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Elfjährige erschossen Trauer in Unterschleichach

In Unerschleichach, einem Ortsteil von Oberaurach (Lkr. Haßberge) ist es in der Silvesternacht zu einem tödlichen Vorfall gekommen: Eine Elfjährige wurde mit einer Kleinkaliberwaffe erschossen. Der gesamte Ort trauert um das Mädchen.

Stand: 04.01.2016

Thomas Sechser, der Bürgermeister der Gemeinde Oberaurach, zeigte sich im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk entsetzt. Unterschleichach ist ein Ort mit rund 450 Einwohnern. Laut Sechser wurden rund 15 Meter von dem Ort, an dem die Elfjährige stand, Feuerwerkskörper abgeschossen. Die Elfjährige war dem Rathauschef zufolge in Unterschleichach zu Besuch. Das Kind stammt aus Burgebrach im Landkreis Bamberg.


Die über viele Jahre alleinerziehende Mutter des Mädchens macht Ihre Trauer bewusst öffentlich. Sie hofft darauf, dass der Schütze sich stellt.

"Wer hat meine Tochter erschossen? Ich kann nicht begreifen, dass man so etwas tun kann. Ich weiss nicht, wie es weitergehen soll. (...) Meine Tochter war für mich auch eine Freundin. Sie war mein Schutzengel, ein absoluter Sonnenschein."

Die Mutter des Mädchens in einem Interview mit bild.de

Das Mädchen war zum ersten Mal allein in der Silvesternacht unterwegs, berichteten mehrere Medien nach Interviews mit seiner Mutter.

Polizei geht von Einzelfall aus

Laut Staatsanwaltschaft Bamberg war das Kind von einem Projektil aus einer Kleinkaliberwaffe getroffen worden. Die Elfjährige stand in der Silvesternacht mit Erwachsenen und anderen Kindern in Unterschleichach auf der Straße "Am Käppela". Etwa um ein Uhr nachts traf der Schuss das Kind in den Kopf. Es brach daraufhin bewusstlos zusammen und der Rettungsdienst brachte das schwerverletzte Kind in ein Krankenhaus. Dort starb das Mädchen in den Morgenstunden. Sowohl ein vorsätzlicher Schuss als auch ein Unfall können als Tathergang nicht ausgeschlossen werden. Anwohner müssen sich aber derzeit wohl keine Sorgen um ihre Kinder machen, betonen die Ermittler.

"Wir gehen nicht davon aus, dass dort jemand mutwillig auf Kinder schießt. Das Beste wäre natürlich, wenn sich derjenige selbst meldet, der die Waffe dabei hatte."

Kathrin Thamm, Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Unterfranken

Obduktion schafft Klarheit

Anfangs war von einem metallischen Gegenstand die Rede, von dem das Kind getroffen worden war. Inzwischen steht fest, dass es sich um ein Projektil handelte. Dieses hatten Gerichtsmediziner bei der Obduktion im Schädel der Schülerin entdeckt.


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Artus, Montag, 04.Januar, 22:17 Uhr

11. Ermittlungen der Polizei abwarten

In einem solch kleinen Ort gibt es immer wieder eine Mauer des Schweigens. Der Polizei wird es durch Nachbohren gelingen den Täter zu finden. Etwas Geduld wird es freilich brauchen.

Bernd, Montag, 04.Januar, 21:31 Uhr

10. Warum geschieht so wenig?

ich finde es wäre sinnvoll gewesen hier kurzfristig im engeren Umkreis Hausdurchsuchungen zu machen - in einer so kleinen Ortschaft waren ja bestimmt nicht lauter Fremde ich bin der Meinung da geschieht viel zu wenig oder?? Was tut denn unsere Polizei hier sinnvolles??

Veritas, Montag, 04.Januar, 18:49 Uhr

9. Trauer

Mag sein, dass es ein tragischer Unfall war. Allerdings sollten sogenannte "legale Waffenbesitzer " u,ae. mehr VERANTWORTUNG zeigen und nicht bloedsinnig und ohne Sinn und Verstand in der Gegend HERUMBALLERN! Besonders perfide und schamlos ist , dass sich dieser Sportschuetze oder sonstige WAFFEN- NARR (Betonung auf NARR) nicht meldet. Vielleicht ist dieses " feige Maennchen" garnicht berechtigt eine Waffe zu tragen - oder ? Schade, dass viele Menschen nicht heiter, froehlich und umsichtig FEIERN koennen - ohne das Leben von unschuldigen Mitmenschen zu zerstoeren.

Jürgen Kuran aus Hasloch am Main, Montag, 04.Januar, 17:52 Uhr

8. Bin Opa, habe Kinder, und Ja ich bin Sportschütze.

Mein tiefstes Beileid an die Mutter des Sonnenschein,
mein tiefstes Beileid an alle die diesen Sonnenschein nicht mehr strahlen sehen.
Ja ich bin Sportschütze und habe jetzt gerade Tränen in den Augen.
Helft alle.
Ein Kleinkalieberprojektiel fliegt weiter als 1000m.
Alle Sportschützen brauchen eine Sachkunde und es kann nicht sein dass ein Berechtigter für eine Waffe diese zu einem Anlass auserhalb eines Schießstandes abfeuert.
Die Polizei weis wo und in welchem Bereich gesucht werden muss und auch nach was genau, es ist eine kleine Nadel im Heuhaufen.
Stell Dich und vor dem Gesetz, der Rest deines Lebens ist mit einer Schuld behaftet.

Südsachse, Montag, 04.Januar, 13:38 Uhr

7. Unbegreiflich!

Wie tief ist die Menschheit gesunken? Wir fühlen mit den Betroffenen und hoffen, dass der Verursacher dieser Tragödie seiner gerechten Strafe zugeführt werden kann.