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Schlangenlinien auf A3 Mann versuchte Beifahrerin aus PKW zu stoßen

Ein Schlangenlinienfahrer auf der A3 war in der Nacht zum Mittwoch Auslöser für eine Verfolgungsfahrt, die in Hessenthal (Lkr. Aschaffenburg) mit der Festnahme des 26-Jährigen endete. Die Polizei ermittelt u.a. wegen eines versuchten Tötungsdelikts.

Stand: 21.04.2017

Symbolbild: Blaulicht an einem Polizeiauto | Bild: imago

Kurz vor Mitternacht waren bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken Mitteilungen über einen Pkw eingegangen, der in Schlangenlinien auf der A3 unterwegs war. Zwischen den Anschlussstellen Rohrbrunn und Weibersbrunn stellten die Beamten den weißen Fiat fest, der in Schlangenlinien über alle Fahrspuren fuhr. Als der Fiat-Fahrer die Streifenwagen mit eingeschaltetem Blaulicht bemerkte, versuchte er zu flüchten und verließ die Autobahn an der Anschlussstelle Weibersbrunn.

Verfolgungsfahrt endete in Hessenthal

Nach der Ausfahrt fuhr der Fiat in entgegengesetzte Richtung in den Kreisverkehr und setzte seine Flucht in Richtung Hessenthal fort. In der Folge schaltete der Fahrer die Fahrzeugbeleuchtung aus und geriet mehrfach auf die Gegenfahrbahn. Vor dem Ortseingang Hessenthal kam der Pkw schließlich von der Fahrbahn ab und prallte gegen das Ortsschild, zwei Leitpfosten und eine Kurvenwarntafel. Anschließend steuerte das Fahrzeug quer über die Fahrbahn hinweg und prallte gegen den Randstein. Der Pkw kam zum Stillstand und der Fahrer wurde vorläufig festgenommen.

Polizei ermittelt wegen versuchter Tötung

Bei dem Fahrer handelt es sich um einen 26-jährigen Mann, der in Österreich wohnt. Aufgrund seiner offenbar schlechten gesundheitlichen Verfassung wurde der Mann vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Auf dem Beifahrersitz im Fiat saß eine vier Jahre jüngere Frau, die angab, mit dem 26-Jährigen befreundet zu sein. Nach dem aktuellen Sachstand gehen die Beamten davon aus, dass der 26-Jährige versuchte, die Frau während der Fahrt aus dem Fahrzeug zu stoßen. Bei hoher Geschwindigkeit soll er die 22-Jährige abgeschnallt und zeitgleich versucht haben, mit der anderen Hand die Beifahrertür aufzudrücken.

26-jähriger in Justizvollzugsanstalt

Er soll während der Fahrt auch mehrfach gedroht haben, die junge Frau umzubringen. Die Hintergründe der Tat sind derzeit noch völlig unklar. Jedoch ergaben sich im Zuge der ersten Ermittlungen Hinweise darauf, dass der 26-Jährige möglicherweise unter dem Einfluss von Rauschgift stand. Ob Drogenkonsum zu seinem auffälligen Verhalten geführt haben könnte, ist noch Gegenstand der andauernden Ermittlungen. Am Donnerstagmorgen konnte der Tatverdächtige aus dem Krankenhaus entlassen werden. Er wurde noch am selben Tag auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht vorgeführt. Dieser erließ gegen den 26-Jährigen Untersuchungshaftbefehl wegen versuchten Totschlags. Nach der Eröffnung des Haftbefehls wurde der dringend Tatverdächtige in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.


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