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Psychologie an der Uni Würzburg Mehr Masterplätze nach studentischem Widerstand

Eine gute Nachricht für Würzburger Psychologiestudenten: 28 zusätzliche Master-Studienplätze werden kurzfristig an der Julius-Maximilians-Universität geschaffen. Das teilte der Würzburger Landtags-Abgeordnete Oliver Jörg (CSU) mit.

Stand: 18.10.2016

Studierfähigkeit  | Bild: colourbox.com

Erleichterung herrscht nun bei den Studenten und Professoren der psychologischen Fakultät in Würzburg. Der Würzburger CSU-Abgeordnete Oliver Jörg teilte mit, dass die Universität Würzburg die Anzahl der Masterplätze kurzfristig wieder erhöht. 28 zusätzliche Plätze gibt es nun zum laufenden Wintersemester. Weitere 26 Plätze sollen zum Sommersemester 2017 dazukommen. Landtagspräsidentin Barbara Stamm und Mitglied des Landtags Oliver Jörg hatten sich an den Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle gewendet, als sie von dem Missmut der Studenten gehört hatten. Das Ministerium reagierte prompt und bat die Universität Würzburg die Zahl der Master-Plätze wieder zu erhöhen.

Widerstand hatte sich bei den Würzburger Psychologie-Studenten geregt, als bekannt wurde, dass zum Wintersemester 2016/2017 nur noch 50 Masterstudienplätze angeboten werden. Im Jahr zuvor waren es noch 84 Plätze für Master-Studenten an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg. Zum Sommersemester 2017 sollte die Zahl der Masterplätze sogar noch weiter gesenkt werden, auf 35 Master-Plätze.

Aufstand von Studenten und Professoren

Die Reduzierung der Master-Plätze im Fachbereich Psychologie wurde jetzt zurück genommen. Weitere 28 Bewerber werden nun für das aktuelle Wintersemester 2016-2017 angenommen und können ihr Studium der Psychologie in Würzburg fortsetzen.

Für viele Psychologie-Studenten an der Universität Würzburg war nach dem Bachlor Schluss. Einen Master-Studienplatz haben sie nicht bekommen.

Die Psychologie-Studenten in Würzburg wollten die Senkung der Master-Plätze nicht akzeptieren. Mit einem Bachelor-Abschluss in Psychologie alleine gehen die Berufsaussichten quasi gegen Null. Erst der Masterabschluss qualifiziert die Studenten für die Berufsbezeichnung "Psychologe". Außerdem ist der Master-Abschluss Voraussetzung, um anschließend eine Ausbildung zum Psycho-Therapeuten machen zu können.

"Wer Psychotherapeut werden will, der braucht den Master. Deshalb ist es wichtig, dass wir hinreichend Plätze haben und umso dankbarer bin ich, dass das Wissenschaftsministerium gemeinsam mit der Universität Würzburg Lösungen gefunden hat, nochmals 28 Master-Plätze und zum kommenden Sommer-Semester nochmals 26 Plätze  zur Verfügung zu stellen. Damit müsste man klarkommen, sodass jetzt am Ende ein Happy End zu verzeichnen ist."

Oliver Jörg (CSU), Landtagsabgeordneter aus Würzburg

Doppelter Abiturjahrgang des Jahres 2011 immer noch spürbar

Ein Sprecher der Universität Würzburg erklärt, warum die Anzahl der Master-Plätze zunächst gesenkt wurde: "Grund für die Reduzierung der Studienplätze ist das Auslaufen eines Sonderprogramms zur Förderung von Masterstudienplätzen, das der Freistaat Bayern als Antwort auf den doppelten Abiturjahrgang aufgelegt hatte." Andere Masterstudiengänge seien von der Senkung nicht betroffen, heißt es von der Universität Würzburg.

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