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Prozess gegen Schleuser Türkischer Lkw-Fahrer steht in Schweinfurt vor Gericht

In Schweinfurt wird heute der Prozess gegen einen mutmaßlichen Schleuser fortgesetzt. Der 46-jährige türkische Lkw-Fahrer soll im Februar 2015 sechs Syrer auf seiner Ladefläche von der Türkei nach Deutschland gebracht haben.

Stand: 16.11.2016

Symbolbild: Mann in Handschellen | Bild: picture-alliance/dpa/Boris Roessler

Die Männer waren offenbar fünf Tage und Nächte in dem Brummi, der Fracht für einen Schweinfurter Automobilzulieferer geladen hatte. Der Lkw fuhr durch Bulgarien, Serbien, Kroatien und Österreich nach Deutschland.

10.000 Euro pro Mann kassiert

Die sechs Männer mussten an den Grenzen immer mucksmäuschenstill sein, um nicht entdeckt zu werden. Sie schliefen in Schlafsäcken und mussten ihre Notdurft in Flaschen und Beutel verrichten. Bei Unterspiesheim (Lkr. Schweinfurt) mussten die sechs Männer den Lkw verlassen. Sie wurden dort von Polizisten aufgegriffen.

Der Fahrer will nicht gewusst haben, dass die sechs Männer auf seiner Ladefläche waren. Die Männer hatten in Istanbul jeweils 10.000 Euro für die Schleusung nach Deutschland bezahlt. Der Angeklagte war mit einem europäischen Haftbefehl in Bulgarien festgenommen und dann nach Deutschland ausgeliefert worden.

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  • zur Sendungshomepage Regionalnachrichten aus Mainfranken von 6.00 bis 18.00 Uhr, jeweils zur vollen und halben Stunde, Bayern 1

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