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Rhön ist im Rennen Gespräche zum dritten Nationalpark beginnen

Die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf berichtet heute in München, dass jetzt Gespräche mit den Regionen geben soll, die für einen Nationalpark geeignet wären. Zur Rhön wurde bereits das erste Gespräch geführt, so Scharf.

Von: Ansgar Nöth

Stand: 09.11.2016

Leicht mit Schnee bedeckt in Blickrichtung Bischofsheim in der Rhön.Fotografiert an der Hochrhönstraße. 08.11.2016 | Bild: Horst Bertzky, Bad Kissingen, 09.11.2016

Es sei ein sehr konstruktives Gespräch in offener Atmosphäre gewesen, ein Folgegespräch wurde zum Jahresbeginn 2017 vereinbart. Für November ist außerdem ein Gespräch mit Vertretern aus dem Spessart vorgesehen.

"Wir setzen ganz auf Dialog. Jetzt heißt es zuhören, reden und diskutieren. Eine Entscheidung wird erst am Ende eines ausführlichen Dialogprozesses getroffen."

Ulrike Scharf, Bayerische Umweltministerin

Vertrauen für Nationalparkidee schaffen

Der Interessensbekundung einer Region folgt ein offener und transparenter Dialog mit intensiver Beteiligung der Bürger und der Öffentlichkeit vor Ort. Am Ende dieser Phase wird sich herauskristallisieren, wo die Möglichkeiten eines Nationalparks vertieft geprüft werden.

"Ich will einen dritten Nationalpark in Bayern. Das Projekt nimmt jetzt Fahrt auf. Eines ist klar: Wir können dieses historische Projekt nur gemeinsam mit den Regionen Wirklichkeit werden lassen."

Ulrike Scharf, Bayerische Umweltministerin

Rhön hat grundsätzlich Interesse

Der Landrat von Rhön-Grabfeld, Thomas Habermann, zeigt sich in einer ersten Reaktion angetan von der offenen Gesprächsatmosphäre. Er kann sich durchaus "räumliches Nebeneinander" vorstellen:

"Im Biosphärenreservat wäre dann zu sehen, wie der Mensch seinen Kulturraum entwickelt und auf der anderen Seite im Nationalparkbereich, das müssten im Wesentlichen Staatsforstflächen sein, wie sich die Natur entwickelt, ohne dass der Mensch eingreift."

Thomas Habermann, Landrat von Rhön-Grabfeld

Mit dem Blick auch auf die Auseinandersetzungen im Steigerwald um die Nationalparkidee betont Habermann, dass es einen Nationalpark Rhön nicht ohne wirkliche Bürgerbeteiligung geben kann:

"Das muss man von Anfang an machen - Informationsveranstaltungen, Workshops, Begehungen vor Ort. Da braucht man sehr viel Zeit und Energie für Kommunikation, da muss Vertrauen entstehen, wenn das zum Streitobjekt wird, dann gibt es keinen Gewinner in solchen Prozessen."

Thomas Habermann, Landrat von Rhön-Grabfeld

  • Ansgar Nöth, Regionalstudio Mainfranken | Bild: BR - Eva Herbert Ansgar Nöth

    Hörfunkreporter, Autor und Sprecher im BR-Regionalstudio Mainfranken in Würzburg


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Harald Beyer , Mittwoch, 09.November, 16:26 Uhr

1. Nationalpark Rhön

Nationalpark Rhön ist ein Gewinn für die Region. Und für die Natur . Es mus ein mitanander sein .