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Erfolgloser Antrag Pokémon Go immer noch nicht abgeschaltet

Die Bayerische Schlösser- und Seenverwaltung wartet immer noch auf die Abschaltung des Smartphonespiels Pokémon Go in fünf Parks und Anlagen. Immer mehr Spieler hatten Blumenbeete zertrampelt und Müll hinterlassen.

Stand: 22.09.2016

Pokemon-Go-Spielerin in Hannover (Archivbild) | Bild: picture-alliance/dpa

Bereits Anfang August wurde bei der amerikanischen Pokémon-Betreiberfirma Niantic der Antrag gestellt, das Spiel in den Anlagen in Würzburg, Bamberg, Bayreuth, Coburg und Schloss Nymphenburg im Münchner Westen abzuschalten. Immer mehr Spieler hätten laut Schlösserverwaltung Blumenbeete zertrampelt, und Müll in den Parks hinterlassen. Einige wären sogar an den Mauern der Veste Coburg herumgeklettert.

Bisher kein Erfolg

Wie Ines Holzmüller von der Schlösser- und Seenverwaltung dem BR am Donnerstag (22.09.16) mitteilte, habe Niantic darauf zunächst "sehr zeitnah" reagiert und mitgeteilt, den Antrag zu prüfen und das Spiel dann abzuschalten. Allerdings sei bisher keine Abschaltung erfolgt, so Holzmüller: "Wir prüfen das ständig mit Smartphones nach, aber bisher ist da nichts passiert." Zwar habe die Schlösser- und Seenverwaltung Verständnis, dass es "durchaus noch sensiblere Bereiche gibt als die bayerischen Schlossgärten, wo eine Prüfung und Abschaltung dann auch Vorrang haben muss", so Holzmüller. Man erwarte aber durchaus, dass bald etwas passiert. Einige Spieler wären sogar an den Mauern der Veste Coburg herumgeklettert.

"Es geht nicht nur um Müll und zertrampelte Rosen wie im Würzburger Hofgarten, sondern auch um Unfallschutz für die Pokémon-Spieler."

Ines Holzmüller, Pressesprecherin der bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung

Die Spieler würden sich auf der Monsterjagd in teils gefährliche Situationen bringen, beispielsweise auf hohe Mauern klettern. Die Schlösser- und Seenverwaltung will sich nun eine interne Frist setzen und falls nötig spätestens bis Ende Oktober erneut bei der Betreiberfirma auf eine Abschaltung drängen.

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Kommentare

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Kyle, Freitag, 23.September, 09:44 Uhr

3.

Nur weil die zu faul sind Ordnungspersonal einzustellen? Hoffe niantic sperrt nicht. Sonst kommen noch ganze Städte auf den Trichter. Oh da liegen Kaugummis böses Pokémon go.

David Becker, Freitag, 23.September, 08:22 Uhr

2. Das wird helfen

Ich fände es ja interessant wenn es auf eine Klage Raus laufen würde einfach nur um zu sehen wer Recht bekommt...

Erik, Donnerstag, 22.September, 14:33 Uhr

1.

Bin mal gespannt, was diesen Spieleentwicklern als nächtes für ein Schwachsinn einfällt.

  • Antwort von Mortis , Donnerstag, 22.September, 18:09 Uhr

    Schwachsinn ? Eine App die auf einem uralten Prinzip sich innerhalb von weniger als 3 Stunden zum meist heruntergeladen Hit entwickelt ist wohl alles andere als das... Schwachsinn ist die Forderung der Abschaltung von Servern in bestimmten Gebieten, da ein allumfassendes Netz die Grundlage des Spiels ist... Außerdem leitet nintendo bzw die Pokémon Company bereits rechtliche Schritte ein... Da es alles rechtlich gesichert ist, ist die Forderung eine lächerliche Zeitverschwendung

  • Antwort von Wie bitte?, Donnerstag, 22.September, 20:05 Uhr

    @Mortis
    Soso, ein allumfassendes Netz ist die Grundlage des Spiels. Klar, deshalb funktioniert es in ländlicheren Gebieten auch so gut.
    Es müsste auch keine Anträge auf Abschaltung geben, wenn die Spieler ihren Anstand und ihr Hirn nicht in dem Moment abschalten würden, in dem sie die App aktivieren.
    Was ist so schwer daran, anderen nicht mit seinem Spiel auf den Nerv zu gehen und fremden Besitz zu achten?

  • Antwort von Mortis, Donnerstag, 22.September, 22:03 Uhr

    Fremden Besitz achten ? Du projizierst gerade eine Handvoll Fehlverhalten auf 60 mio + Spieler... Natürlich, ist ja genau wie bei den Ausländern... Sind ja eh alle schlecht und bringen nur Ärger ??

  • Antwort von Tino, Freitag, 23.September, 08:52 Uhr

    Die Länderverwaltungen für Schlösser und Gärten sind offenbar ein Sammelbecken der alten Garde der Blockierer. Alles, was neu ist, gehört bekämpft. In Bayern Pokemon Go, in Hessen scheitern Radwegeverbindungen in Kassel daran, dass die Hessische Landesverwaltung sich weigert, endlich Radfahrer in der Karlsaue generell zuzulassen, wie es in städtischen Parks seit Jahrzehnten eine Selbstverständlichkeit ist!

  • Antwort von Wie bitte?, Freitag, 23.September, 14:04 Uhr

    @Mortis
    Wie hier jetzt die Verbindung zu Ausländern sinnvoll herzustellen ist, ist mir doch eher schleierhaft, aber bitte, das muss wohl heutzutage bei jedem Thema sein. Unabhängig davon kann ich mich nicht entsinnen, Ihnen das Du angeboten zu haben.