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SEK-Einsatz in Bad Neustadt Hinweise auf Waffenversteck

Nach einem Zeugenhinweis über möglichen Waffenbesitz hat die Kripo Schweinfurt mit Unterstützung eines Spezialeinsatzkommandos die Wohnung eines 33-Jährigen durchsucht. Laut Polizei wurden keine verbotenen Schusswaffen gefunden.

Stand: 21.03.2017

Polizisten auf Streife (Symbolbild) | Bild: picture-alliance/dpa

Nachdem bei der Polizei Bad Neustadt an der Saale ein Hinweis eingegangen war, dass der 33-Jährige im Besitz von scharfen Pistolen und Langwaffen sein soll, wurde durch die Staatsanwaltschaft Schweinfurt ein richterlicher Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des Mannes erwirkt. Die Durchsuchung erfolgte am vergangenen Dienstagmorgen (14.03.2017) durch Kräfte der Kripo Schweinfurt mit Unterstützung eines Spezialeinsatzkommandos. Das hat die Polizei jetzt mitgeteilt.

Keine unerlaubten Waffen gefunden

Bei der Durchsuchung stellten die Beamten in der Wohnung des Mannes ein Springmesser, knapp 40 Gramm Haschisch und verschiedene Rauschgiftutensilien sicher. Die Polizisten entdeckten auch mehrere Luftdruck- und Softair-Waffen, für deren Besitz es jedoch keiner speziellen Erlaubnis bedarf. Am vergangenen Samstag erhielt die Polizei erneut einen Hinweis, diesmal über verdächtige Facebook-Posts des 33-Jährigen. Auf seinem Profil seien unter anderem zahlreiche Bilder mit Langwaffen und er selbst in Tarnkleidung zu sehen gewesen.

Zweiter Besuch der Polizei

Daraufhin machten am Samstag sich noch einmal Beamte in Zivil auf den Weg zur Wohnung des Mannes, wo diesmal auch die "erlaubnisfreien" Waffen zur Gefahrenabwehr sichergestellt wurden. Gegen den 33-Jährigen laufen nun Ermittlungsverfahren wegen eines Verstoßes nach dem Betäubungsmittelgesetz und bezüglich des sichergestellten Springmessers wegen eines Verstoßes nach dem Waffengesetzt. Ein weiterer sichergestellter Gegenstand wird laut Polizei noch hinsichtlich eines möglichen Verstoßes nach dem Waffengesetz überprüft.

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Kommentare

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Chris, Donnerstag, 23.März, 07:41 Uhr

4. Waffen

Es ist schon fraglich dass es schon genügt, zu behaupten dass ein Mitbürger Waffen besitzt. Um so eine Durchsuchung seiner Wohnung zu bekommen. Warum fährt die Polizei nicht mit ner Streife erstmal hin, und fragt nach? Dann hätte es sich so geklärt. Wenn man bedenkt dass die Polizei eigentlich wegen Schusswaffen vorort ist, und nicht wegen den sichergestellten Drogen und dem Springmesser.

Außerdem frage ich mich, aus welchem Grund die erlaubnisfreien Waffen abgenommen wurden? Nur weil er es im Internet gepostet hat? Dann müsste man vielen Airsoftspielern, Sportschützen und Jägern die Waffen abnehmen. Wie paradox doch Deutschland ist, solange es im Geheimen passiert ist es okay. Aber wehe man zeigt es in der Öffentlichkeit. Außerdem finden viele Menschen Actionfilme toll und spielen Egoshooter am Rechner. Aber wenn sie eine Waffe sehen, bekommen sie Angst.

birkhahn, Dienstag, 21.März, 11:30 Uhr

3. Hausdurchsuchung

Wenn das so war wie berichtet, reicht es bereits für eine Hausdurchsuchung, wenn ich zur Polizei gehe und sage, ich vermute mal das mein Nachbar verbotene Schusswaffen besitzt. In der früheren DDR war es wohl auch so ähnlich. Schlechte Zeiten für den deutschen Normalbürger. Anders sieht es für den Wohnungseinbrecher aus. Er kann zehn mal einbrechen bis er statistisch einmal erwischt wird. Dann bekommt er max. als Ersttäter eine Bewährungsstrafe welche ihn nicht juckt. Dann kann er erneut zehn mal einbrechen bis er ein zweites mal erwischt wird. Dann bekommt er - falls nicht jugendlich - ein paar Monate. Hier wird die U-Haft angerechnet, ein Drittel wird ihm geschenkt, ist er Ausländer, was vorkommt, bekommt er die Hälfte geschenkt. Das bedeutet: Bei Leuten ohne pfändbares Einkommen und Vermögen ist unser Strafrecht mittlerweile faktisch wirkungslos.

websaurier, Dienstag, 21.März, 10:00 Uhr

2. Gefahr lauert überall !


Meine Nachbarin läuft öfters mit einem großen Messer durch den Garten!
Angeblich würde Sie nur "Petersilie schneiden"...
Ich glaub ihr kein Wort!

Will sie "mir ans Leder"?

Dieter, Dienstag, 21.März, 07:50 Uhr

1. Fotos bei Facebook genügen?

Mir wurde mal beigebracht, die Unverletzlichkeit der Wohnung ist ein hohes Gut und darf nur unter ganz strengen Auflagen Verletzt werden.
Es gab noch eine Erklärung dazu wie wichtig dieses Grundrecht sei und wie es sich im dritten Reich ohne dieses Recht gelebt hatte.
Selbiges gilt für Eigentumsrechte.
Gut, die erste Durchsuchung war gemäß richterlichem Durchsuchungsbeschluss wohl vertretbar, aber der zweite Besuch um dann auch legal besessene Gegenstände mitzunehmen würde ich als schikanös empfinden.
Fotos in Tarnkleidung und "Waffen" die bereits zuvor als "Erlaubnisfrei" identifiziert wurden auf Facebook lassen die Polizei erneut ausrücken?
Was kommt als nächstes?
Wird Axel Milberg hochgenommen wenn er Fotos vom nächsten Tatortdreh bei Facebook postet?
Wird Swating der neue Trend in Deutschland?
Schon bedenklich wie sich die Wahrnehmung von Bürgerrechten in Deutschland verschiebt.