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Prozess in Aschaffenburg Hochschwangeres Mordopfer, zwei Angeklagte

Der Mord an der hochschwangeren Rebecca W. in Aschaffenburg hat bundesweit für Aufsehen gesorgt. Nun beginnt in Aschaffenburg der Prozess. Der Täter soll ein Geliebter der damals 24-Jährigen gewesen sein.

Von: Alexander von Ammon

Stand: 06.04.2016

Den Ermittlungen zufolge hatte der Mann einen Komplizen. Ein Freund soll dem 32-jährigen mutmaßlichen Täter bei dem Mord im Mai vergangenen Jahres geholfen haben, erklärten die Ermittler. Am Landgericht Aschaffenburg wird den beiden Männern von Mittwoch (06.04.16) an der Prozess gemacht.

Liebesbeziehung zwischen Opfer und Täter

Jens M. soll über Jahre ein Verhältnis mit dem späteren Opfer gehabt haben, obwohl er verheiratet war und einen Sohn hatte. Im Jahr 2014 wurde Rebecca von ihm schwanger.

Nachdem der 32-Jährige keinen Erfolg damit hatte, sie zur Abtreibung zu überreden, soll er den Mordplan gefasst haben.

Bei der Tat soll ihm sein Freund Benjamin E. (26) geholfen haben, indem er ihm ein Auto zur Verfügung stellte. Er wollte ihm zudem ein Alibi verschaffen und sollte die Leiche nach der Tat "verschwinden lassen".

Die Kammer setzte 25 Prozesstage an. Ein Urteil könnte am 24. Juni fallen.

Der Ermittlungsstand zum Tatablauf

Am 13. Mai 2015 soll Jens M. Rebecca zuhause abgeholt haben. Er ging mit ihr im Waldgebiet Molkenbrunnen am Stadtteil Strietwald spazieren. Dort soll er sie mit den Händen und mit Kabelbindern erwürgt haben. Das sei auch so geplant gewesen, sagten die Ermittler. Durch die Tat starb auch das ungeborene Kind. Der geplante Geburtstermin wäre nur knapp zwei Wochen später gewesen. Drei Tage nach der Tat wurden Jens M. und Benjamin E. festgenommen. Die Leiche von Rebecca W. wurde in einer Garage gefunden. Zuvor hatten Polizisten und Helfer das Waldgebiet bei einer großangelegten Suche durchkämmt.

So lief die Suche ab


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