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Schaeffler in Elfershausen Betriebsrat sieht kaum noch Chancen für Standort

Der Schaeffler-Standort Elfershausen steht wohl endgültig vor dem Aus. Auch der Betriebsrat rechnet nun kaum noch damit, dass das Werk mit seinen 270 Beschäftigten zu retten sein wird.

Von: Jochen Wobser

Stand: 06.02.2017

Im Bayerischen Rundfunk zitierte Betriebsratsvorsitzender Michael Walter am Montag (06.02.17) den für Elfershausen zuständigen Geschäftsleiter bei Schaeffler, Rudolf Lenhart. Dieser habe "klipp und klar" gesagt, dass sich Elfershausen "vom Werk verabschieden" müsse. Die Standortschließung sei demnach für Schaeffler "nicht mehr verhandelbar", so Michael Walter. "Dies müssen wir jetzt auch einmal zur Kenntnis nehmen".

Kampf für zukunftsträchtigeres Produkt

Auf einer Mitarbeiterversammlung hatte der Betriebsratsvorsitzende die Belegschaft am Freitag (03.02.17) über die jüngste Entwicklung informiert. Dabei ging es auch um das offenbar im Raum stehende Angebot, dass Beschäftigte an den Schaeffler-Standort in Schweinfurt wechseln sollen. Bis zuletzt hatte der Betriebsrat vergeblich dafür gekämpft, dass anstelle der defizitären Sparte der Rillenkugellager ein zukunftsträchtiges Produkt aus dem Bereich der E-Mobilität in Elfershausen angesiedelt wird.

Ausgleich für unentgeltliche Arbeitsleistungen?

Nach dem Aus für den Standort gehe es für den Betriebsrat nun darum, "für alle Beschäftigten, eine bestmögliche Lösung zu finden", so Walter. Künftig müssten nun "die Rahmenbedingungen für solche Versetzungen nach Schweinfurt abgesteckt werden". Wichtig sei außerdem, ob den Beschäftigten von Elfershausen ein Ausgleich für die seit der Krise 2006 unentgeltlich eingebrachten Arbeitsstunden gezahlt wird. Diese und andere Fragen sollen nun im Rahmen des eingeleiteten Mediationsverfahrens geklärt werden.

Gewerbesteuer droht einzubrechen

Fraglich sei auch, wie es mit der Marktgemeinde Elfershausen weitergehen soll, so Michael Walter. Wenn Schaeffler tatsächlich dicht machen sollte, würden der Gemeinde etwa 50 Prozent der Gewerbesteuer wegbrechen. Hier habe Schaeffler auch eine soziale Pflicht, Elfershausen nicht einfach im Regen stehen zu lassen. Als Leiterin des Mediationsverfahrens wurde die SPD-Politikerin und ehemalige Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags Susanne Kastner eingesetzt.

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namenlos, Dienstag, 07.Februar, 10:55 Uhr

5.

Es ist doch nur logisch diesen uralten laden endlich zu schließen. Fixkosten bei diesem Wasserkopf , das kann keiner bezahlen.
Sonst über sw gemotzt und jetzt wollen sie alle kommen.

  • Antwort von niemand, Dienstag, 07.Februar, 20:49 Uhr

    niemand wil nach sw . darum gehts ja !hoffentlich entlohnt die blöd schäffler die erbrachten zusatzstunden mit min. 15€ /std alles andere ware ein witz

Ich, Dienstag, 07.Februar, 07:35 Uhr

4. Kapitalismus vs. Kommunismus

Nun, Fam. Schaeffer ist nicht durch Führen defizitärer Geschäfte reich geworden. Deutschlands Wohlstand gründet nun mal auf der freien Marktwirtschaft und nicht im Kommunismus - wobei ja auch dieser nicht wirklich funktioniert. Evolutionär sind wir Menschen nunmal auf schnneller/besser/weiter gepolt, und ist es deshalb auch schlimm für die einzelnen Mitarbeiter, so ist der Vorgang in Elfershausen letztlich nur logisch und hat mit der Politik nicht wirklich was zu tun.

Mustermann, Montag, 06.Februar, 22:15 Uhr

3. Gier

Was bitte hat die Politik mit der unersättlichen Gier der Eignerfamilie zu tun?
Diese ehrenwerte Leute sind schon die reichsten in D und die werden sich sicher nicht von 270 MA die Butter vom Brot nehmen lassen!

Montobeni, Montag, 06.Februar, 18:34 Uhr

2.

Was willst im Herbst für Partei wählen,wenn unsere Politiker bei sowas nichts machen und nur zuschauen wie die Werkschließungen von sich gehen. Es wird nicht die Letzte sein .Armes D.

Namenlos, Montag, 06.Februar, 16:04 Uhr

1.

Hat die Statistik für 2016 nicht gepaßt und schon werd zum rundum Schlag ausgeholt.Der kleine Mann ( MA ) kann gehen.- so is es in D.
Unsere VOLKSVERTRETER schau zu.