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Merkel besucht Diözesanempfang Die Kanzlerin kommt nach Würzburg

Zum CSU-Parteitag kam Angela Merkel nicht nach Bayern. Zur katholischen Kirche aber wird sie kommen: Im Januar spricht die Kanzlerin beim Diözesanempfang des Bistums Würzburg.

Stand: 16.11.2016

Rede bei CDU-Parteitag 2015 | Bild: dpa-Bildfunk

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist die Festrednerin am 23. Januar beim Diözesanempfang des Bistums Würzburg. Sie wurde explizit eingeladen. Wenn die Regierungschefin in Würzburg über "Verbundenheit in offener Gesellschaft: Pluralität und Identität – Herausforderung und Chance" sprechen wird, werden wohl auch ziemlich viele Diözesanbischöfe aus ganz Deutschland im Publikum sitzen, denn an diesem Tag kommen die Oberhirten in der Domstadt zu ihrem Arbeitstreffen, dem sogenannten Ständigen Rat zusammen. Aus Kirchenkreisen heißt es, viele von ihnen wollten sich die Einladung Hofmanns zu dem Termin nicht entgehen lassen. Es ist ein Coup für Bischof Friedhelm Hofmann, der nächstes Jahr nach seinem 75. Geburtstag wohl aus dem Amt scheiden wird.

"Es ist wichtig, dass wir uns mit den Grundlagen unseres Zusammenlebens beschäftigen."

Friedhelm Hofmann, Bischof von Würzburg

Das Verhältnis zwischen der CSU in Bayern und der Kanzlerin in Berlin ist mehr als angespannt, ebenso das zwischen CSU und der katholischen Kirche: Haben sich deren Spitzen doch mit ihren evangelischen Mitbrüdern gemeinsam explizit hinter Merkels Flüchtlingspolitik gestellt. Hofmann war der erste katholische Bischof, der die Aussagen von CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer zu einem ministrierenden und Fußball spielenden Senegalesen scharf kritisierte. Und nicht zum ersten Mal mischte sich der Bischof in Sachen Flüchtlingspolitik öffentlich ein. Nach seinen deutlichen Worten über die Zustände in der Gemeinschaftsunterkunft Würzburg kam 2013 die damalige Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU) nach Würzburg, um sich selbst ein Bild zu machen.


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