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Neues Denkmal in Schweinfurt Schäfer und Sachs in Bronze gegossen

Georg Schäfer und Ernst Sachs gehören in Schweinfurt zu den bedeutendsten Unternehmerpersönlichkeiten. Heute haben die beiden Industriellen ein Denkmal erhalten – im wahrsten Sinne des Wortes.

Stand: 21.09.2016

Georg Schäfer (links) und Ernst Sachs | Bild: dpa / Montage: BR

Den rund 2,5 Tonnen schweren und 2,20 Meter hohen Sandsteinmonolith hat der Förderverein der "Gesellschaft Harmonie" gestiftet. Er wurde unweit des Theaters enthüllt.

Erstes Denkmal, das beide Persönlichkeiten ehrt

"Beide Unternehmerpersönlichkeiten haben die Stadt Schweinfurt durch ihre Erfindungen, ihr Organisationstalent, ihren Wagemut, ihre Fürsorge und ihre Fähigkeit, ein Unternehmen mit Erfolg zu führen und zur Weltgeltung weiter zu entwickeln, stark geprägt. Unsere Heimatstadt wäre sicherlich ohne diese beiden Unternehmer in den letzten 100 Jahren nicht zu dem gewachsen, was wir an Lebensqualität hier täglich empfinden dürfen."

Förderverein Gesellschaft Harmonie Schweinfurt

Auf dem Stein ist eine vom Üchtelhäuser Künstler Peter Vollert gestaltete bronzene Tafel angebracht, auf denen die wichtigsten Lebensdaten mit den Konterfeis von Georg Schäfer und Ernst Sachs angebracht sind. In der Stadt gibt es bislang kein Denkmal, auf dem an die beiden "Geheimen Kommerzienräte" gemeinsam erinnert wird.

Ernst Sachs

Ernst Sachs wird 1867 geboren. Der Tüftler heiratet in die Schweinfurter Wälzlagerindustrie ein und meldet 1894 sein erstes Fahrradnaben-Patent an. 1895 gründet er gemeinsam mit Karl Fichtel  die "Schweinfurter Präcisions-Kugellager-Werke Fichtel & Sachs". 1903 entwickelt er die Torpedo-Freilaufnabe – ein Meilenstein in der Geschichte des Fahrrads und zugleich ein Verkaufsschlager. Sachs finanziert soziale Einrichtungen, darunter ein Hallenbad in Schweinfurt. Dort ist heute die Kunsthalle beheimatet. 1932 stirbt er an Leukämie.

Georg Schäfer

1925 erbt Georg Schäfer (geboren 1896) von seinem Vater ein Drittel des Unternehmens, das ab 1941 den Namen FAG Kugelfischer trägt. Bei einem Bombenangriff werden 1943 83 Prozent des Schweinfurter Werks zerstört, das Ende des Wälzlagerunternehmens scheint besiegelt. Doch Georg und sein Bruder Otto lassen sich nicht unterkriegen. Sie nehmen nach dem Krieg die Geschäftsführung wieder auf und werden so Teil des Wirtschaftswunders. Später macht sich Georg Schäfer einen Namen als Kunstsammler und -mäzen. Der Industrielle stirbt 1975. Seine Gemäldesammlung ist heute im „Museum Georg Schäfer“ beheimatet. 

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