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Nitratbelastung Unterfranken liegt im bayernweiten Schnitt

Heute wird in München der Wasserpakt Bayern unterzeichnet. Wasserversorger, Landwirte und Verbände wollen sich verpflichten die Nitratbelastung im Wasser zu verringern. Nitrat ist auch in Unterfrankens Quellen ein Problem.

Stand: 21.03.2017

Wasser tropft ins Wasser | Bild: colourbox.com

An rund einem Viertel der sogenannten Wasserrahmenmessstellen in Unterfranken liegt die Nitratbelastung über dem Grenzwert. Dieser liegt bei 50 mg pro Liter. Das teilt die Regierung von Unterfranken auf Nachfrage mit. Erfreulich ist aber, dass sich an vielen Messstellen in Unterfranken die Wasserqualität in den letzten Jahren verbessert hat. Nämlich in 19 dieser 84. Nur an fünf Wasserrahmenmessstellen steigt der Nitratgehalt weiter an.

Wasserpakt Bayern soll helfen

Beim Rohwasser, das ist das Wasser aus den Quellen, das noch nicht zu Trinkwasser aufbereitet wurde, sieht die Bilanz übrigens deutlich besser aus. Hier überschreiten lediglich 10 bis 12 Prozent aller Wasserproben den Nitratgrenzwert. Insgesamt kann man sagen, das Wasser in Unterfranken entspricht in Sachen Nitratbelastung in etwa dem bayernweiten Schnitt.  Mit dem Wasserpakt Bayern soll dieses Problem nun verstärkt angegangen werden. Denn nitratbelastetes Wasser eignet sich u.a. nicht für die Zubereitung von Babynahrung.

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Kommentare

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websaurier, Dienstag, 21.März, 13:50 Uhr

1. CSU-"Experten" am Werk !


Die bayrische Staatsregierung hat schon eine Lösung:

Grenzwert auf 100 mg/l erhöhen...
(notfalls EU--weit)

Ist das nicht genial ?

  • Antwort von Hallo, Dienstag, 21.März, 19:14 Uhr

    Unser Wirtschaftssystem verdammt unser Grundwasser zur vollständigen Verschmutzung.
    Es werden ja nur 20 von mehreren tausend potentiell gefährlichen Stoffen gemessen.
    Nitrat ist wenigstens vom Verbraucher überprüfbar, (Einfach im Aquaristik-Bedarf einen Nitrat-Test kaufen) also nicht so "heimlich gefährlich" wie andere Stoffe.
    Wir müssen uns einfach von der Vorstellung verabschieden, dass wir Trinkwasser im Boden haben.
    Unser Grundwasser wirksam zu schützen würde unserer Wirtschaft schaden, uns Verbraucher extrem nerven, es ist also sowieso nicht machbar.
    Die CSU ist realistisch.

    Ich wäre gerne bereit auf Wohlstand und Bequemlichkeiten zu verzichten für eine sauberere Umwelt, aber da bin ich nicht Teil der Mehrheit.
    Die Mehrheit will Wohlstand und Bequemlichkeit und Trinkwasser kann man sich filtern (und eventuell Mineralien selbst rein mischen) oder halt im Supermarkt kaufen...