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Kurz gemeldet Die Meldungen aus Unterfranken

Stand: 21.02.2017

Würzburger Feuerwehr befreit Mann aus Doppelparker-Hebebühne

Würzburg: Glück im Unglück hatte am Dienstagmorgen (21.02.17) ein Mann in Würzburg, der mit seinem Bein in eine sogenannte Doppelparker-Hebebühne geraten war und unverletzt befreit werden konnte. Gegen 08.20 Uhr ging bei der Integrierten Leitstelle in Würzburg der Notruf ein. Vor Ort in einer Tiefgarage in der Innenstadt fanden die Einsatzkräfte der Feuerwehr einen jungen Mann vor, der mit einem Bein so unglücklich in einen Spalt zwischen zwei Doppelparker-Hebebühnen geraten war, dass er sich nicht mehr von selbst befreien konnte. Um eine Gefährdung durch die bewegliche Anlage auszuschließen, betätigte die Feuerwehr den Notausschalter und betreute den eingeklemmten Mann. Zur Befreiung setzten die Einsatzkräfte einen hydraulischen Spreizer ein, um die stabilen Metallteile auseinander zu drücken. Durch den vergrößerten Spalt konnte anschließend das Bein mühelos befreit werden. Der Mann wurde durch den Rettungsdienst betreut, überstand den Vorfall aber "augenscheinlich unverletzt", wie es aus der Einsatzzentrale heißt. Neben der Feuerwehr mit 18 Einsatzkräften waren der Rettungsdienst mit fünf Kräften sowie die Polizei vor Ort.

A70 bei Gochsheim – Lkw fährt in Warnleitanhänger

Gochsheim (Lkr. Schweinfurt): Am Montagvormittag (20.02.17) hat sich auf der A70 zwischen den Anschlussstellen Schonungen und Haßfurt ein schwerer Unfall ereignet. Ein Lkw fuhr auf einen Warnleitanhänger der Autobahnmeisterei auf. Der Fahrer wurde schwerstverletzt in ein Krankenhaus gebracht. Laut Polizei waren Mitarbeiter der Autobahnmeisterei am Vormittag an einer Tagesbaustelle in Fahrtrichtung Bamberg im Einsatz, die mit drei Fahrzeugen abgesichert wurde. Gegen 9.15 Uhr war auf diesem Autobahnstück ein 50-jähriger Bamberger mit einem 7,5-Tonner unterwegs und übersah offenbar die Warneinrichtungen. Nahezu ungebremst fuhr der Mann mit seinem 7,5-Tonner auf den Warnleitanhänger auf. Dieser wurde völlig zerstört und auf das Zugfahrzeug aufgeschoben. Der 50-Jährige wurde in seinem schwer beschädigten Führerhaus eingeklemmt und musste von der Feuerwehr mit schwerem Gerät befreit werden. Mit schwersten Kopfverletzungen wurde er mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Der Fahrer des Zugfahrzeugs des Warnleitanhängers wurde leicht verletzt. Nach ersten Schätzungen dürfte sich der Sachschaden auf insgesamt 80.000 Euro belaufen.

Mit Schreckschusspistole in den Hals geschossen

Schweinfurt (Lkr. Schweinfurt): Ein 58-Jähriger hat aus Spaß vor den Augen seiner Tochter sich seine Schreckschusspistole an den Kopf gehalten und abgedrückt. Er dachte die Waffe sei nicht geladen – ein Irrtum. Der Familienvater zog sich eine schwere Schussverletzung im Halsbereich zu. Es besteht keine Lebensgefahr. Erst vor kurzem hatte der 58-jährige den kleinen Waffenschein erhalten und sich die Schreckschusspistole zugelegt. Die Polizei stellte Waffe samt dem Waffenschein sicher und informierte die zuständigen Behörden, um zu verhindern, dass der Mann erneut in den Besitz einer Schusswaffe gelangt.

Geisterfahrerunfall auf der A3

Kitzingen: Ein Geisterfahrer hat am Samstagabend (18.02.17) auf der A3 bei Kitzingen einen Unfall mit zwei Verletzten verursacht. Dabei kam es beinahe auch zu einer Kollision mit einem Polizeifahrzeug. Gegen 20 Uhr war eine Streife der Autobahnpolizei Würzburg-Biebelried in Richtung Nürnberg unterwegs. Kurz vor der Anschlussstelle Kitzingen/Schwarzach bemerkten die Beamten einen Kleintransporter auf dem Seitenstreifen, der plötzlich ein Wendemanöver startete und nach links zog, quer zu den beiden Fahrstreifen. Die Beamten konnten noch nach rechts ausweichen, um einen Zusammenstoß zu verhindern. Ein direkt nachfolgendes Fahrzeug aus Dänemark stieß jedoch mit der Front in die linke Fahrzeugseite des Transporters. Dessen 78-jähriger Fahrer war sichtlich desorientiert und machte einen verwirrten Eindruck. Eine Überprüfung auf Alkohol und Drogen verlief negativ. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Würzburg wurde dem Mann die Fahrerlaubnis sofort entzogen. Während der Geisterfahrer nach einer kurzen ärztlichen Untersuchung wieder entlassen werden konnte, musste der Geschädigte aus Dänemark in ein umliegendes Krankenhaus gebracht werden. Die Polizei schätzt den Gesamtschaden auf etwa 17.000 Euro. Den Geisterfahrer erwartet ein Strafverfahren wegen der Gefährdung des Straßenverkehrs, fahrlässiger Körperverletzung und diverser Verkehrsordnungswidrigkeiten. Es ist fraglich, ob der 78-Jährige den Führerschein je wieder zurückbekommt.

