4

Polizeiauto gerammt Verfolgungsjagd bei Volkers

Im Wald bei Volkers hat ein Bad Brückenauer Polizist am Donnerstagvormittag einen gestohlenen Geländewagen entdeckt. Als die von ihm angeforderte Verstärkung eintraf, flüchtete der 19-Jährige. Er wurde wenig später festgenommen.

Stand: 23.09.2016

Polizeiauto im Rückspiegel | Bild: picture-alliance/dpa

Am Donnerstag (22.9.) entdeckte ein Polizist gegen 11.50 Uhr einen gestohlenen Geländewagen in einem Waldstück nahe der A7-Anschlussstelle Volkers. Wie sich herausstellte, war das Fahrzeug in der Nacht zuvor in Nordrhein-Westfalen gestohlen worden. Der Polizeibeamte informierte sofort die Einsatzzentrale und forderte Unterstützung an. Am Steuer des gestohlenen Autos saß ein 19-Jähriger ohne Führerschein. Als weitere Polizisten eintrafen, gab der junge Mann plötzlich Gas und flüchtete in Richtung Staatsstraße.

"Meine Kollegen von der Polizeiinspektion Bad Brückenau wollten den Pkw auf dem Feldweg in dem Waldstück anhalten. In diesem Moment gab der 19-jährige Fahrer aber Gas und fuhr direkt auf  meine Kollegen zu. Sie mussten zur Seite springen, um nicht von dem Fahrzeug erfasst zu werden. Ein Kollege wurde sogar noch vom Außenspiegel des Fluchtfahrzeugs getroffen."

Polizeisprecher Björn Schmitt

Die Polizei gab einen Schuss in Richtung eines Reifens des flüchtenden Fahrzeugs ab. Verletzt wurde dabei niemand. Am Ende des Feldweges rammte der 19-Jährige mit dem Geländewagen einen Streifenwagen, mit dem er am Weiterfahren gehindert werden sollte. Sowohl das fliehende Fahrzeug als auch der Polizeiwagen wurden dabei schwer beschädigt. Dies hinderte den jungen Mann jedoch nicht daran, seine Flucht mit qualmenden Reifen in Richtung Bad Brückenau fortzusetzen. Etwa 100 Meter nach der Anschlussstelle Volkers/Bad Brückenau kam der Geländewagen rechts von der Fahrbahn ab und neben der Straße zum Stehen.

Selbst als das Auto kaputt war, rannte er weiter

Der 19-Jährige stieg aus und rannte über eine angrenzende Wiese. Nach etwa 200 Metern wurde er von den Einsatzkräften eingeholt und vorläufig festgenommen. Bei der Verfolgung zu Fuß stürzte ein Polizeibeamter und zog sich dabei ebenfalls leichte Verletzungen zu. Die weiteren Ermittlungen hat inzwischen die Kriminalpolizei Schweinfurt übernommen.

Die Nacht zum Freitag verbrachte der 19-Jährige in einem Haftraum. Der Ermittlungsrichter am Amtsgericht Schweinfurt erließ gegen ihn einen Untersuchungshaftbefehl wegen des dringenden Verdachts des besonders schweren Falls des Diebstahls, gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, unerlaubten Entfernens vom Unfallort und Fahrens ohne Fahrerlaubnis.

Sendungsinfo

  • zur Sendungshomepage Regionalnachrichten aus Mainfranken von 6.00 bis 18.00 Uhr, jeweils zur vollen und halben Stunde, Bayern 1

Alle Regionen

Regionen Bayerns Region Unterfranken auswählen Region Mittelfranken auswählen Region Oberfranken auswählen Region Oberpfalz auswählen Region Niederbayern auswählen Region Oberbayern auswählen Region Schwaben auswählen

4

Kommentare

Inhalt kommentieren

Bitte geben Sie höchstens 1000 Zeichen ein.

Spamschutz * Bitte geben Sie das Ergebnis der folgenden Aufgabe als Zahl ein:

Hans Holtz, Freitag, 23.September, 23:18 Uhr

1. Beinah wie das Hornberger Schießen.

Wenn es nicht so ernst wäre, könnte man darüber schmunzeln. Es muss erst eine Menge an Schäden angerichtet werden und müssen sich noch Polizisten verletzen. Aber es ist ja leider so, wir sozialisierten und überaus humanisierten Deutschen dürfen ja nicht schießen. Also, unsere Polizisten. Denn wir Bürger haben sowieso kein Recht dazu, uns oder unser Eigentum mit der Waffe zu verteidigen.