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Gedenken an Nazi-Opfer Adressänderung der Würzburger Psychiatrie

In einer feierlichen Zeremonie wird heute Vormittag die Adressänderung des Würzburger Zentrums für psychische Gesundheit vollzogen. Statt in der "Füchsleinstraße 15" hat die Klinik im Stadtteil Grombühl künftig die Adresse "Margarete-Höppel-Platz 1".

Stand: 23.09.2016

Symbolbild Psychiatrie-Reform | Bild: colourbox.com

Die 1892 in Würzburg geborene Margarete Höppel litt ab ihrem 23. Lebensjahr an Epilepsie und lebte bis 1940 in der Heil-und Pflegeanstalt Werneck. Als die Nationalsozialisten die Anstalt räumten, wurde auch Margarete Höppel verschleppt und vermutlich in der Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein ermordet. Auf Initiative des Zentrums für Psychische Gesundheit steht Margarete Höppels Name nun stellvertretend für die Würzburger Opfer der sogenannten Euthanasiemorde – zum Gedenken und als Mahnung zugleich.

Initiative von der Einrichtung selbst

Die vom Würzburger Stadtrat im Juni 2016 beschlossene Umbenennung geht auf die Initiative des Zentrums für psychische Gesundheit der Universität Würzburg zurück. Bei der Zeremonie werden neben Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt auch Vertreter der Universität sprechen.

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Uwe Ostertag, Freitag, 23.September, 09:52 Uhr

1. Strassenumbenennung

Mag sein, dass man jemanden ehren will, aber das Dumme daran ist, einen alteingefleischten Straßennamen umzubenennen, denn dadurch kommt doch erst ein Chaos der Orientierung zustande. Es wird überall gebaut, und in irgend einem Neubaugebiet hätte man diesen Namen auch unterbringen können. Namen sind eh nur Schall und Rauch und diese Frau kennt auch keiner, da dieses nicht zum Allgemeinwissen gehört