Angeblicher Raubüberfall entpuppte sich als Unfall

Miltenberg: In Miltenberg hat ein 28-Jähriger am Freitag versucht, einen Unfall gegenüber seinem Chef und später auch gegenüber der Polizei als Raubüberfall zu verkaufen. Die Spurenauswertung ergab jedoch etwas anderes. Die erdrückende Beweislast führte dazu, dass der 28-Jährige zugab, selber einen Unfall verursacht und alles vorgetäuscht zu haben. Zunächst telefonisch, später auch persönlich, berichtete der 28-Jährige aus dem Landkreis Miltenberg seinem Chef, dass er gegen 5.45 Uhr von drei maskierten Tätern überfallen worden sei. Die Angreifer hätten schließlich von ihm abgelassen und die Heckscheibe des Firmen-Transporters eingeschlagen. Ein Arbeitskollege meldete den Vorfall sofort der Polizei, die eine groß angelegte Fahndung einleitete.

Autofahrerin mit knapp drei Promille aus dem Verkehr gezogen

Faulbach (Lkr. Miltenberg): In Faulbach hat die Polizei am Donnerstag (16.02.17) einer stark angetrunkenen Frau den Führerschein entzogen. Zeugen hatten bemerkt, wie die Frau schwankend zu ihrem Auto ging und wegfuhr und informierten die Polizei. Aufgrund des Kennzeichens suchten die Beamten die 57-jährige Frau in ihrer Wohnung auf und führten eine Alkoholkontrolle durch. Der Alkotest ergab einen Promillewert von 2,92, woraufhin eine Blutentnahme durchgeführt werden musste. Die Polizisten zogen den Führerschein ein. Die Frau wird sich wegen Trunkenheit im Straßenverkehr verantworten müssen.

Einbruch- und Diebstahlsserie geklärt - Tatverdächtiger ermittelt

Würzburg: Eine Reihe von Einbrüchen im Stadtgebiet Würzburg konnte die Polizei aufklären. Im Zimmer des Tatverdächtigen konnten Gegenstände aus verschiedenen Einbrüchen im Stadtgebiet sichergestellt werden. Die Beamten nahmen den 22-Jährigen noch vor Ort vorläufig fest und führten ihn auf Anordnung der Staatsanwaltschaft dem Ermittlungsrichter vor. Eigentlich wollten die Beamten der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt den 22-Jährigen im Rahmen eines Einsatzes wegen Ruhestörung nur zur Ruhe ermahnen, entdeckten dann aber verschiedenstes Diebesgut in seinem Zimmer. Zur weiteren Abklärung nahmen die Polizisten den Würzburger vorläufig fest, stellten das Diebesgut sicher und brachten den jungen Mann zur Dienststelle. Dort übernahm die Kripo die weiteren Ermittlungen und konnte dem 22-Jährigen bis zum jetzigen Zeitpunkt drei Einbrüche im Stadtgebiet Würzburg zur Last legen.

Hausbesitzer wollte Asbest-Platten im Garten entsorgen

Hendungen (Lkr. Rhön-Grabfeld): Am Donnerstag (16.02.17) wurde die Polizei zu einem Anwesen im Gemeindebereich Hendungen gerufen. Die Rede war von einer illegalen Abfallentsorgung. Die Beamten trafen auf einen Hausbesitzer, der gerade dabei war, Platten in der Erde zu vergraben. Nach bisherigen Erkenntnissen dürfte es sich dabei um asbesthaltige Stoffe handeln – Näheres muss eine Untersuchung klären. Sollte es sich um Asbest-Platten handeln, könnte auf den Mann eine Anzeige wegen eines Umweltdeliktes zukommen. Die fachgerechte Entsorgung asbesthaltiger Gegenstände ist kostenpflichtig. Asbesthaltige Gegenstände sollten als Ganzes luftdicht verpackt werden. Asbest-Platten dürfen weder zerteilt noch in Stücke gebrochen werden, da bei diesen Arbeiten gesundheitsschädlicher Feinstaub entsteht. Daher sollte beim Entsorgen von Asbest unbedingt Schutzkleidung getragen werden.

Wohnungsbrand in Dammbach         

Feuerwehreinsatz in Dammbach

Dammbach (Lkr. Aschaffenburg): In einem Wohnhaus in Dammbach hat es gebrannt. Das Feuer war in einer Wohnung im ersten Stock ausgebrochen. Die anwesenden Bewohner konnten sich unverletzt ins Freie retten. Ein Mann hatte anfangs versucht, selbst den Brand zu löschen. Ein Großaufgebot von Feuerwehren aus der Gegend löschte den Brand schließlich. Insgesamt waren 38 Einsatzkräfte und acht Fahrzeuge vor Ort. Die Wohnung, in der der Brand ausgebrochen war, ist aufgrund der Brand- und Rußschäden nicht mehr bewohnbar. Da die innenliegende Holztreppe, die in das zweite Obergeschoss führt, ebenfalls durch das Feuer stark beschädigt wurde, ist auch dieses Stockwerk  nach Rücksprache mit einem Bau-Experten nicht mehr begehbar.


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