivierung von Genen steuern, durch den Eiweiß-Stoffwechsel in den Thrombozyten reguliert wird. So möchten die Forscher mögliche pharmakologische Ansatzpunkte finden.


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